Während die deutsche Auswahl gegen die Schweiz und Ghana testet und damit in beiden Partien favorisiert ist, treffen in den kommenden Tagen sogar einige WM-Favoriten in direkten Duellen aufeinander. Am Donnerstagabend etwa steigt im US-amerikanischen Gillette Stadium in Boston das Spiel Brasilien gegen Frankreich.
Brasilien und Frankreich mit US-Tour und Top-Duellen
Für beide Trainer dürfte die Partie eine wichtige Standortbestimmung sein und zeigen, wie weit die Teams in ihrer Entwicklung mit Blick auf die WM im Sommer sind. Spannend dabei: Brasiliens Superstar Neymar (34) wurde von Nationalcoach Carlo Ancelotti erneut nicht berücksichtigt. Die WM-Nominierungschancen für den 128-fachen Nationalspieler schwinden also weiter. Frankreich hingegen reist mit einem enormen Offensivaufgebot nach Boston. Insbesondere mit Kylian Mbappé und Michael Olise werden wohl zwei Top-Stars auflaufen, die seit Monaten zu den Besten auf ihrer Position gehören.

Für Brasilien und Frankreich geht es derweil nach der Partie am 26. März mit je einem weiteren Top-Spiel in den USA weiter. Am Sonntagabend empfängt Kolumbien die Équipe Tricolore im Northwest Stadium, während die Seleção es drei Tage später mit Kroatien zutun bekommt.
Niederlande, England, Spanien, Marokko – Freitagabend voller Top-Spiele
Die beiden besagten Nationen Kolumbien und Kroatien treffen derweil Freitagnacht aufeinander. Beide dürfen sich durchaus Außenseiterchancen auf dem WM-Titel ausrechnen. Im Mittelpunkt stehen wird Bayern-Star Luis Diaz, der mit einem Marktwert von 85 Millionen Euro der teuerste Spieler im Kader von Kolumbien ist.
Mit reichlich Topspielen geht es dann am Freitagabend weiter. Dabei dürfte vor allem das Duell zwischen der Niederlande und Norwegen Spannung versprechen. Die Norweger durchliefen die WM-Qualifikation furios, gewannen alle acht Spiele und schalteten dabei unter anderem Italien aus. Neben Top-Torschütze Erling Haaland und weiteren Stars wie Martin Odegaard, der allerdings verletzungsbedingt fehlen wird, kommt die norwegische Nationalmannschaft über das Kollektiv – und gehört damit in jedem Fall zu den Namen, die man für die anstehende WM auf der Liste haben muss. Das Spiel gegen die Niederlande wird für Coach Solbakken und sein Team zum Gradmesser.
Zudem duellieren sich England und Uruguay, Spanien und Serbien sowie Marokko und Ecuador. Gerade auf das letzte Spiel dürfte der DFB ein Auge werfen. Denn mit La Tri, wie sich die Nationalmannschaft aus Ecuador nennt, wird es das Team von Julian Nagelsmann in drei Monaten in der WM-Gruppenphase aufnehmen müssen. Für Marokko ist es derweil das erste Länderspiel, seit die Nordafrikaner kürzlich nachträglich zum AFCON-Sieger erklärt wurden.
Gastgeberland Mexiko testet gegen Portugal
Am Sonntag testet zudem Gastgeberland Mexiko gegen die portugiesische Auswahl rund um Superstar Cristiano Ronaldo. Das Spiel findet im berüchtigten Aztekenstadion statt. Es ist die Spielstätte, in der die WM am 11. Juni von Mexiko gegen Südafrika eröffnet wird.

Zudem dürften auch die Partien zwischen Spanien und Ägypten sowie England und Japan Spannung versprechen. Die Three Lions in Person von Coach Thomas Tuchel sorgten zuletzt mit einem XXL-Kader für Überraschung. Der ehemalige Bundesliga-Trainer nominierte gleich 30 Feldspieler und fünf Torhüter. Grund für den Riesenkader laut einer Verbandsmitteilung: „Wir haben uns entschieden, den Kader in zwei Camps aufzuteilen. Das gibt uns die Möglichkeit, einige neue Spieler unter die Lupe zu nehmen. Im Wettbewerb um die Tickets für die USA können wir uns ein größeres Bild machen.“
Die Spiele gegen Uruguay und Japan dürften dabei gute Tests sein. Insbesondere die Japaner zeigten sich zuletzt in guter Verfassung, gewannen alle letzten drei Länderspiele. Vor allem der 3:2-Erfolg über Brasilien sorgte für Furore. Die Partie findet am Dienstagabend im Londoner Wembley Stadium statt.
Die Top-Duelle der Länderspielphase im Überblick:
26. März:
- Brasilien – Frankreich (21:00 Uhr)
27. März:
- Kolumbien – Kroatien (0:30 Uhr)
- Niederlande – Norwegen (20:45 Uhr)
- England – Uruguay (20:45 Uhr)
- Spanien – Serbien (21:00 Uhr)
- Marokko – Ecuador (21:15 Uhr)
29. März:
- Mexiko – Portugal (3:00 Uhr)
- Kolumbien – Frankreich (21:00 Uhr)
30. März:
- Spanien – Ägypten (19:00 Uhr)
31. März:
- England – Japan (20:45 Uhr)
1. April:
- Brasilien – Kroatien (2:00 Uhr)

