Liverpool fällt in Leicester spät auseinander – Kabak steht beim Debüt Alisson im Weg

Premier League

Leicester City gegen Liverpool hieß das Spitzenspiel des Samstagmittags. Nachdem Mohamed Salah die Reds nach gut einer Stunde in Führung brachte, fiel Liverpool wie schon letzte Woche gegen Manchester City spät auseinander und unterlag 1:3 (0:0).

Viele Chancen, aber keine Tore vor der Pause zwischen Leicester und Liverpool

Das Spiel war vom Start weg auf Betriebstemperatur. In der dritten Minute sah James Maddison (24), dass Alisson (28) einen Tick zu weit vor seinem Tor stand und probierte es mit einem Heber von der Mittellinie, doch der Brasilianer war rechtzeitig zurück und konnte die Kugel abfangen.

Ansonsten dominierte die Mannschaft von Jürgen Klopp (53), der Tabellendritte Leicester konzentrierte sich auf die Defensive und versuchte sein Glück in schnellen Spielzügen. In der 11. Minute hob Jordan Henderson (30) den Ball in den Rücken der Foxes-Abwehr, Mohamed Salah (28) wurde beim Abschluss aber noch entscheidend von Ricardo Pereira (27) gestört.

Bei Liverpool gab der von Schalke ausgeliehene Ozan Kabak (20) sein Premier-League-Debüt. Dieser musste zusehen, wie sich Jamie Vardy (34) nur eine Minute nach Salahs Chance an ihm vorbeischlich, seinen Heber allerdings zu hoch ansetzte.

Es war ein durchaus ansehnliches Spiel, mit vielen schnellem Kombinationen auf beiden Seiten, dem aber noch die Tore fehlten. In der 27. Minute verlängerte Sadio Mané (28) einen Außenristpass von Thiago (29) in die Box zu Henderson. Liverpools Nummer 14 flankte an den zweiten Pfosten, wo Roberto Firmino (29) aus kürzester Distanz am glänzend reagierenden Kasper Schmeichel (34) scheiterte. Da Henderson aber zuvor abseits stand, wäre der Treffer im Fall der Fälle wohl kassiert worden.

Die besten Chancen für Leicester vor der Pause hatte Jamie Vardy. In Minute 39 köpfte er freistehend in die Arme von Alisson, nur vier Minuten später startete er aus Abseitsposition und hämmerte die Kugel an den Querbalken. So ging es mit dem torlosen Remis in die Pause.

Firminos Geniestreich bricht den Bann, aber Liverpool fällt spät auseinander

Gut zehn Minuten dauerte es bis zur ersten Chance des zweiten Durchgangs. Trent Alexander-Arnold traf mit einem Freistoß aus halbrechter Position in Minute 57 ebenfalls die Latte.

Wiederum nur zehn Minuten nach dieser Chance war der Bann für die Reds gebrochen. Alexander-Arnold blieb mit seinem Abschluss noch an Söyüncü hängen, setzte aber nach und brachte den Ball nach innen. Dort behauptete Roberto Firmino die Kugel äußerst artistisch und legte per Hacke für Salah ab. Der schlenzte gefühlvoll ins lange Eck – 67. Minute, 0:1.

Eine Viertelstunde vor Schluss wurde es turbulent. Nachdem Thiago und Alexander-Arnold Maddison in die Zange nahmen, entschied Anthony Taylor auf Elfmeter. Nach Rücksprache mit Stockley Park wurde der Tatort aber knapp außerhalb des Strafraums verlegt. James Maddison trat an – und zog die Kugel an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Erneut musste der VAR aushelfen. Es ging darum, ob Daniel Amartey (26) in der verbotenen Zone stand. Das war nicht der Fall. So herrschte in der 78. Minute Parität.

Und Liverpool hatte mit der neuen Spielsituation zu kämpfen. Nur drei Minuten später drehte Leicester das Spiel. Youri Tielemans (23) pumpte die Kugel einfach mal nach vorne. Ozan Kabak parkte den herausstürmenden Alisson zu, Vardy spritzte vorbei und musste nur noch einschieben.

(Photo by Michael Regan/Getty Images)

Und in Minute 85 machte Leicester den Deckel drauf. Liverpool war nun völlig von der Rolle, Wilfried Ndidi (24) schickte Harvey Barnes (23) steil. Der war halblinks auf und davon und vollendete sicher ins lange Eck zum 3:1. Dabei blieb es auch. Liverpool setzte die Generalprobe für das Champions-League-Spiel gegen RB Leipzig in den Sand, kassierte die dritte Pleite in Folge und muss nun aufpassen, am Wochenende nicht durchgereicht zu werden. Leicester hingegen zementiert seine Spitzenposition, ist vorläufig Zweiter und hat sechs Punkte Vorsprung auf den FC Liverpool.

(Photo by Michael Regan/Getty Images)

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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