Was ist dran? „Chelsea will Aubameyang“

Was ist dran?

Diego Costa ist mit einem Bein in Madrid, der Transfer von Romelu Lukaku ist auf dramatische Art und Weise geplatzt und die Bemühungen um Alvaro Morata erweisen sich als kompliziert. Was macht der FC Chelsea, der weiterhin verzweifelt nach einem neuen Top-Stürmer sucht – er ruft den Torschützenkonig der Bundesliga an! Wirklich?

 

Gerücht

Wie Sky Sports UK heute berichtet, möchte der FC Chelsea Pierre-Emerick Aubameyang (28, Vertrag bis 2020) von Borussia Dortmund verpflichten. Demnach stehe der Gabuner, zusammen mit Alvaro Morata (24) von Real Madrid und Andrea Belotti (23) vom FC Turin, auf der Liste von Trainer Antonio Conte.

 

Quelle

Der Bericht stammt von britischen Sportsender Sky Sports. Der englische TV-Sender hat im Bezug auf das Transfergeschehen nicht die allerbeste Erfolgsquote und tendiert, so die Kritiker, des Öfteren dazu, auf Meldungen anderer Medien mit aufzuspringen. Auch in diesem Fall brachte die Boulevardzeitung Mirror, die keinen sonderlich guten Ruf genießt, das Gerücht bereits gestern hervor.

(Photo CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images)

 

 

Analyse

Die Meldung kommt zu diesem Zeitpunkt wenig überraschend. Nachdem die Blues ihren erfolgreichsten Torschützen, Diego Costa (28), bereits vor einigen Wochen relativ plump vor die Tür setzten und der fast schon sicher geglaubte Deal für Romelu Lukaku (24) überraschend platzte, wird die Zeit für die Londoner langsam knapp. Es fehlt zweifelsohne noch ein Top-Stürmer!

Die Bemühungen um Alvaro Morata gestalten sich als schwierig. So schwierig, dass auch Manchester United aufgab und letztendlich den Fokus auf Lukaku richtete. Die Gerüchte um Belotti nehmen in der italienischen Presse zwar Fahrt auf, doch auch hier sind die Erfolgschancen noch etwas überschaubar. Torino pocht auf die Ausstiegsklausel in Höhe von 100 Millionen Euro.

Da bietet sich die Gelegenheit, einen wechselwilligen Torschützenkönig zu verpflichten doch besonders gut an?

 

Auch aus Sicht des Gabuners macht dieses Gerücht natürlich Sinn. Ein Wechsel an die Stamford Bridge wäre für ihn nicht nur sportlich, sondern auch finanziell durchaus lukrativ. Aubameyang soll den Verantwortlichen des BVB nämlich nach dem DFB-Pokal-Finale über seinen Wechselwunsch informiert haben. Zu ausgereift scheinen die Gedankenspiele, für einen europäischen Titelaspiranten zu spielen und/oder einen letzten hoch dotierten Vertrag zu erhalten.

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Doch abgesehen von den gescheiterten Bemühungen von Tianjin Quanjian blieb das konkrete Interesse aus. Lediglich bei seinem Ex-Verein, dem AC Mailand, scheint der Stürmer noch auf dem Zettel zu stehen.

Die Zeit wird knapp, denn die Dortmunder haben der Transfersaga eine intern kommunizierte Deadline gesetzt, sodass man noch genügend Zeit hätte, sich um einen Nachfolger zu bemühen. Findet Aubameyang also bis Ende des Monats keinen Abnehmer, so bleibt er der Bundesliga wohl bis 2018 erhalten.

Da bietet sich das Interesse eines Vereins, der verzweifelt einen Angreifer sucht, doch besonders gut an?

Genau hier liegt das Problem, denn viel mehr als die Aussage, Chelsea wolle Aubameyang verpflichten, ist im Artikel der Engländer nicht zu finden. Keine Details, keine Hintergründe oder Prognosen.

 

Fazit

Das Gerücht macht derzeit, unabhängig von einer tieferen spielerischen Analyse, auf dem Papier zu viel Sinn! Genau deshalb müssen sämtliche Meldungen um Aubameyang, aber auch den FC Chelsea momentan mit viel Vorsicht genossen werden. Die Medien, unabhängig von ihrem Zuverlässigkeitsgrad, wissen um die Verzweiflung der Blues und um den Wechselwunsch des schnellen Angreifers. Die Verlockung ist daher groß, beispielsweise durch Spekulationen, womöglich einen Treffer zu landen.

In diesem Fall kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass die Meldung Substanz hat, doch gerade das Timing und der Mangel an Hintergrundinformationen lässt uns etwas zweifeln. Dass die Meldung schon gestern vom weniger seriösen Mirror verbreitet wurde und die Zeit für Chelsea und Aubameyang allmählich knapp wird, macht das Ganze nicht besser…

Es wäre ratsam in diesem Fall auf weitere Quellen zu warten, auch weil der AC Mailand noch im Rennen sein könnte.

 

 

 

 

 

 

 

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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