In der italienischen Serie A fand am frühen Sonntagmittag ein Topspiel im Stadio Olimpico statt. Lazio hatte dabei den amtierenden Scudetto-Sieger, nämlich Napoli, zu Gast. Die Laziali, die im oberen Mittelfeld zu finden sind, wollten den Anschluss nach oben halten.
Napoli wollte derweil auf den Milan-Sieg antworten und wieder bis auf einen Punkt an die Rossoneri heranrücken, wohlwissend, dass es gegen die massive Abwehr Lazios eine schwere Aufgabe werden könnte. Die Hausherren hatten vor dem Duell gegen Neapel erst zwölf Gegentore kassiert.
Neapel eiskalt – Randale am Ende
Die gute Organisation der Hausherren war schon in den Anfangsminuten zu erkennen. Neapel hatte viele Ballbesitzmomente, war um Lösungen bemüht, doch die gesamte Mannschaft des Hauptstadtklubs verschob clever und machte die Räume eng. Das machte es schwer, Lücken zu finden. Große Chancen in der Anfangsphase waren deswegen auch Mangelware. Nach 13 Minuten erwischte Neapel die Laziali aber im Tiefschlaf: Nach einer langen Flanke von der rechten Seite kam der Ball zu Leonardo Spinazzola, der per Volley abschloss und die Führung erzielte.
Lazio hatte quasi gar keine Chancen, ließ in der Folge aber auch nicht viel zu. Die Halbstundenmarke war gerade geknackt, da hatte Neapel mal wieder einen Standard. Und schlug zum zweiten Mal eiskalt zu. Ein Rrahmani-Kopfball in die rechte Ecke sorgte für das 2:0. Der Treffer wurde aber noch einmal überprüft, doch das Tor zählte. Heute hatte die Lazio-Abwehr keinen idealen Tag. Nach einem Neres-Antritt und einer Flanke kam Eljif Elmas nach 38 Minuten frei zum Kopfball, traf die Latte. Das 2:0 für Neapel war auch der Halbzeitstand.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war Neapel das bessere Team. Wenn es Flanken in den Strafraum gab, dann wurde es immer interessant. Ein Höjlund-Schuss nach 52 Minuten landete am Außennetz. Lazio versuchte, spielerische Akzente zu setzen, allerdings tat man sich gegen ein aktiv anlaufendes Neapel sehr schwer. Wenn ein Team näher am Tor war, dann waren es die Gäste. Das sorgte für mehr Frust bei Lazio und dieser Frust zeigte sich dann bei der roten Karte von Tijjani Noslin gut zehn Minuten vor dem Ende.
In der 88. Minute kochten die Emotionen dann über. Nach einem handelsüblichen Foul gab es eine Rudelbildung, bei der vor allem Adam Marusic von Lazio und Pasquale Mazzocchi von Neapel involviert waren. Beide griffen dem jeweils anderen Spieler an den Kragen, es gab eine Schubserei und nur kurz bevor es alles in eine Prügelei ausartete, griff der Schiedsrichter durch und zeigte zwei rote Karten. Schließlich hatte der Schiedsrichter auch genug und beendete das Spiel.

