Die Entwicklung der Tottenham Hotspur unter Thomas Frank schreitet kaum voran, was auch dem Trainer zu schaffen macht.
Der im Sommer als Hoffnungsträger aus Brentford gekommene Frank steht nach ordentlichem Start schwer in der Kritik. Neben der mäßigen Punkteausbeute stören sich die Fans vor allem an der unattraktiven Spielweise ihres Teams. Erst am Neujahrstag legten die Spurs an der alten Wirkungsstätte ihres Cheftrainers einen höchst uninspirierten Auftritt hin und kamen nicht über ein torloses Remis hinaus.
Mitgereiste Anhänger skandierten schon während des Spiels Gesänge wie: „Boring, boring Tottenham“. Die Spurs befinden sich vor dem schwierigen Heimspiel gegen den starken Aufsteiger Sunderland nur auf Rang zwölf. Angesprochen darauf, ob er zurzeit Freude an seiner Aufgabe habe, sagte Frank (via Guardian): „Wenn man eine große, große Veränderung vornehmen muss und es nicht reibungslos und schwierig ist, ist es wahrscheinlich schwer, Spaß daran zu haben.“
Tottenham will im Winter nachlegen
Allerdings haderte nicht weiter, sondern verglich seine Arbeit im Norden Londons mit einem Marathonlauf: „Wenn ich hart laufe, genieße ich diesen Moment nicht, aber ich weiß, dass ich den Kopf unten halten und hart laufen muss, um es durchzustehen. Wir befinden uns in einer Situation, in der man hart laufen muss, um dabei zu bleiben. Wenn wir auf diese Phase oder vielleicht auf dieses erste Jahr zurückblicken, in dem es schwierig war, werden wir denken: ‚Was für eine Lernerfahrung, was für eine Erfahrung, das hat uns für die Zukunft so viel besser gemacht.“
Derzeit jedoch könne der Däne sein Tätigkeit bei den Tottenham Hotspur jedoch nicht genießen. Dennoch betonte er: Aber wenn ich mich davon distanziere und nach unten schaue, denke ich: ‚Was für ein Privileg, in einer Zeit des großen Wandels für diesen fantastischen Verein verantwortlich zu sein.‘ Es ist definitiv ein Marathon, und es scheint definitiv eine der schwereren Etappen zu sein, die ich gerade durchlaufe, aber ich halte den Kopf unten und mache weiter.“

Darüber hinaus leidet der mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattete Frank unter Verletzungsproblemen. Gleich mehrere Leistungsträger fallen langfristig aus. „Als ich hier anfing, hätte ich nicht erwartet, dass Solanke und Maddison sieben Monate ausfallen würden oder dass Kulusevski nicht bereit sein würde“, so der Coach, der das frisch eröffnete Transferfenster unbedingt nutzen will, um die Mannschaft zu verstärken. Besonders auf den Offensivpositionen soll auch angesichts der Ausfälle nachgelegt werden, sodass Frank mit den Spurs den Zuschauern wieder wesentlich mehr Freude bereitet.

