Chelsea vs. Wolves: Turnaround beim Tuchel-Debüt?

Vorschau

Vorschau | Am Mittwochabend trifft Chelsea auf die Wolves. Während die Gäste seit Dezember nur eine Partie gewinnen konnten – das Hinspiel – wollen die Blues im ersten Spiel unter Thomas Tuchel wieder zurück in die Erfolgsspur finden. 

Anpfiff der Partie ist am Mittwoch, 19:00 Uhr, Live bei Sky.

  • Chelsea FC: Warum Tuchel die richtige Wahl ist
  • Wolverhampton Wanderers: Jiménez‘ Verletzung bremst die eigenen Ambitionen aus
  • Beide Mannschaften taten sich zuletzt in der Premier League schwer.

Chelsea FC: Thomas Tuchel und die Blues – eine vielversprechende Beziehung

Turbulente Tage bei den Blues! Frank Lampard (42) ist seit Montag Geschichte als Trainer des FC Chelsea. Für den Verein selbst war es eine „sehr schwierige Entscheidung“, heißt es in einer Pressemitteilung. Eigentümer Roman Abramovich (54) unterstrich, dass er „eine exzellente Beziehung zu Frank und den allergrößten Respekt vor ihm“ habe. „Er ist ein Mann von größter Integrität. Trotzdem glauben wir, dass es unter den aktuellen Umständen das beste ist, den Trainer zu wechseln.“

(Photo by IAN KINGTON/IKIMAGES/AFP via Getty Images)

„Unter den aktuellen Umständen“, das heißt im Klartext: Nur ein Sieg aus den letzten fünf Premier-League-Spielen (1:0 gegen Aufsteiger Fulham), 29 Punkte und Platz 9. Der Rückstand auf die Königsklasse beträgt in zwar lediglich fünf Zähler. Doch da der Klub im Sommer Investitionen in großem Stil tätigte, sind sie auf die europäischen Wettbewerbe und entsprechende Einnahmen angewiesen. 

 

Nun soll Thomas Tuchel (47) – vor etwas mehr als einem Monat selbst bei Paris Saint-Germain entlassen – die Lok wieder zurück aufs Erfolgsgleis führen. Am Mittwochabend wird er erstmals auf der Trainerbank Chelseas Platz nehmen. Im Klub trifft er mit Christian Pulisic (22) und Thiago Silva (36) auf zwei seiner Ex-Spieler aus Dortmunder, beziehungsweise Pariser Zeiten.

Und auch sonst verspricht die Liaison zwischen Tuchel und den Blues eine erfolgreiche zu werden. Auf der einen Seite der ausgewiesene Taktikspezialist und Talententwickler. Auf der anderen: eine der besten Jugendakademien Englands. Allein letzte Saison gaben mit Mason Mount (22), Tariq Lamptey (20, inzwischen bei Brighton), Billy Gilmour (19), Reece James (21), Tino Anjorin (19), Armando Broja (19), Marc Guehi (20) und Ian Maatsen (18) acht Talente unter Frank Lampard ihr Profidebüt für Chelsea – Vereinsrekord. Dazu kommen Spieler wie Tammy Abraham (23), Callum Hudson-Odoi (20) oder die Bundesliga-Neuzugänge Kai Havertz (21) und Timo Werner (24), die beide einen sehr schweren Start in London hatten.

Personell könnte sich Thomas Tuchel keinen besseren Start malen: Frank Lampard hat ihm den Kader scheckheftgepflegt und vor allem ohne Verletzungen überlassen.

Wolverhampton Wanderers: Ausgebremste Ambitionen

Eigentlich hatten sich die Wolves nach dem Aufstieg vorgenommen, sich zuerst in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen und dann mittel- bis langfristig auch um die Champions-League-Plätze oder sogar mehr zu spielen. Nach zwei siebten Plätzen ließ sich dieses Unterfangen durchaus vielversprechend an. Da das alte Spiel Fußball aber ein durchaus wankelmütiges Wesen ist, rupfen die Wölfe diesmal nicht, sondern werden gerupft. Zuletzt von West Brom, denen sie im heimischen Molineux 2:3 unterlagen. Seit Dezember konnten sie nur eine von neun Premier-League-Partien gewinnen. Diese eine war allerdings ein 2:1 gegen Chelsea. Pedro Neto (20) erzielte in der 95. Minute den Siegtreffer für die Wolves.

(Photo by SHAUN BOTTERILL/POOL/AFP via Getty Images)

Seitdem lief ohne den verletzten Toptorjäger Raúl Jiménez (29/Schädelbruch) nicht viel zusammen, inzwischen steht man nur noch auf Platz 14. Immerhin beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz komfortable zehn Punkte. „Ich habe alle Schlüsse gezogen, die ich ziehen musste“, so Nuno Espirito Santo (47) über den aktuellen Negativlauf. „Wir spielen gut, sind nicht so kompakt, wie wir sein sollten. Wir machen Fehler, die uns Spiele kosten und sie schwieriger für uns machen. Aber wir erzielen Tore, kreieren Chancen.“ 

Über den Gegner hält er sich weitestgehend bedeckt: „Wir wissen nicht genau, wie sich Chelsea präsentieren wird. Wir kennen den Trainer nicht. Was wir wissen, ist, dass die Mannschaft von Chelsea über sehr viel Talent und Qualität verfügt. Wir erwarten ein schwieriges Spiel und wer auch immer der Trainer ist, er wird nicht viel Zeit haben, um seine Ideen zu implementieren. Wir denken, dass es sich daran anlehnen wird, was Frank (Lampard, Anm. d. Red.) gemacht hat.“

Neben Raúl Jiménez muss Nuno auch auf Linksverteidiger Jonny Castro (26/Knieverletzung) verzichten.

Prognose

Beide Mannschaften taten sich zuletzt in der Liga schwer. Aber es ist gut vorstellbar, dass der Trainerwechsel den entscheidenden Reiz für Chelsea setzt. Ein Spektakel darf man nicht erwarten, eher ein umkämpftes Spiel. Aber letztendlich einen souveränen Sieg.

 

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Chelsea FC: Mendy – James, Rüdiger, T. Silva, Chilwell – Mount, Kovacic – Hudson-Odoi, Havertz, Pulisic – Giroud

Wolverhampton Wanderers: Rui Patricio – Nelson Semedo, Boly, Coady, Saiss – Dendoncker, Ruben Neves, Joao Moutinho – Adama Traoré, Fabio Silva, Pedro Neto

(Photo by OZAN KOSE/AFP via Getty Images)

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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