Der FC Chelsea spielte am heutigen Samstag im FA Cup auswärts bei Wrexham. Für die Blues sollte das Spiel beim Zweitligisten eine Pflichtaufgabe werden.
Und es war ein besonderes Spiel. Im November 2020 kauften der kanadische Schauspieler Ryan Reynolds und der US-amerikanische Schauspieler Rob McElhenney über die RR McReynolds Company LLC den Verein.
Die Dokumentationsserie Welcome to Wrexham des US-amerikanischen Pay-TV-Fernsehsenders FX beleuchtet den Verein und sein Umfeld seit der Übernahme durch Reynolds und McElhenney. Deswegen ist Wrexham auch ein Team, das irgendwie besonders im Fokus steht.
Wrexham ärgert Chelsea enorm
Rein sportlich läuft es für die Mannschaft sehr ordentlich, in der Championship ist der Aufstieg noch immer möglich, wenn auch eher über die Playoffs. Und deswegen ging der Gastgeber auch mit einer gewissen positiven Grundstimmung in das Duell gegen die Blues. Chelsea hatte von Beginn an direkt erst einmal deutlich mehr Ballbesitz, aber Wrexham verschob gut, spielte defensiv clever und ließ nicht viel zu. Dafür wackelte Chelsea, wenn es mal schnell ging oder der Druck erhöht wurde. Sam Smith erzielte nach 17 Minuten die Führung für die Gastgeber, schockte die Blues.

In der Folge ließ die Elf von Trainer Liam Rosenior den Ball gut laufen. Doch es fehlte das Tempo im offensiven Drittel. Deswegen wurde Wrexham nicht gut auseinander gespielt und die Überraschungsmomente fehlten komplett. Nach knapp 40 Minuten profitierten die Blues dann von einem Eigentor der Gastgeber. Das war extrem wichtig vor der Pause. Und das war auch der Pausenstand.
Auch im zweiten Spielabschnitt war es ein recht unverändertes Bild. Chelsea hatte Probleme, dauerhaften Druck zu entwickeln. Die Blues waren feldüberlegen, aber es reichte nicht für die komplette Dominanz. Wrexham kämpfte um jeden Ball, was durchaus beeindruckend war. Die Hausherren gaben alles, waren gut unterwegs, hatten immer wieder Nadelstiche auf der eigenen Seite.
In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Callum Doyle hat in der 79. Minute für Ekstase gesorgt, denn er traf zum 2:1 für Wrexham, das zwischenzeitlich sogar mehr Chancen hatte. Chelsea antwortete aber prompt in persona Josh Acheampong, der den 2:2-Ausgleich erzielte. Die Blues waren jetzt gut im Spiel und drängten auf die Führung. George Dobson kassierte in der Nachspielzeit noch die rote Karte, Wrexham musste also in der Folge in Unterzahl weiterspielen. In der regulären Spielzeit schafften die Blues zwar nicht mehr den Ausgleich, aber es ging in die Verlängerung und dort war man jetzt natürlich mit einem großen Vorteil gesegnet.
Und das war auch gleich sichtbar. Alejandro Garnacho brachte Chelsea in der Verlängerung in Führung und jetzt hatten die Blues natürlich auch ein Übergewicht bei den Chancen. Es war am Ende knapp, aber Chelsea brachte den Vorsprung nicht nur über die Runden, sondern erzielte in der Nachspielzeit der Verlängerung sogar das 4:2. Torschütze war Joao Pedro.

