Serie A | Neapel beendet Inter-Siegesserie

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News | Zum Abschluss des 31.Spieltags der Serie A empfing die SSC Neapel den Spitzenreiter Inter Mailand. Nach wechselhaften 94 Minuten stand ein 1:1 zu Buche, mit dem alle Beteiligten leben konnten.

Inter trifft zweimal das Aluminium und liegt zurück

Das 156.Duell der beiden Traditionsvereine begann verhalten. Ein erster Aufreger ereignete sich in der elften Minute, als Nicolo Barella im eigenen Strafraum Lorenzo Insigne zu Fall brachte. Schiedsrichter Daniele Doveri verzichtete jedoch auf einen Elfmeterpfiff, was zu vertreten war. Ohnehin verzeichnete Neapel in der Anfangsphase die höherem Spielanteile. Erstmals geprüft wird Samir Handanovic in Minute 18, doch der Versuch von Fabian Ruiz stellte kein Problem dar. Auf der Gegenseite köpfte Stefan de Vrij infolge eines Freistoßes von Christian Eriksen letztlich deutlich über das SSC-Gehäuse (22.). Ansonsten tat sich Inter sehr schwer gegen hoch anlaufende Gastgeber. In der 27.Minute überspielten sie das Pressing. Direkt ergab sich eine hochkarätige Gelegenheit, allerdings agierte Matteo Darmian zu uneigennützig und verpasste den Abschluss.

Keine 120 Sekunden waren die Mailänder der Führung ganz nahe, nachdem Romelu Lukaku einen Schuss von Marcelo Brozovic mit dem rechten Fuß an die Latte abfälschte. Aber ins eigene Tor trafen die Gäste. Handanovic fing eine halbhohe Flanke von Insigne zunächst ab, kollidierte dann mit de Vrij und ließ den Ball fallen, sodass er ins Netz kullerte – 1:0 (36.). Inter blieb in der 39.Minute vom Pech verfolgt. Denn einen scharf getretenen Eriksen-Freistoß lenkte Lukaku an den Pfosten. Somit nahm der über weite Strecken zu wenig investierende Tabellenführer einen unglücklichen Rückstand mit in die Katakomben des Stadio Diego Armando Maradona.

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Photo: Andrea Staccioli / Insidefoto andreaxstaccioli

Eriksen gleicht für Inter aus – Auch Neapel scheitert am Gebälk

Die Nerazzurri knüpfte nach dem Seitenwechsel an die aktivere Vorstellung aus den letzten Minuten des ersten Abschnitts an. In der 55.Minute blockte Kostas Manolas eine Flanke in den Rückraum zu Eriksen, der aus 18 Metern sofort abzog und das Spielgerät mit Wucht sowie Präzision zum Ausgleich ins rechte Eck beförderte. Die SSC verkraftete den Gegentreffer und schnupperte nach 64 Minuten an der neuerlichen Führung. Matteo Politanos Freistoß verlängerte Giovanni Di Lorenzo an den zweiten Pfosten, wo Mario Ruiz nur haarscharf am Ball vorbei rauschte. Insgesamt plätscherte die zweite Hälfte jedoch ohne große Höhepunkte vor sich hin. Die letzte Zielstrebigkeit fehlte den Protagonisten. 80 Minuten waren schon vorüber, als Politano es aus spitzem Winkel probierte und den Querbalken traf. Handanovic war zuvor noch leicht mit seinen Fingern am Ball gewesen.

Kurz darauf lief der Unparteiische an den Spielfeldrand zum Bildschirm, um sich einen rustikale aber ballorientierte Grätsche von de Vrij gegen Piotr Zielinski anzuschauen. Erneut entschied er sich gegen einen Strafstoß und lag damit richtig (82.). Es war die letzte nennenswerte Szene, weshalb das 1:1 auf der Anzeigetafel bis zum Ende der Begegnung Bestand hatte. Neapel gelang es daher nicht zu Juventus, das heute Nachmittag in Bergamo verlor, aufzuschließen. Als Tabellenfünfter geht es am Donnerstag ins Auswärtsspiel zum Tabellennachbarn Lazio Rom. Inter muss das Ende der 11 Spiele andauernden Siegesserie hinnehmen. Der Vorsprung auf den Stadtrivalen AC Milan beträgt immer noch neun Punkte. Mittwoch gastiert die Nerazzurri beim Aufsteiger Spezia.

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Photo: Imago/ Alessandro Garofalo/LaPresse

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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