Was ist dran? James vor Rückkehr zu Real Madrid?

Was ist dran?

Im Transfersommer 2017 gelang dem FC Bayern München ein Coup – der Rekordmeister verpflichtete James Rodriguez von Real Madrid und nach einer gewissen Eingewöhnungszeit zeigte dieser regelmäßig starke Leistungen, wurde zu einem der wichtigsten Spieler des FC Bayern. Als Wunschspieler von Carlo Ancelotti geholt funktionierte James auch unter Jupp Heynckes und war schnell unverzichtbar. 

James ist ausgeliehen, der FC Bayern kann den Spieler für 42 Millionen Euro fest verpflichten und aus Sicht des deutschen Meisters gibt es keinen Grund, dies nicht zu tun. Doch die Ausgangslage bei Real Madrid hat sich geändert…

 

Das Gerücht – James zurück nach Madrid?

Die spanische „Marca“ berichtete zuletzt, dass Real Madrid unter dem neuen Trainer Julen Lopetegui versuchen will den Kolumbianer wieder zurück zu den „Königlichen“ zu lotsen. Demnach sei auch James Rodriguez selbst an einer Rückkehr nach Madrid interessiert, weil Zinedine Zidane, unter dem er kein Stammspieler war, nicht mehr Trainer ist. James-Berater Jorge Mendes soll bereits die Fäden ziehen, jedoch muss Real Madrid sich in diesem Fall mit dem FC Bayern einigen, denn eine Rückholmöglichkeit ist vertraglich nicht vereinbart.

(Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

 

Die Quelle „Marca“

Die „Marca“ gilt gerade bei Real Madrid als sehr gut informiert und hat bei vielen großen Transfers der „Königlichen“ verlässliche Informationen, berichtete auch beim Transfer von Cristiano Ronaldo sehr detailliert von den einzelnen Schritten. Abseits des Klubs ist die Redaktion ordentlich informiert, allerdings sollte man Meldungen dieses Mediums hinsichtlich des FC Barcelona eher nicht als realistisch einstufen.

 

Die Analyse

Zunächst einmal ist es nicht unrealistisch, dass Real Madrid James Rodriguez zurückholen möchte. Der Kolumbianer verfügt über eine immense Qualität und kann jedem Team auf der Welt weiterhelfen. Auch die Möglichkeit, dass James mit dem Kapitel Real Madrid noch nicht komplett abgeschlossen hat, besteht. Es gibt aber auch einige „Aber“-Faktoren in dieser Transfergeschichte. Einerseits fühlt sich James Rodriguez in München wohl, spielte regelmäßig, spürte das Vertrauen der Verantwortlichen und ist ein absoluter Schlüsselspieler.

Andererseits hat der FC Bayern München natürlich die Zügel in der Hand, kann komplett alleine entscheiden, was mit James passiert. Zumal die Einsatzchancen in München weiterhin höher sind als in Madrid, denn trotz des Abgangs von Ronaldo scheint das Mittelfeld aus Modric, Kroos und Casemiro nahezu unantastbar zu sein, in der offensiven Dreierreihe stehen mit Isco, der ohnehin eine Art „Lieblingsschüler“ Lopeteguis ist, und Asensio, Vazquez und Bale ebenfalls hochkarätige Spieler zur Verfügung, die mit James um einen Platz streiten würden.

(Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Ein weiterer, nicht zu verachtender Faktor: Real Madrid wird nach dem Ronaldo-Abgang natürlich noch auf dem Transfermarkt tätig werden und mindestens noch einen Offensivspieler verpflichten! Und das wird ein entsprechend großes Kaliber sein, das ebenfalls mit James um die Plätze streiten wird. Beim FC Bayern gibt es viele Einsatzmöglichkeiten für James und gerade die Tatsache, dass die „Altstars“ wie Robben und Ribéry sukzessive weniger Spielzeit erhalten sollen, spricht dafür, dass James womöglich ein noch größerer Anteil an Spielzeit bevorsteht.

Fazit: Das Gerücht ist insgesamt nicht unglaubwürdig, Real könnte durchaus Interesse an einer Rückholaktion haben. Doch der FC Bayern ist in dieser Sache der Entscheider und wäre nicht gut beraten einen solchen Spieler, der einen solchen Einfluss auf das Spiel hat, gehen zu lassen. Realistisch ist zudem, dass Berater Jorge Mendes die „typischen“ Medienspielereien durchführt. Denn auch wenn laut Karl-Heinz Rummenigge bereits ein Vertrag über 4 Jahre vereinbart wurde – solche Spielereien führten in der Vergangenheit nicht selten zu einer signifikanten Gehaltserhöhung!

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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