Super League | Klage: Juventus-Präsident Agnelli sagt Uefa den Kampf an

3. März 2022 | Global News | BY Marc Schwitzky

News | Der Präsident von Juventus, Andrea Agnelli, will weiter verbissen für die Einführung der Super League kämpfen. Er glaubt nach wie vor an den Wettbewerb und will sich dafür mit der Uefa anlegen.

Super League: Klage vor Europäischem Gerichtshof wird vorbereitet

Die Pläne für die Super League schienen bereits lange verworfen zu sein, doch Juventus-Präsident Andrea Agnelli (46) hält weiter an ihnen fest. Juventus sowie Real Madrid und Barcelona unterstützen die Super League, die im April letzten Jahres ein kurzes, zum Scheitern verurteiltes Dasein fristete, nach wie vor. Sie verklagen nun laut The Telegraph die Uefa vor dem Europäischen Gerichtshof. Die drei Vereine behaupten, dass die Uefa ein Monopol auf die Organisation europäischer Wettbewerbe habe und dass das Gericht bei der Verhandlung des Falles, die voraussichtlich noch in diesem Jahr oder Anfang 2023 stattfinden wird, zugunsten der Super League entscheiden würde.

In der Zwischenzeit wollen die drei Vereine, dass der Vorschlag, die Super League solle 15 ständige Mitglieder haben – der bei ihrer Einführung die größte Kritik hervorrief – aus den künftigen Plänen gestrichen wird. Allerdings ist es für Agnelli problematisch, dies öffentlich zu sagen, da die von den Mitgliedern der Super League gegründete juristische Einheit immer noch aus den neun Vereinen besteht, die inzwischen ihren Austritt signalisiert haben. Aus rechtlicher Sicht müssten die sechs Premier-League-Mitglieder sowie die anderen Gründungsmitglieder Atletico Madrid, Inter Mailand und AC Mailand einer solchen Änderung zustimmen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben die sechs Premier-League-Vereine nicht die Absicht, zu dem Vorschlag der Super League zurückzukehren, der solch große Fanproteste nach sich zog.

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Agnelli wird auf dem FT Business of Sport Summit in London eine Rede halten. Der Präsident von Juventus und seine Amtskollegen bei Real Madrid und Barcelona, die Präsidenten Florentino Perez (74) und Joan Laporta (59), versuchen, die Artikel 49 und 51 der Uefa-Statuten nach europäischem Recht für illegal zu erklären. Diese Artikel geben der Uefa die „alleinige Zuständigkeit“ für die Organisation von Wettbewerben in Europa zwischen Vereinen, die nationalen Verbänden angeschlossen sind, und verbieten „Kombinationen oder Allianzen“ zwischen Vereinen ohne Genehmigung der Uefa.

(Photo by MIGUEL MEDINA/AFP via Getty Images)

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.