Als souveräner Tabellenführer ging Inter in das Spiel gegen Lecce. 20 von 25 Spielen hatten die Nerazzurri vorher gewonnen. Zudem hatten die Gäste auch die beste Offensive in der gesamten Liga und fünfmal nacheinander gewonnen.
Alles sprach also im Vorfeld für den Tabellenführer. Lecce war derweil auf Platz 17 positioniert vor dem Spiel. Die Hausherren hatten immerhin schon sechs Siege auf dem Konto, zwei davon in den letzten beiden Spielen geholt. Deswegen hatte der Außenseiter auch eine breite Brust und wollte versuchen, Inter ein wenig zu ärgern.
Die Chance, die man sich bei Lecce ausrechnete: Unter der Woche verlor Inter in Norwegen bei Bodö/Glimt mit 1:3 in der Champions League. Und in der kommenden Woche steht schon das Rückspiel an. Deswegen war es zumindest denkbar, dass der Titelfavorit ein paar Spieler schont.
Inter löst die Aufgabe bei Lecce
Zu Beginn tat sich Inter sehr schwer gegen Lecce, hatte kaum Möglichkeiten. Die Mannschaft von Trainer Christian Chivu, die tatsächlich vergleichsweise wenig schonte, musste sich gegen einen defensiv gut verschiebenden Gegner etwas einfallen lassen. Mehr als viele Flanken und Schüsse aus der Distanz kamen aber nicht dabei herum. Deswegen ging es mit einem 0:0 in die Pause, das in der Form auch komplett in Ordnung ging.
In der zweiten Halbzeit sah es lange nicht anders aus. Das einzig Positive für Inter: Lecce kam so überhaupt nicht in eigene Gegenangriffe und strahlte kaum Gefahr aus. So konnte man geduldig weiterspielen und auf die Chance hoffen. Nachdem ein Tor nach knapp 55 Minuten abgepfiffen wurde zählte das in der 75. Minute. Henrikh Mkhitaryan war der Torschütze, ihm fiel der Ball kurz vorher direkt vor die Füße.
Das war natürlich wichtig für Inter, weil man jetzt darauf lauern konnte, dass sich Räume öffnen, wenn Lecce in das Risiko geht. Nach 79 Minuten gab es die Chance auf die Erhöhung der Führung, nach 81 Minuten war es dann soweit. Nicht nach einem Konter, sondern nach einem Eckball von Federico Dimarco. Manuel Akanji stieg hoch und köpfte zum 2:0 ein. Das war schließlich auch der Endstand.

