Verabschiedet sich Fabio Silva nach einem halben Jahr schon wieder aus Dortmund? Sportdirektor Sebastian Kehl reagierte deutlich auf die Gerüchte.
„Es gibt gerade kein Szenario, in dem wir Fabio abgeben wollen“, sagte der BVB-Funktionär im Trainingslager gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa und fügte an: „Das weiß der Spieler, das weiß auch sein Berater.“ Zuletzt kamen immer wieder Gerüchte auf, die den Portugiesen mit einem Winterwechsel in Verbindung brachten.
Silva war erst im Sommer für 22 Millionen Euro aus Wolverhampton gekommen, tat sich aber in seinen ersten Monaten beim BVB schwer und war zwischenzeitlich mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden. Erst erschwerte eine Verletzung die Eingewöhnung, dann brauchte der Angreifer Zeit, um sich im System der Schwarz-Gelben zurechtzufinden. Zuletzt ging der Trend jedoch in die richtige Richtung, auch wenn Silvas Torquote weiterhin mau ist. Nur in der Champions League gegen Kopenhagen traf der einmalige Nationalspieler bisher.
Auch der Torjäger kriselt: Silva soll Guirassy Druck machen
„Es ist schön, dass sich andere Klubs grundsätzlich für unsere Spieler interessieren“, fuhr Kehl fort und erklärte, wieso ein Transfer nicht infrage kommt: „Aber wenn wir ihn abgeben würden, bräuchten wir Ersatz, der wiederum benötigt Eingewöhnungszeit. Da stellt sich für mich die Frage: Wo ist der Mehrwert? Das macht ja keinen Sinn.“

In der Rückrunde soll Silva nun den nächsten Schritt machen und den Druck auf Stammangreifer Serhou Guirassy erhöhen, der zuletzt in der Krise steckte. „Wir hoffen natürlich, dass er seinen Flow wieder aufnimmt.“ Serhou ist mit seiner bisherigen Saison aber garantiert auch nicht zu 100 Prozent zufrieden“, so Kehl über den Guineer: „Ich habe ihn im Trainingslager unglaublich fokussiert erlebt, er hat was vor in diesem Jahr. Ich glaube auch, dass er sich über die Feiertage ein paar Gedanken gemacht hat und dass er sich zeigen und wieder wichtiger werden wird für die Mannschaft – so wie in der vergangenen Saison.“

