Die Formkurve zeigt bei Rafael Leao wieder nach oben. Ein Abschied aus Mailand ist derzeit kein Thema mehr für den Stürmer.
Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, gilt der volle Fokus des Portugiesen mittlerweile wieder Milan. Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen um einen Verkauf des Nationalspielers gegeben, auch weil Leao nicht mehr an seine Top-Leistungen anknüpfen konnte. Unter Trainer Massimiliano Allegri wird der 26-Jährige derzeit meist als Mittelstürmer eingesetzt und blüht in der Rolle nach einer längeren Eingewöhnungsphase auf.
Gegen Cremonense gelang Leao sein neuntes Saisontor, damit hat er seine Ausbeute aus der vergangenen Spielzeit bereits übertroffen. Nach der Partie ließ er keinen Zweifel daran aufkommen, dass er mit ganzem Herzen bei der Sache ist und blickte bereits auf das anstehende Derby. „Ich fordere meine Teamkollegen auf, alles zu geben und das Spiel persönlich zu nehmen, denn es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel“, schlug Leao ungewohnt deutliche Töne an.
Nach Maignan: Milan will auch Leao binden
Milan möchte seinen Star-Angreifer über 2028 hinaus an den Verein binden, erste Gespräche mit dem Management des portugiesischen Nationalspielers haben bereits stattgefunden. Im Raum steht eine Verlängerung bis 2030. Mit einer kurzfristigen Entscheidung ist allerdings nicht zu rechnen. Mit Mike Maignan hat erst vor wenigen Wochen ein Leistungsträger seinen Vertrag in der Modestadt verlängert, Leao soll der nächste Schlüsselspieler sein, der sich langfristig dem Projekt bei Milan widmet.
Leao läuft bereits seit 2019 für die Rossoneri auf, damals ließ sich der italienische Traditionsverein die Dienste des Top-Talents vom Lille OSC rund 50 Millionen Euro kosten. Seitdem stand der schnelle Offensivallrounder in 282 Pflichtspielen für die AC Milan auf dem Rasen, dabei gelangen ihm 80 Tore und 64 Vorlagen. Seine stärkste Phase erlebte er in der Saison 2021/2022, als er mit den Mailändern den Scudetto gewann und obendrein zum besten Spieler der Serie A gewählt wurde.

In der laufenden Spielzeit stehen die Rossoneri derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz, liegen allerdings bereits zehn Punkte hinter Stadtrivale Inter. Zwar verlor die Allegri-Elf erst zwei Partien, neun Unentschieden haben das Team im Titelrennen jedoch empfindlich zurückgeworfen.

