Juventus wappnet sich während einer durchwachsenen Saison für die Zukunft. Der Kapitän soll langfristig an Bord bleiben.
Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, soll Manuel Locatelli in Kürze einen neuen Vertrag bei den Bianconeri unterschreiben. Der aktuelle Kontrakt des Nationalspielers läuft zwar ohnehin noch bis 2028, soll aber vorzeitig bis 2030 verlängert werden. Unter Trainer Luciano Spalletti ist der Mittelfeldspieler gesetzt und soll in den kommenden Jahren ein prägendes Gesicht beim italienischen Rekordmeister werden.
Dass Locatelli ausgerechnet unter Spalletti wieder aufblüht, haben zu Beginn die wenigsten für möglich gehalten. Um das Verhältnis zwischen den beiden gab es immer wieder Spekulationen, nachdem Spalletti Locatelli 2024 als Nationaltrainer nicht für die EM in Deutschland nominiert hatte. Die Fragezeichen sind inzwischen längst vergessen, der Trainer baut voll auf den Spielmacher.
Trotz Locatelli-Aufschwung: Juventus läuft Erwartungen hinterher
Nach der langfristigen Vertragsverlängerung von Weston McKennie, dessen Leistung unter dem ehemaligen Napoli-Coach ebenfalls explodiert ist, wäre eine Locatelli-Unterschrift der zweite wichtige Coup für Juventus binnen weniger Tage. Der 28-jährige Italiener machte nie einen Hehl daraus, dass die „Vecchia Signora“ sein Traumverein ist.
2021 erfüllte Juventus dem frisch gebackenen Europameister diesen Traum und verpflichtete Locatelli zunächst auf Leihbasis von Sassuolo. Zwei Jahre später zahlte der Traditionsklub 36 Millionen Euro, um den Sechser dauerhaft unter Vertrag zu nehmen. Seit 2021 stand Locatelli in 219 Pflichtspielen für Juve auf dem Rasen und erzielte dabei neun Tore. 2024 gewann er mit den Turinern die Coppa Italia.

Obwohl unter Spalletti Akteure wie Locatelli, McKennie oder auch Dusan Vlahovic zu alter Stärke fanden, verläuft die Saison für Juventus weiterhin wechselhaft. In der Champions League musste der ambitionierte Top-Klub bereits in der Zwischenrunde gegen Galatasaray die Segel streichen, auch im Pokal ist man schon aus dem Rennen. In der Serie A liegen die Bianconeri nach vier sieglosen Spielen nur noch auf dem sechsten Tabellenplatz und drohen, die Champions-League-Ränge aus den Augen zu verlieren.

