Aubameyang enttäuscht – Arsenal überzeugt gegen Chelsea als Kollektiv: Die Einzelkritik zum Derby

Die Spieler des FC Arsenal feiern das 1:0 gegen Chelsea
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Beim 1:0-Auswärtssieg über den FC Chelsea überzeugte beim FC Arsenal vor allem das Kollektiv. Pierre-Emerick Aubameyang blass. Die Einzelkritik. 

Es war ein starker, weil reifer und kontrollierter Auftritt des FC Arsenal beim 1:0-Auswärtssieg gegen den FC Chelsea. Bei den Gunners überzeugte dabei vor allem das Kollektiv, wenngleich ein Spieler am meisten herausstach. Bei den Blues erwischte Pierre-Emerick Aubameyang ausgerechnet beim Wiedersehen mit seinem alten Arbeitgeber einen schwachen Tag.



Chelsea: Aubameyang enttäuscht beim Wiedersehen mit Arsenal

Edouard Mendy: Einige gute Bälle im Aufbau zu Beginn, später dann aber ein Wackler nach 26 Minuten, der nicht bestraft wurde. Viel zu halten hatte er in der ersten Halbzeit nicht. Sehr wach bei der Jesus-Flanke in der 55. Minute, sicher geklärt. Irrte beim 0:1 durch den Fünfmeterraum, sah nicht gut aus. Danach gut aufgepasst gegen Saka. Note: 3,5

Cesar Azpilicueta: War viel defensiv gebunden, mal gegen Zinchenko, mal gegen Martinelli, mal gegen Jesus. Fand aber unter Duck durchaus gute Lösungen, sorgte so für Ruhe. Profitierte heute ein wenig von der Viererkette. Holte sich nach der Pause eine verdiente gelbe Karte ab. Ließ Gabriel beim 0:1 laufen. Note: 4

Thiago Silva: Übernahm früh Verantwortung im Spielaufbau, die ersten Bälle waren aber noch wackelig. Wichtiger Block gegen Jesus nach knapp 20 Minuten. Auch in der Luft gewohnt gut. Im direkten Zweikampf kaum zu bezwingen, weil Arsenal ihn selten mit Tempo forderte. Verlor den Ball unaufmerksam gegen Jesus, was die größte Arsenal-Chance nach einer Stunde einleitete. Insgesamt aber eine ordentliche Leistung. Note: 3,5

Trevoh Chalobah: Was früh in den Strafraum flog, klärte er stets souverän. Seine Präsenz in der Luft war für Chelsea immens wichtig, weil es viele ruhende Bälle gab. Auch er sammelte in der zweiten Halbzeit eine gelbe Karte. Was er in der Luft gut machte, lief im Aufbau oft schief. Scheute das Risiko, viele lange Bälle. Aber: Keine entscheidenden Fehler. Note: 3,5

Marc Cucurella: Frühes Foul gegen Saka, dann von Saka gefoult – entwickelte sich schnell zum Privatduell. Ging nach vorne nur wenig Risiko, Chelsea spielte heute ohnehin eher mit weniger Risiko. „Verursachte“ die gelbe Karte von Chalobah durch einen unsauberen Kopfball, der ihn in Bedrängnis brachte. Wackelte in der 2. Halbzeit häufiger, gerade, wenn er unter Druck gesetzt wurde. Note: 4

Chelsea-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang verlässt nach einem glücklosen Wiedersehen mit Arsenal den Platz.

(Photo by Ryan Pierse/Getty Images)

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Ruben Loftus-Cheek: Früh viel eingebunden, spielte heute im Mittelfeldzentrum. Aber: Einige Ungenauigkeiten in seinem Spiel. Brachte die Dynamik nicht so häufig auf den Platz und wenn, dann fehlten ihm die Anspielstationen. Durchschnittliches Spiel, allenfalls. Note: 4

Jorginho: War der dominantere und konstantere Spieler im Mittelfeld. Einige Ballgewinne, sichere und souveräne Pässe. Der Italiener war in der Lage, das Spiel auch mal schnell zu machen. Verlor nie die Ruhe. Nach der Einwechslung von Kovacic auch endlich entlastet, das half ihm enorm. Note: 2

Mason Mount: Suchte ein wenig die Bindung zum Spiel, Distanzschuss geblockt. Viel mehr war bis zur Halbzeit über ihn nicht zu sagen, das Arsenal-Zentrum hatte ihn im Griff. Er wollte die Bindung zwischen Abwehr und Offensive herstellen, war dabei aber oft sehr unglücklich unterwegs. Der läuferische Aufwand war ihm nicht abzusprechen. Note: 4.

Raheem Sterling: Die Chelsea-Offensive begann unauffällig, auch er konnte nicht viele Akzente setzen. Holte sich später die Bälle tiefer, aber wirklich viel Kombinationsfluss kam nicht auf. Wenn er am Offensivspiel teilnehmen wollte, musste er in die eigene Hälfte zurück. Das hinderte ihn natürlich daran, am gegnerischen Strafraum das Tempo aufzunehmen und ins Dribbling zu kommen. Note: 4

Kai Havertz: Begann auf dem Flügel, traf früh eine falsche Entscheidung, als er eine Flanke einem Querpass vorzog. War trotz einiger Abspielfehler noch der Spieler, der die größte Gefahr offensiv ausstrahlte. Schlug beim 0:1 über den Ball. Die Bemühung war ihm nicht abzusprechen, das war es aber dann auch. Note: 4,5.

Pierre-Emerick Aubameyang: Versuchte mitunter aktiv zu pressen, manchmal fehlte ihm die Unterstützung dabei. Übertrieb es nach 26 Minuten, sah gelb. Kaum Ballaktionen (nur vier bis zur Halbzeit), kaum Bindung. Daran änderte sich auch in der 2. Halbzeit nichts, deswegen der Wechsel. Note: 5.

Armando Broja (ab 64. für Aubameyang): Keine Bewertung mehr. 

Conor Gallagher (ab 64. für Havertz): Keine Bewertung mehr. 

Christian Pulisic (ab 78. für Mount): Keine Bewertung mehr.

Matteo Kovacic (ab 78. für Loftus-Cheek): Keine Bewertung mehr.

Manuel Behlert 

Arsenal überzeugt im Kollektiv

Aaron Ramsdale: Kaum gefordert. Souverän im Tor und in der Spieleröffnung.  Note: 2,5

Ben White: Defensiv hellwach und sehr kopfballstark. Interpretierte die Rechtsverteidigerposition sehr offensiv, was zu Überzahlsituationen führte. In der letzten Aktion manchmal nicht sauber genug.  Note: 2,5

William Saliba: Bis auf eine einzige Unsicherheit sehr konzentriert. Dank seiner Schnelligkeit und Physis ein absolutes Monster im Zweikampf, weder Aubameyang, noch Havertz oder Broja sahen gegen ihn Land. Im Ballbesitz selbst unter Druck erneut mit einer regelrecht unnatürlichen Ruhe für einen 21-Jährigen.  Note: 1,5

Gabriel: In der ersten Halbzeit zuweilen etwas zu weit weg von seinen Gegenspielern. Steigerte sich, auch weil er selten gefordert wurde. Gute Präsenz bei defensiven Standards. Antizipationsstark bei seinem Abstauber zum 1:0. Note: 2,5

Oleksandr Zinchenko (bis 78. Minute): Kurbelte im ersten Spiel nach seiner verletzungsbedingten Pause wie gewohnt im Wechsel mit Granit Xhaka links das Offensivspiel an. Im Stellungs- sowie im Passspiel war ihm die fehlende Spielpraxis jedoch in manchen Szenen anzumerken.  Note: 3,0

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Thomas Partey: Demonstrierte im zentralen Mittelfeld unglaubliche Ruhe, Pressingresistenz und suchte stets den progressiven Pass. Einzige Kritik: Er hätte das Spiel noch mehr an sich reißen können. Note: 2,0

Granit Xhaka: Unauffälliger als zuletzt, dennoch sehr lauf-, zweikampfstark und passsicher. Sehr überlegt und sicher in seinen Aktionen.  Note: 2,5

Martin Ödegaard (bis 87.): Im ersten Durchgang ebenfalls unauffälliger als in den letzten Wochen, was ein Grund war, wieso Arsenal trotz Übergewichts oft die letzte Präzision im Angriff fehlte. Sein Einfluss stieg nach dem Seitenwechsel. Verrichtete viel Arbeit gegen den Ball. Wie Xhaka unspektakulär gut. Note: 2,5

Bukayo Saka: Für seine Verhältnisse ein schwaches Spiel. Quirlig, aber sehr unglücklich in der Entscheidungsfindung. Blieb oft im Dribbling hängen und ließ sich davon frustrieren. Note: 4,0

Gabriel Martinelli (bis 90+4): Chelsea bekam seine Dynamik und Schnelligkeit anfangs kaum in den Griff. Im weiteren Spielverlauf aber etwas zu schlampig in der letzten Aktion.  Note: 3,0

Gabriel Jesus: Permanent in Bewegung, ließ sich viel fallen, um das Offensivspiel anzutreiben. Wie in den letzten Wochen glücklos im Abschluss, verpasste vor dem 1:0 die größte Chance des Spiels per Kopf. Arbeitete aber enorm viel, schuf Räume und strahlte bis zum Schlusspfiff als Initiator Gefahr aus.    Note: 2,0

Kieran Tierney (ab 78. ): Keine Bewertung mehr.

Mohamed Elneny (ab 87.) : Keine Bewertung mehr.

Rob Holding (ab 90+4): Keine Bewertung mehr.

Chris McCarthy

(Photo by Ryan Pierse/Getty Images)

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