Karim Coulibaly ist eine der wenigen positiven Überraschungen bei Werder Bremen. Der junge Verteidiger weckt Interesse.
Während die Grün-Weißen um den Klassenerhalt kämpfen, bringen sich zahlungskräftige Abnehmer für das Abwehrtalent so langsam in Stellung. Laut einem Bericht des kicker sind sich Geschäftsführer Clemens Fritz und Coulibalys Berater Nochi Hamasor seit einem geheimen Treffen bereits einig, dass der 18-Jährige im Sommer den nächsten Schritt gehen soll. Besonders in der Premier League soll es einen großen Markt für den Juniorennationalspieler geben, dessen Marktwert auf 20 Millionen Euro geschätzt wird.
In dem Fall dürfte sich der SV Werder Hoffnungen auf eine Ablöse jenseits der 40 Millionen Euro machen. Allerdings nur, wenn die Mannschaft von Daniel Thioune in der Bundesliga bleibt. Ein Abstieg würde die Verhandlungsposition erheblich schwächen, den Bremern würde dann wohl viele Millionen Euro entgehen.
Im Abstiegskampf: Coulibaly fehlt Werder verletzt
Coulibaly wechselte 2024 aus der Jugend des Hamburger SV an die Weser und schaffte in der Frühphase der laufenden Saison unter dem damaligen Trainer Horst Steffen den Sprung in den Profikader und zum Stammspieler. Unvergessen ist sein Startelfdebüt gegen Bayer 04 Leverkusen, als dem Youngster erst ein schlimmer Fehler zum 0:1 unterlief, er seiner Mannschaft dann aber in der Schlussphase trotz langer Unterzahl noch einen Punkt rettete.

Zuletzt fiel das Top-Talent mit einem Muskelfaserriss aus und wurde schmerzlich vermisst. Doch auch ohne Coulibaly feierte Werder den ersten Sieg unter Thioune und schöpfte beim 2:0 gegen Schlusslicht Heidenheim neue Hoffnung im Tabellenkeller. Derzeit rangiert der SVW auf Platz 16, der Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz beträgt jedoch nur zwei Punkte. Am Sonntag tritt die Thioune-Elf in der Bundesliga auswärts bei Union Berlin an, auch an der Alten Försterei wird Coulibaly noch fehlen.

