Rashford per Kopf! Manchester United ringt West Ham nieder

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In einer intensiven und chancenarmen Partie gewinnt Manchester United im Old Trafford mit 1:0 gegen West Ham United. Wenig glanzvoll, aber unter anderem dank eines umtriebigen Marcus Rashford arbeiten sich Red Devils zum Heimsieg.

Manchester United druckvoll: Eriksen gibt den Takt vor

Am späten Sonntagnachmittag empfing Manchester United in der Premier League seinen ehemaligen Trainer David Moyes und West Ham United im Old Trafford. United-Trainer Erik ten Hag schenkte dabei sowohl Harry Maguire als auch Cristiano Ronaldo das Vertrauen. Auf Anthony hingegen mussten die Red Devils verzichten. Das dominierende Team war in den ersten Minuten aber der Gast aus London. Manchester gewährte West Ham vor allem im Spielaufbau viel Platz, in der Frühphase attackierten sie den Gegner erst in der eigenen Hälfte. Beide Teams versuchten den jeweils tiefstehenden Gegner mit langen Bällen auszuhebeln. Das Spiel war in der ersten Viertelstunde hektisch, bis auf eine Halbchance von Anthony Elanga, der nach einem Flugball von Christian Eriksen über die gesamte West-Ham-Verteidigung vor dem gegnerischen Tor auftauchte, jedoch ohne nennenswerte Offensivaktionen.



In der Folge wurde Manchester United stärker, verteidigte höher und übernahm die Kontrolle. Erst versuchte es Cristiano Ronaldo aus der Distanz, wenig später dribbelte Marcus Rashford mit voller Geschwindigkeit in den Gäste-Strafraum, zielte aus etwa dreizehn Metern gefährlich auf das Tor. Nur der Fuß eines Verteidigers verhinderte den Einschlag. Selten wurde United in dieser Phase nach längeren Ballstafetten gefährlich. Vielmehr generierten sie ihre vielversprechendsten Aktionen aus Ballgewinnen und Pressingsituationen heraus, nach denen es vor allem über Marcus Rashford blitzartig nach vorne ging. Selbst Cristiano Ronaldo, der sonst nur selten durch überbordenden Einsatz gegen den Ball auffällt, lief Craig Dawson und Kurt Zouma, die Innenverteidiger von West Ham, immer wieder mit hohem Tempo an, störte sie und provozierte Ungenauigkeiten, Ballverluste und Befreiungsschläge.

Der Druck der Hausherren wurde immer höher. Zwischen der 30. und 40. Spielminute belagerten sie den Strafraum der Gäste förmlich. In der 38. Spielminute war es dann eine Co-Produktion der bis dahin auffälligsten Spieler. Christian Eriksen kam am rechten Strafraumeck an den Ball, schlenzte ihn gefühlvoll auf den langen Pfosten, wo Marcus Rashford heranrauschte, Thilo Kehrer überflügelte, wuchtig unter die Latte köpfte und das Old Trafford zum Jubeln brachte.

(Photo by OLI SCARFF/AFP via Getty Images)

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Ronaldo ohne Anbindung – West Ham bemüht

David Moyes reagierte offenbar auf die schwache erste Hälfte seines Teams. West Ham jedenfalls rückte gleich nach der Pause weiter vor, lief Manchester United höher an und positionierte sich im Ballbesitz anders. Vor allem die Räume hinter den ersten beiden Pressinglinien der Hausherren wurden immer wieder von den Spielern der Gäste angelaufen und erschwerten den Red Devils den Zugriff. West Ham wurde aktiver, wirklich gefährliche Torchancen kreierten sie aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte nicht.

Die Zweikämpfe der Partie wurden zwar intensiv geführt, immer wieder wälzten sich Spieler beider Teams über den Rasen, trotzdem fanden die meisten Ballaktionen in ungefährlichen Zonen, im Mittelfeld oder auf dem Flügel, statt. Später in der zweiten Halbzeit war es auch wieder Manchester United, die mehr Wucht und Gefahr entwickeln konnte. Oftmals mit Steil-Katsch-Kombinationen und anschließenden Tiefenläufen. Nur einer, Cristiano Ronaldo, der wirkte weitgehend wie ein Fremdkörper im Offensivspiel der Red Devils.

In der 82. Spielminute kam es zur bis dahin größten West-Ham-Chance des Spiels. Im zweiten Versuch kam der Ball nach einem Eckball zu Kurt Zouma, der präzise in Richtung der linken Torecke köpfte. Davide De Gea musste sich ganze lang machen, um den Ball zu einer erneuten Ecke zu klären. Das Old Trafford hielt Kollektiv den Atem an. West Ham löste die defensive Ordnung immer weiter auf, weswegen Manchester immer mehr Platz bekam. Fred köpfte noch gegen den rechten Pfosten, bevor Declan Rice in der letzten Spielminute den Ausgleich auf dem Fuß hatte, aber Davide De Gea erneut spektakulär parierte. Ein weiteres Tor fiel nicht.

Wenig glanzvoll, aber mit Leidenschaft und intensiver Zweikampfführung verteidigte Manchester United die drei Punkte und arbeitet sich nach dem verkorksten Saisonstart Schritt für Schritt in den vorderen Bereich der Tabelle. Bei West Ham United hingegen richtet sich der Blick trotz einer engagierten, aber weitgehend glücklosen Leistung in Richtung Tabellenkeller, denn der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen schmilzt immer weiter zusammen.

 

(Photo by OLI SCARFF/AFP via Getty Images)

 

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