FAQ: So läuft das olympische Fußballturnier ab

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News | Mit coronabedingt rund einjähriger Verzögerung werden vom 23. Juli bis 8. August die Olympischen Spiele in Tokio. Beim Fußballturnier der Männer treten 16 Länder an. Alle wichtigen Informationen zum Wettbewerb haben wir zusammengefasst.

  • Von Spanien bis Honduras: Die Teilnehmer des Turniers
  • Wann und wo wird gespielt?
  • Wie sieht der DFB-Kader aus?

Die Teilnehmer des Olympia-Turniers

Nur Ausrichter Japan besaß ein direktes Startrecht. Alle anderen 15 Teilnehmer mussten sich über ein Turnier im Kontinentalverband qualifizieren. Aus Europa gehen Frankreich, Rumänien, Spanien und Deutschland an den Start, die ihr Ticket allesamt über die U21-EM 2019 buchten. Im selben Jahr sicherten sich die Elfenbeinküste, Südafrika sowie Ägypten durch eine erfolgreiche U23-Afrikameisterschaft ihre Plätze. Anfang 2020 zogen Argentinien und Titelverteidiger Brasilien in Südamerika nach. Zudem erreichten Südkorea, Saudi-Arabien und Australien die Ränge eins bis drei bei der asiatischen U23-Meisterschaft, die ebenfalls zur Qualifikation berechtigten. Erst im laufenden Jahr schafften es hingegen Mexiko und Honduras. Sie vertreten Nord- und Mittelamerika. In Ozeanien setzte sich erwartungsgemäß Neuseeland durch.

 

Der Modus:

Die Trainer dürfen ihre 22-köpfigen Kader nicht aus freien Stücken zusammenstellen. Denn zugelassen sind lediglich Spieler, die am 01.01.1997 oder später geboren wurden. Darüber hinaus darf jedes Team drei erfahrene, ältere Spieler nominieren.

Gespielt wird in vier mit jeweils vier Teams bestückten Vorrundengruppen. In der Gruppe A trifft der Gastgeber Japan auf Mexiko, Frankreich und Südafrika. Offen dürfte die Gruppe B gestaltet werden, wo sich Neuseeland, Südkorea, Honduras sowie Rumänien duellieren. In der Gruppe C misst sich Turnierfavorit Spanien, das sechs Spieler aus dem EM-Kader mitbringt, mit Argentinien, Ägypten sowie Australien. Deutschland erwartet in der Gruppe D Brasilien, Saudi-Arabien und die Elfenbeinküste.

Die beiden besten Mannschaften ziehen ins Viertelfinale ein. Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst die Tordifferenz, dann die Anzahl der erzielten Tore, ehe der direkte Vergleich zum Zug kommt. Ab der Runde der letzten Acht wird das Turnier im allseits bekannten K.o.-System fortgeführt.

Der Spielplan/Die Spielorte:

Das Olympische Fußballturnier beginnt bereits am 22. Juli – also einen Tag vor der offiziellen Eröffnungsfeier. Die weiteren Vorrundenpartien steigen am 25. und 28. Juli. Jeder Gruppenspieltag, also alle acht Spiele, findet am gleichen Tag statt. Das Viertelfinale ist drei Tage darauf angesetzt, ehe am 3. August die Semifinals anstehen. Die Bronzemedaille wird am 06. August vergeben. Rund 24 Stunden später steigt das Finale in Yokohama. Die Anstoßzeiten aller Begegnungen liegen – angesichts des Zeitunterschieds von sieben Stunden – zwischen 09.30 Uhr und 13.30 Uhr.

Yokohama Stadion

Im 70.000 Plätze fassenden Nissan Stadium von Yokohama wird am 07. August um 13.30 Uhr das Finale angepfiffen. (Photo: Imago)

Insgesamt werden nur zwei der 32 Spiele direkt in Tokio (Fassungsvermögen 60.000) stattfinden. Die restlichen Begegnungen teilen sich Kashima (42.000), Rifu (48.000), das 800 Kilometer entfernt liegende Sapporo (42.000) sowie Saitama (62.000) und Endspielort Yokohama auf. Die Mannschaften können aufgrund der Entfernungen lediglich bei Auftritten in Tokio oder Saitama im Olympischen Dorf leben. Sämtliche Paarungen werden ohne Zuschauer ausgetragen, da die Japanische Regierung kürzlich auf die steigenden Corona-Neuinfektionen reagierte und den Notstand ausrief.

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Der deutsche Kader:

Trainer Stefan Kuntz (58) besaß große Schwierigkeiten bei der Nominierung. Letztlich konnte er nur 18 von 22 möglichen Kaderplätzen belegen. Auf im Ausland spielende Akteure musste er nahezu komplett verzichten und auch die deutschen Vereine agierten keineswegs durchgehend kooperativ. Somit traten 15 Feldspieler und drei Torhüter – darunter vier amtierende U21-Europameister – die Reise nach Japan an. Das Gehäuse bewachen wird Florian Müller (23, VfB Stuttgart). Als Ersatz fungieren werden Luca Plogmann (21, Werder Bremen) und der frisch zum Yokohama FC gewechselte Svend Brodersen (24). Für die Viererkette stehen Benjamin Henrichs (24, RB Leipzig), Felix Uduokhai (23, FC Augsburg), Amos Pieper (23, Arminia Bielefeld), Jordan Torunarigha (23, Hertha BSC), Keven Schlottebeck (24, SC Freiburg) und David Raum (23, TSG Hoffenheim) zur Auswahl.

Das Mittelfeld wird angeführt von den drei „Oldies“ Maximilian Arnold (27, VfL Wolfsburg), Nadiem Amiri (24, Bayer 04 Leverkusen) und Max Kruse (33, Union Berlin). Darüber hinaus kann Kuntz auf Anton Stach (22, SpVgg Greuther Fürth), Arne Maier (22, Hertha BSC) sowie Eduard Löwen (24, VfL Bochum) zurückgreifen. Für die nötige Torgefahr sollen neben dem wohl als Spielgestalter fungierenden Kruse ebenfalls Marco Richter (23, FC Augsburg) , Ragnar Ache (22, Eintracht Frankfurt) sowie Cedric Teuchert (24, Union Berlin) sorgen.

Im Auftaktspiel trifft Deutschland am 22. Juli um 13.30 Uhr in Yokohama direkt auf das hoch eingeschätzte Brasilien. Somit kommt es zu einer Neuauflage des Olympia-Endspiels von 2016, das die Selecao im ausverkauften Maracana-Stadion nach Elfmeterschießen gewann. Exakt 72 Stunden darauf wartet am gleichen Spielort Saudi-Arabien. Im abschließenden Gruppenspiel geht es für die DFB-Elf in Rifu (10.00 Uhr) gegen die Elfenbeinküste.

Olympia live im TV:

Grundsätzlich sind die gesamten Olympischen Spiele abwechselnd bei ARD oder ZDF zu sehen. Beide Sender bieten zudem allumfassende Livestreams auf ihren Internetseiten an. Täglich übertragen wird Eurosport. Die Streams von Eurosport 1 und Eurosport 2 sind dazu bei DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat) zu sehen. Bislang ist lediglich bekannt, dass Deutschland-Brasilien über die vollen 90 Minuten live in der ARD zu sehen sein wird. Wie bei den weiteren Begegnungen der DFB-Auswahl verfahren wird, ist dagegen noch unbekannt. Partien ohne deutsche Beteiligung werden wohl hauptsächlich im Livestream-Angebot zu finden sein.

(Photo: Imago/Stanislav Kogiku)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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