Die Krise bei Juventus spitzt sich immer weiter zu. Der Stuhl von Trainer Luciano Spalletti wackelt inzwischen bedenklich.
Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, könnte der Italiener bei der Alten Dame schon in wenigen Tagen wieder Geschichte sein. Die Spiele gegen Galatasaray in der Champions League und gegen die Roma in der Serie A sollen demnach über die Zukunft des früheren italienischen Nationaltrainers entscheiden.
Gerade in der Königsklasse droht Spalletti allerdings ein Kampf gegen Windmühlen. Nach dem 2:5 im Hinspiel ist das Aus in den Play-offs so gut wie besiegelt. Vor heimischer Kulisse brauchen die Bianconeri gegen den türkischen Top-Klub am Mittwochabend ein Wunder, um doch noch ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen.
Juventus vor entscheidender Woche: Endspiel für Spalletti?
Wo dieses Wunder herkommen soll, ist allerdings fraglich. Seit fünf Spielen haben die Turiner nicht mehr gewonnen, gingen dabei viermal als Verlierer vom Feld. Am Wochenende setzte es zuhause gegen Como den nächsten Tiefpunkt, als man dem Gegner beim 0:2 mit individuellen Aussetzern den Sieg quasi schenkte.
In der Serie A liegt der Rekordmeister derzeit nur auf dem fünften Platz und muss einen Rückstand von vier Punkten auf den kommenden Gegner, die Roma aufholen, um sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Sollte das direkte Duell nicht gewonnen werden, dürften in Turin endgültig alle Alarmglocken schrillen.

Sollte Spalletti tatsächlich gehen müssen, müsste Juventus bereits zum zweiten Mal binnen weniger Monate einen neuen Trainer finden. Zu Saisonbeginn saß noch der heutige Tottenham-Coach Igor Tudor auf der Bank, der Kroate musste jedoch Ende Oktober gehen. Spalletti übernahm und gewann seitdem 13 von 25 Spielen mit der Alten Dame.
Spielerisch konnte Juve nicht immer überzeugen, die Ergebnisse stimmten jedoch zunächst. Erst Ende Januar geriet das Team ins Schlittern und rutschte im Februar immer tiefer in die Krise. Nun könnte Spalletti ausgerechnet die Roma zum Verhängnis werden. Der Klub, den er von 2005 bis 2009 und von 2016 bis 2017 in über 300 Spielen betreute.

