Min-jae Kim konnte die in ihn gesetzten Erwartungen beim FC Bayern nie vollständig erfüllen und könnte eine Luftveränderung anstreben.
Beim deutschen Rekordmeister gibt es für ihn zurzeit kaum ein Vorbeikommen an dem im Sommer aus Leverkusen gekommenen Jonathan Tah und sich hervorragend entwickelnden Dayot Upamecano. In Italien genießt der Innenverteidiger derweil ein sehr hohes Ansehen. Vor seinem Wechsel zum FC Bayern München lief er eine Saison für die SSC Napoli auf, gewann den Scudetto und ragte dabei als Abwehrchef heraus.
Wie die größte italienische Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ berichtete, bemüht sich nun ein anderer Titelaspirant um Kim. Die AC Milan – vor dem 19. Spieltag nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Inter liegend – wolle ihn verpflichten. Doch ein Wintertransfer gestaltet sich schwierig. So müsste sich der FC Bayern selbst bei einer Leihe am Gehalt beteiligen. Die komplette – pro Saison definitiv im zweistelligen Millionenbereich liegende – Summe sei für die Rossoneri deutlich zu hoch.
Kim wird beim FC Bayern gebraucht
Abgesehen vom finanziellen Aspekt spielt auch die sportliche Situation ein zentrale Rolle. Denn der das Testspiel in Salzburg verletzungsbedingt verpassende Kim ist fest als Innenverteidiger Nummer drei eingeplant und kam in der Hinserie in immerhin 17 von 25 Pflichtspielen zum Einsatz. Im Winter wird ihn der FC Bayern daher kaum ziehen lassen – auch wenn sich der lange ausgefallene Hiroki Ito allmählich wieder in der Mannschaft etabliert.

Mit Blick auf das intensiv kommende Halbjahr, in dem die Münchener um drei Titel spielen, werden sie keinen Spieler abgeben, der regelmäßiger zum Einsatz kommt. Lediglich der selten berücksichtigte Sacha Boey könnte in den nächsten Wochen noch gehen. Die AC Milan wird daher im Sommer einen neuen Anlauf starten müssen, wenn sich die eigene finanzielle Lage durch eine Champions-League-Qualifikation verbessert hat und bei Kim die Karten neu gemischt werden.
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