Wolfsburg vs. Stuttgart – Gelingt den Schwaben die nächste Überraschung?

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Vorschau | Im letzten Bundesligaspiel in diesem Jahr empfängt der VfL Wolfsburg den überraschend gut gestarteten VfB Stuttgart. Können die Gäste auch heute einem nominell stärkeren Gegner ein Bein stellen?

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 18:00 Uhr, Live bei Sky.

  • Wolfsburg zuhause noch ohne Niederlage
  • Stuttgart: Matarazzo ändert nichts an Ambitionen
  • Die Gastgeber lassen die wenigsten Großchancen der Liga zu

Wolfsburg

Motivierende Worte vor diesem Spiel zu finden dürfte Oliver Glasner (46) nicht allzu schwer fallen. Mit einem Sieg können die Wolfsburger nicht nur auf dem vierten Platz überwintern, sondern sich auch von den nicht-europäischen Plätzen distanzieren. Der Abstand auf den siebten Tabellenplatz, auf dem der heutige Gegner VfB Stuttgart rangiert, würde dann sechs Punkte betragen.

Dafür muss der VfL Wolfsburg den Schwung aus dem Spiel gegen den FC Bayern mitnehmen, gegen den man durchaus auf Augenhöhe agierte. Konkret fordert Glasner gegen den VfB „sehr vorsichtig im eigenen Ballbesitz“ zu sein, um die „Stärken der Stuttgarter nicht zur Wirkung kommen zu lassen“. Gegen die schnellen und konterstarken Spieler dürfte vor allem eine gute Restverteidigung bei Ballbesitz im letzten Drittel elementar sein. Das kompakte und aggressive Verteidigen in der eigenen Defensive ist ohnehin bereits in die DNA der Spieler übergegangen, was sich besonders an einer Statistik ablesen lässt. Wolfsburg lässt die wenigsten Großchancen der Liga zu. Die Tatsache, dass man im eigenen Stadion in dieser Saison noch ohne Niederlage ist, kann VfL-Fans vor diesem Spiel durchaus positiv stimmen.

(Photo by CHRISTOF STACHE/POOL/AFP via Getty Images)

Ähnlich gut sind die personellen Aussichten vor diesem Spiel. Neben Admir Mehmedi (29, Achillessehnenverletzung) ist lediglich ein Einsatz von John Anthony Brooks (27) fraglich, der noch nicht voll trainieren konnte.

Stuttgart

Der Start in diese Bundesligasaison lief für den Aufsteiger absolut nach Maß. Nach dem fulminanten 5:1-Sieg über den BVB, konnten die Schwaben gegen Union Berlin in letzter Minute noch einen Punkt ergattern (2:2). Trotz der guten Leistungen und einem starken siebten Tabellenplatz drückt Trainer Pellegrino Matarazzo (43) aber weiterhin auf die Euphoriebremse. „Es ist der falsche Zeitpunkt, um die Ambitionen zu ändern“, so der Coach.

Auch die Spielweise der mutig auftretenden Stuttgarter wird sich in Wolfsburg nicht vollends ändern. Das schnelle und temporeiche Kurzpassspiel in die Spitze wird auch heute das Offensivspiel der Schwaben bestimmen. Matarazzo ließ aber bereits anklingen, dass gegen möglicherweise hoch anlaufende Wolfsburger auch mal ein langer Ball eingestreut werden könne. Sasa Kalajdzic (23) könnte deshalb als Wandspieler in der Sturmspitze durchaus eine sinnvolle Wahl gegen die robusten Wolfsburger sein. Ohnehin ist der Österreicher nach seinem Doppelpack ein Kandidat für die Startelf, wie auch Matarazzo betonte.

(Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

Nicht mit von der Partie sind nach wie vor Clinton Mola (19), Atakan Karazor (24), Erik Thommy (26) und Momo Cisse (18). Ebenfalls im Bereich des Unwahrscheinlichen ist ein Einsatz von Orel Mangala (22), der nach muskulären Problemen zuletzt nicht mit der Mannschaft trainieren konnte.

Prognose

Es dürfte ein sehr spannendes Spiel zweier Mannschaften werden, die derzeit mit breiter Brust agieren. Kleinigkeiten könnten daher darüber entscheiden, wer letzlich als Sieger vom Platz geht. Die Heimstärke der Wölfe und die höhere individuelle Klasse sorgen allerdings dafür, dass die Gastgeber hier als leichte Favoriten ins Spiel gehen. Ein knapper Heimsieg wäre sicherlich keine Überraschung.

Mögliche Aufstellungen:

Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Guilavogui (Pongracic), Lacroix, Roussillon – Arnold, Schlager – Baku, Philipp, Brekalo – Weghorst

Stuttgart: Kobel – Mavropanos, Anton, Kempf – Wamangituka, Endo, Castro, Sosa – Coulibaly, Kalajdzic, Gonzalez

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(Photo by Focke Strangmann – Pool/Getty Images)

Kilian Thullen

Bosz, Rose & Co. im Herzen, die Bundesliga im Blick. Seinen Durst nach Gegenpressing und dynamischem Offensivspiel stillt Kilian vor allem in Deutschland. Seit 2018 bei 90PLUS.

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