Nur ein halbes Jahr lief Noa Lang für die SSC Napoli auf. Nach seinem Wechsel zu Galatasaray äußerte er sich nun über Ex-Trainer Antonio Conte.
Am Coach der Partenopei ließ der Niederländer kaum ein gutes Haar. „Warum ich wegwollte? Das versteht sich wohl von selbst, denke ich“, spielte Lang bei ESPN auf Conte an: „Wie soll ich es normal ausdrücken? Ich habe mich mit dem Trainer nicht verstanden. Belassen wir es dabei.“
Der Flügelspieler, der Zeit seiner Karriere immer wieder mit gewagten Aussagen aufgefallen ist, beließ es jedoch selbst nicht dabei und holte weiter gegen seinen ehemaligen Trainer aus. „Man muss fair behandelt werden und dieses Gefühl hatte ich überhaupt nicht. Zuerst wollte ich kämpfen und dachte, ich würde bleiben. Aber im Sommer steht eine Weltmeisterschaft an. Diese Entscheidung war also vor allem darauf ausgerichtet“, führte Lang aus, wieso er sich nach einem halben Jahr in der Serie A mit Kaufoption zu Galatasaray verleihen ließ.
Lang und Conte gerieten schon im Oktober aneinander
Das Verhältnis zu Conte galt schnell als unterkühlt, schon im Oktober monierte Lang, dass er bisher nur einmal mit dem Trainer gesprochen habe und zu wenig Einsatzzeiten bekomme. „Lang hat die gesamte Vorbereitung mit uns absolviert und einige Spiele gemacht, aber er war nie in der Startelf. Noa muss arbeiten und er wird auf den Platz gehen, wenn ich es entscheide“, entgegnete der 56-Jährige damals: „Andernfalls bleibt er auf der Bank.“

Dort blieb der 15-fache Nationalspieler auch meist, erst ab Ende November durfte er hin und wieder von Beginn an ran. Zu wenig für den 26-Jährigen, der seinen Platz im WM-Kader der Elftal nicht gefährden wollte. „Neun von zehn Leuten wollten auch nicht, dass ich gehe. Ich habe mich gut ins Team eingefügt, ich habe jeden Tag gut trainiert und in den Minuten, die ich bekam, wurde schlecht über mich geredet“, monierte der frühere PSV-Profi: „In diesem Spielstil habe ich mich gut geschlagen. Zumindest finde ich das.“ Bei Galatasaray will der Stürmer nun wieder heimisch werden, durfte bei seinem Debüt gegen Kayserispor auch gleich von Beginn an ran.

