Von Handanovic über Kessie bis Lukaku: Die Elf der Saison in der Serie A

Serie A Elf der Saison
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Die Saison 2020/21 in der italienischen Serie A ist vorbei. Teil dieser Saison waren einige herausragende Leistungen, viele Spieler haben eine brillante Saison hinter sich. Nun ist es an der Zeit, die Elf der Saison der Serie A zu krönen. 

Traditionell ist es schwierig, sich auf elf Spieler festzulegen, weil viele Akteure eine Nominierung verdient hätten. Deswegen nominieren wir traditionell auch noch eine „Bank“, um weitere starke Leistungen zu würdigen. 

Tor: Samir Handanovic (Inter)

Auch mit 36 Jahren gehört Samir Handanovic noch immer zur Elite der Torhüter. In 37 von 38 Spielen in der Serie A stand der Slowene, der schon seit 2012 für Inter spielt, auf dem Feld. 15-mal gelang es ihm, die „weiße Weste“ zu behalten. Darüber hinaus war er stets ein sicherer Rückhalt, dirigierte seine Vorderleute und vereinte starke Paraden auf der Linie mit einer guten Strafraumbeherrschung. 

Abwehr rechts: Achraf Hakimi (Inter)

Achraf Hakimi (22) spielt bei Inter nicht wirklich als Verteidiger, sondern fungiert als Wingback auf der rechten Seite. Die Position vor der Dreierkette ist aber derart vielschichtig, dass Hakimi sowohl mit Defensiv- als auch mit Offensivaufgaben konfrontiert wird. Der offensive Part ist mit sieben Toren und neun Vorlagen in 37 Pflichtspielen schlicht überragend. Und auch defensiv hat der in Dortmund zuweilen noch etwas lässige und wackelige Marokkaner zugelegt. 

Serie A

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Innenverteidigung: Cristian Romero (Atalanta) & Alessandro Bastoni (Inter)

Atalanta BC ist primär für seine gute Offensive und die sehr aggressive Herangehensweise bekannt. Doch auch in der Defensive finden sich sehr starke Spieler. Einer davon ist Cristian Romero (23). Zu Saisonbeginn kam er per Zweijahresleihe von Juventus zu „La Dea“ und überzeugte sofort. Romero verteidigt kompromisslos, behält auch in Unterzahl- oder Gleichzahlsituationen stets den Überblick und versucht mit seinem Aufbauspiel die Angriffe der eigenen Mannschaften frühzeitig zu initiieren und so genau wie möglich vorzubereiten. Und sein Potenzial hat er noch nicht einmal vollends ausgeschöpft.

Das gilt auch für Alessandro Bastoni (22). Der Verteidiger von Inter hievte sich in der abgelaufenen Saison auf ein extrem hohes Niveau. Bastoni vereint alles, was einen guten Verteidiger ausmacht. Er ist antrittsstark, spielt sehr vorausschauend, verfügt über ein gutes Stellungsspiel und kann sich auch in Luftzweikämpfen behaupten. Hinzu kommt sein fantastischer Spielaufbau. In Erinnerung bleibt vor allem sein brillanter Pass beim 2:0-Sieg gegen Juventus, der nicht nur ganz Italien verzückte.

Abwehr links: Theo Hernandez (AC Milan)

Seit 2019 spielt Theo Hernandez (23) mittlerweile für Milan. Der Linksverteidiger wechselte seinerzeit von Real Madrid zu den Rossoneri und hat sich schnell als feste Größe etabliert. Den Franzosen zeichnet vor allem seine gute Balance aus. Defensiv ist er ein wichtiger Faktor, nach vorne mit seiner Dynamik nur schwer aufzuhalten. 33 Spiele in der Liga und starke 13 Torbeteiligungen sprechen für sich. Hernandez hat eine sehr gute Saison hinter sich und war der beste Linksverteidiger der Liga. 

Mittelfeld defensiv: Franck Kessie (Milan) & Nicolo Barella (Inter)

Ein Teamkollege von Theo Hernandez, Franck Kessie (24), hat es ebenfalls in die Elf der Saison geschafft. Der Ivorer zog die Fäden im Mittelfeld von Milan und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Rossoneri am Ende in die Champions League einziehen konnten. Seit 2019 spielt Kessie für Milan, seitdem geht seine Entwicklung nur in eine Richtung. Hinzu kommt, dass er auch noch ein sehr guter Elfmeterschütze ist und 13 Saisontore auf dem Konto hat. 

Kessie BArella Serie A

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Komplettiert wird die Schaltzentrale im Mittelfeldzentrum von Nicolo Barella (24) von Stadtrivale und Meister Inter. Der 24-Jährige war eine verlässliche Größe beim besten Team der Serie A. Barella spielt auf einem extrem hohen Niveau und hat sein Spiel derart verbessert, dass er kaum noch signifikante Fehler macht. Er ist ein Spieler, der es versteht, offensiv Räume zu bespielen und defensiv eben jene Räume zuzulaufen. Darüber hinaus ist er technisch versiert und verfügt über ein starkes Passspiel. Knapp 3000 Einsatzminuten sammelte er in der Liga.

Mittelfeld offensiv: Ruslan Malinovskyi (Atalanta)

Im offensiven Mittelfeld gab es in dieser Saison eine große Auswahl an sehr guten Spielern. Ruslan Malinovskyi (28) von Atalanta beeindruckte aber mit einer enormen Effizienz und einer sehr guten Leistungssteigerung. Denn zur Wahrheit gehört, dass der Ukrainer nicht auf dem Niveau in die Saison startete, auf dem er sie beendete. Der Mann mit dem überragenden Linksschuss stand am Saisonende bei acht Toren und zwölf Vorlagen in nur knapp 2000 Spielminuten. Malinovskyi hatte einen sehr großen Anteil an der Qualifikation von Atalanta für die Champions League.

Angriff: Cristiano Ronaldo (Juventus), Lorenzo Insigne (Napoli) & Romelu Lukaku (Inter)

Auch mit 36 Jahren spielt Cristiano Ronaldo noch immer auf hohem Niveau. Der Portugiese schaffte auch in einer für Juventus sehr schwierigen Saison 2020/21 eine gute Torquote hinzulegen. In 33 Spielen in der Serie A stand er auf dem Platz, alle 97 Minuten konnte er einen Treffer erzielen. Mit 29 Toren war er erstmals der beste Schütze in der gesamten Liga. 

Schon seit 2010 spielt Lorenzo Insigne (29) für die SSC Neapel. Der Offensivspieler hat sich bei den Partenopei mittlerweile zu einer Legende entwickelt. Und die Saison 2020/21 war eine der besseren von Insigne. Mit 19 Toren und sieben Torvorlagen hatte Insigne einen großen Anteil daran, dass sein Verein bis zum Schluss gute Chancen auf die Champions League hatte. 

Eine gute Saison spielte auch Romelu Lukaku (28) für Meister Inter. Gemeinsam mit Sturmpartner Lautaro Martinez (23) sorgte er bei den gegnerischen Defensivreihen für Verzweiflung. Lukaku vereint enorm viele Qualitäten. Er bringt eine immense Wucht im Spiel nach vorne mit, ist durchsetzungsstark, sehr spielintelligent und einmal in Fahrt ist der Belgier kaum aufzuhalten. 24 Saisontore sprechen für sich. Lukaku war ein ständiger Unruheherd, der sich noch einmal verbesserte und einen maßgeblichen Anteil an der Meisterschaft von Inter hatte.

 

Serie A Elf der Saison: Die Bank mit Cragno, Gosens und Mkhitaryan

Wenn ein Torhüter von Cagliari Calcio für die italienische Nationalmannschaft nominiert wird, hat das durchaus Aussagekraft. Alessio Cragno (26) wird nach einer starken Saison auch von uns nominiert – für die Bank der Elf des Jahres. Eine sehr gute Saison hat auch Davide Calabria (24) von Milan hinter sich. Der Rechtsverteidiger war eine stabile Größe bei den Rossoneri und verteidigte vor allem sehr gut. Auch Mathijs de Ligt (21) zeigte sich im Laufe der Saison durchaus auf hohem Niveau. Der Niederländer machte einen wichtigen Schritt in Richtung des Leistungsniveaus, das man sich bei Juventus von ihm erhofft. 

Über Robin Gosens (26), Wingback auf der linken Seite bei Atalanta, muss nicht mehr viel gesagt werden. Elf Tore, sechs Vorlagen, ein enormer Zug zum Tor: Seine Saison war erneut sehr gut. Manuel Locatelli (23) war im Mittelfeldzentrum von Sassuolo indes einer der Garanten für eine fantastische Saison und Platz acht. Ebenfalls im Mittelfeld überzeugen konnte Piotr Zielinski (27). Das Bindeglied im Neapel-Mittelfeld sammelte starke 19 Torbeteiligungen. 

Auch im Offensivbereich gab es viel Auswahl. Federico Chiesa (23) wurde im Verlauf der Saison immer besser, immer spielfreudiger und immer wichtiger und sammelte am Ende 18 direkte Scorerpunkte. Ebenfalls nicht zu vergessen ist Henrikh Mkhitaryan (32). Der Armenier in Diensten der Roma war trotz einer ausbaufähigen Mannschaftsleistung mit 24 Torbeteiligungen sehr gut unterwegs. Nicht weniger beeindruckend war Atalanta-Stümer Luis Muriel (30), der häufig als Joker eingesetzt wurde und trotzdem 22-mal traf – in nur 1433 Minuten. 

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Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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