Premier League | Wieder vom Punkt! Tuchels Chelsea gewinnt auch in Sheffield

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Das vierte Spiel seiner Amtszeit bei Chelsea führte Thomas Tuchel (47) an die Bramall Lane. Während die Blues letzte Saison dort noch 0:3 unterlagen, gewannen sie in der Hinrunde gegen Sheffield United 4:1. So spektakulär war es diesmal nicht. In einem chancenarmen Spiel setzte sich Chelsea 2:1 durch.

Burke lässt die Großchance liegen, Mount belohnt aktive Blues

Das Spiel hatte schon 30 Sekunden Reiseflughöhe erreicht. Oli McBurnie (24) steckte erstklassig für den Ex-Leipziger Oliver Burke (23) durch. Der Schotte versuchte Edouard Mendy (28) im kurzen Eck zu überraschen. Doch der Ball landete an der Seite des Tornetzes, die keinen Ertrag bringt.

In der Folge gestaltete sich das Spiel extrem ereignisarm. Chelsea hatte das Gros an Ballbesitz, versuchte mehr. Aber Sheffield United, die in drei der letzten fünf Premier-League-Spielen ungeschlagen blieben und zuletzt sowohl in Old Trafford als auch gegen Abstiegskonkurrent West Brom jeweils 2:1 gewinnen konnten, hielten defensiv gut dagegen. So versandeten Chelseas Angriffe am gegnerischen Strafraum. In der 34. Minute durfte Ben Chilwell (24) nach Flanke von rechts relativ unbedrängt köpfen. Doch der Ball ging klar am Tor vorbei.

(Photo by Oli Scarff – Pool/Getty Images)

Es schien, als sei dieses 0:0 das logische Resultat zur Pause. Vielleicht war es das auch. Aber da Logik das allerletzte ist, woran man Fußball messen sollte, passierte doch noch etwas. Mateo Kovacic (26) eröffnete in der 43. Minute das Spiel schulbuchmäßig. Auf der linken Seite schickte Chilwell Timo Werner (24) auf die Grundlinie. Der Neuzugang von RB Leipzig, dem in dieser Saison nicht viel gelang, spielte die Kugel maßgenau in den Rückraum. Dort fühlte sich niemand in rot-weiß für Mason Mount (22) zuständig. Der vollendete flach ins lange Eck zum 0:1. Dabei ließen es die beiden Mannschaften nach Halbzeit eins auch bewenden.

Eigentor und Elfmeter: Chelseas turbulente Minuten nach der Pause

Nach der Pause wurde das Spiel wesentlich turbulenter. Acht Minuten waren gespielt, als Oli McBurnie zum Solo ansetzte, sich damit aber in der Chelsea-Abwehr verfing. Das Spiel lief allerdings weiter. Antonio Rüdiger (27) schirmte den Ball ab und wähnte seinen Torhüter auf der Linie. Da Edouard Mendy ebenfalls herausgerückt war, tröpfelte Rüdigers Rückpass butterweich zum 1:1 ins Tor. Im Hinspiel schenkte David McGoldrick (33) Mendy sein erstes Gegentor für Chelsea ein. Nun wurde Tuchels Serie von drei weißen Westen zum Einstand an der Bramall Lane beendet.

(Photo by OLI SCARFF/POOL/AFP via Getty Images)

Den Ausgleich steckte seine Mannschaft aber schnell weg. Auch weil Sheffield United ebenfalls Geschenke verteilte. Kean Bryan (24), der in Old Trafford den Führungstreffer erzielt hatte, spielte einen äußerst zittrigen Rückpass, den Timo Werner erlaufen konnte. Aaron Ramsdale (22) holte ihn im Strafraum von den Beinen. Nach Rücksprache mit Stockley Park entschied Kevin Friend (49) in der 58. Minute auf Elfmeter. Jorginho (29) vewandelte sicher unten rechts und stellte damit Chelseas Führung wieder her.

An der generellen Ausrichtung des Spiels änderte diese turbulente Phase nicht viel. Großchancen blieben auch im Anschluss Mangelware. Eine Viertelstunde vor Schluss durfte John Fleck (29) bis an die Grundlinie durchlaufen. Seine Hereingabe wurde allerdings von Antonio Rüdiger geblockt.

Sheffield drückte – und hatte in der 94. und letzten Minute die letzte Chance zum Ausgleich. Der eingewechselte Billy Sharp (35) setzte nach einem Einwurf zum Seitfallzieher an, doch Mendy parierte. Es blieb beim 2:1. Damit gewinnt Thomas Tuchel – wie schon bei Tottenham dank eines verwandelten Elfmeters –  sein drittes Premier-League-Spiel in Folge, rückt auf Platz 5 vor. Der Rückstand auf Liverpool, die Manchester City früher am Abend zuhause 1:4 unterlagen, beträgt nur noch ein Punkt und ein Tor. Sheffield United hingegen bleibt trotz ordentlicher Leistung am Tabellenende. Ihr Rückstand auf das rettende Ufer beträgt nunmehr zwölf Punkte.

(Photo by Clive Mason/Getty Images)

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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