Florian Wirtz galt im vergangenen Sommer als einer der begehrtesten Spieler Europas. Neben dem FC Bayern wurde auch Real Madrid immer wieder mit dem Leverkusener Spielmacher in Verbindung gebracht. Doch wie sich nun zeigt, verlief ein möglicher Transfer zu den Königlichen ungewöhnlich – und letztlich erfolglos.
Im BILD-Podcast „Phrasenmäher“ gewährte Star-Berater Volker Struth Einblicke in die damaligen Gespräche. Wirtz wurde zwar primär von seinen Eltern beraten, arbeitete jedoch im Vermarktungsbereich mit Struths Agentur Sports360 zusammen. Diese Verbindung wollte der 59-Jährige offenbar nutzen, um einen Wechsel nach Madrid anzustoßen.
„In der Phase, als es um einen Wechsel zu Liverpool oder Bayern ging, habe ich Xabi Alonso angerufen und ihm gesagt: ‚Du musst den Jungen aus Leverkusen mit zu Real nehmen‘“, berichtete Struth. Alonsos Antwort sei jedoch eindeutig gewesen: „Das musst du nicht mir sagen, sondern Florentino Pérez.“
Pérez reagierte reserviert

Struth wandte sich daraufhin direkt an Real-Präsident Florentino Pérez – doch die Resonanz fiel verhalten aus. Auf eine Textnachricht reagierte Pérez kühl und verwies den Berater an Generaldirektor José Sánchez. Ein klares Signal, dass das Thema intern offenbar keine Priorität genoss.
Letztlich spielte auch die wirtschaftliche Dimension eine entscheidende Rolle. Real Madrid hätte den Transfer finanziell kaum stemmen können. Für eine Ablösesumme von über 125 Millionen Euro wechselte Wirtz schließlich zum FC Liverpool – ein Deal, der die Reds tief in die Tasche greifen ließ.
Real hielt sich zurück
Dass Real Madrid bei einem Ausnahmetalent wie Wirtz nicht ernsthaft zugriff, überrascht auf den ersten Blick. Doch die Zurückhaltung zeigt, dass selbst die finanzstarken Königlichen nicht jeden Mega-Transfer realisieren können – oder wollen.
Für Wirtz ging es stattdessen auf die Insel. Während Liverpool zuschlug, blieb Madrid außen vor. Ein Transfer, der im Hintergrund offenbar angestoßen wurde – aber nie wirklich ins Rollen kam.

