DFB | „Darf nicht passieren“ – Stimmen zur Nordmazedonien-Pleite

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News | Die deutsche Nationalmannschaft hat sich mit der peinlichen 1:2-Niederlage gegen Nordmazedonien aus der Länderspielpause verabschiedet. Dementsprechend geknickt wirkten Bundestrainer Joachim Löw und die Spieler. Die Stimmen zum WM-Qualifikation-Spiel.

Löw über Nordmazedonien-Niederlage: „Enttäuschung ist groß“

Joachim Löw (Bundestrainer): „Zunächst ist die Enttäuschung groß. Es ist schwierig, so schnell eine Analyse zu machen. Wir haben in vielen Aktionen müde gewirkt, wir hatten nicht die Frische. Wir haben Fehler gemacht, wir waren auch langsam im Spiel nach vorne, hatten zu viele Ballkontakte. Wenn wir mal schnell gespielt haben, konnten wir gefährlich werden. Der Gegner stand tief, wir haben keine Mittel gefunden, den Gegner so richtig vor Probleme zu stellen. Wir hätten zwar in Führung gehen können durch die große Chance von Timo Werner. Aber insgesamt war es enttäuschend.“

… über die WM-Qualifikation: „In den ersten beiden Spielen haben wir gute Ansätze gesehen. Das war eine gute Basis. Dass wir das heute aus der Hand gegeben haben, haben wir uns selbst eingebrockt. Die Enttäuschung ist erstmal groß, wenn man zuhause so verliert.“

Gündogan: Das ist nicht der Anspruch der Nationalmannschaft

Ikay Gündogan (Deutschland): „Ob das ein Rückschlag ist, weiß ich nicht, das wird die Zukunft zeigen. Fakt ist: So eine Niederlage darf nicht passieren. Gefühlt waren die Nordmazedonier zwei Mal vor unserem Tor und haben zwei Mal getroffen. Das geht zu leicht. Wir hatten auch Chancen, aber haben nur ein Tor erzielt.“

… über Werners Chance: „Das tut mir leid für Timo. Er ist derjenige, der das Tor am allermeisten machen will. Uns bleibt nichts anderes übrig, als weiterzumachen. Wir wissen alle, dass uns so eine Niederlage nicht passieren darf gegen so einen Gegner. Das ist nicht unser Anspruch. Das ist auch nicht zu erklären. Aber das ist nun mal so, das müssen wir akzeptieren.“

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Serge Gnabry (Deutschland): „Erstmal ein Kompliment an Nordmazedonien, sie haben es uns sehr schwer gemacht. Wir sind wieder zurückgekommen, nachdem wir in Rückstand lagen. Wir hatten dann eine Riesenchance, haben die nicht gemacht und kriegen dann noch ein Gegentor. Insgesamt haben wir die Dinger vorne nicht gemacht und uns nicht noch mehr Chancen herausgespielt. Dann hat es am Ende nicht gereicht heute.“

Nordmazedonien: „Ähnliche Stimmung wie wenn man etwas Großes gewinnt“

Egzijan Alioski (Nordmazedonien): „Das größte Gefühl war schon die Qualifikation für die Europameisterschaft. Klar, wir haben Deutschland geschlagen. Niemand hat daran geglaubt, aber wir haben gesagt, wir wollen es ihnen so schwer wie möglich machen und ein positives Resultat holen. Die Frage war: Was ist ein positives Resultat? Unentschieden oder gewinnen. Es ist eine ähnliche Stimmung wie wenn man etwas Großes gewinnt. Wenn man so ein großes Land im Fußball schlägt, ist das unglaublich für uns. Wir spielen auch das erste Mal gegen Deutschland. Was sie für Spieler in der Mannschaft haben und was sie alles gewonnen haben, dann kommen wir und können sogar 2:1 gewinnen. Wenn die Leute das Resultat sehen, werden sie sicherlich überrascht sein.“

Foto: IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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