DFB-Team | Musiala überragt, van Gaals Joker stechen – Die Einzelkritik zum Remis in Amsterdam

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Spotlight | 1:1 trennten sich die Niederlande und Deutschland in Amsterdam. Dabei überzeugten auf der einen Seite Louis van Gaals Joker, auf der anderen Jamal Musiala. Die Akteure in der Einzelkritik.

Deutschland überzeugt – aber nur für 60 Minuten

Für gut eine Stunde war Deutschland die klar bessere Mannschaft in der Johan Cruyff Arena und führte verdient durch den Treffer von Thomas Müller. Nachdem Louis van Gaal Steven Bergwijn und Ex-Bremer Davy Klaassen brachte und Hansi Flick Jamal Musiala auswechselte, kippte die Partie. Die Niederländer konnten ausgleichen und hatten in der Schlussphase selbst große Chancen zum Sieg. Letztlich geht das 1:1 jedoch in Ordnung. Die Einzelkritik zur Partie.

 



 

Niederlande: Malen unglücklich, van Gaals Joker stechen

Mark Flekken: Gegen Dänemark (4:2) verschuldete der Freiburger noch einen Gegegtreffer durch zu zögerliches Hinauslaufen. Im Prestigeduell gegen Deutschland ließ sich Flekken nichts zu Schulden kommen. Beim Gegentreffer chancenlos. Note: 3,0.

Matthijs De Ligt: Souveräne Partie in der Dreierkette. Steigerte sich – wie seine Nebenleute – nach gut einer Stunde. Kam beim Gegentreffer allerdings einen Schritt zu spät und konnte den wuchtigen Abschluss von Thomas Müller nicht mehr blocken. Note: 3,0.

Virgil van Dijk: Bisweilen äußerst leichtfertig verteidigte der niederländische Kapitän. Nach 21 Minuten schaute er Timo Werner nur interessiert zu, wie er an die Unterkante des Querbalkens köpfte. Auch beim 0:1 konnte er weder Jamal Musiala aufhalten, noch seinen Rückpass blocken. Nach der Pause zwar defensiv stabiler, aber offensiv bei Standards bei Weitem nicht so präsent wie sonst. Note: 4,0.

Daley Blind: Unspektakuläre Partie des Ajax-Verteidigers im eigenen Stadion. Defensiv stabil, offensiv mit einigen guten, eröffnenden Pässen. Note: 3,0.

Denzel Dumfries: Kam lange nicht zu den Offensivläufen, die ihn bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr für Inter Mailand interessant machten, weil es Deutschland gelang, ihn defensiv zu binden. Als er sich doch einmal entfalten konnte, legte er klug per Kopf zurück für Steven Bergwijn, der unters Tordach zum Ausgleich traf. Hatte trotzdem schon Spiele, die er mehr geprägt hat. Note: 3,0.

Teun Koopmeiners (bis 46′): In der 6. Minute verbuchte Atalantas Mittelfeldakteur den ersten nennenswerten Abschluss der Partie. Manuel Neuer hatte mit seinem zentralen Kopfball allerdings keine Probleme. Konnte im Mittelfeld kaum die Akzente setzen, die Louis van Gaal von ihm sehen wollte und musste zur zweiten Halbzeit Platz für Georginio Wijnaldum machen. Note: 4,5.

Frenkie De Jong: Den Ausgleich mit einer perfekten Seitenverlagerung eingeleitet, dazu immer wieder mit intelligenten Zuspielen hinter die deutsche Viererkette. Frenkie De Jong dominierte das deutsche Mittelfeld und war einer der besten Spieler auf dem Platz. Allein, trifft das nur auf die letzten 20 Minuten zu. Davor war er bei Jamal Musiala bestens aufgehoben. Zwischenzeitlich musste man sich fragen, welcher der beiden ein 19-Jähriger ist, der normalerweise im offensiven Mittelfeld oder auf dem Flügel spielt. Note: 3,5.

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Photo by Joosep Martinson/Getty Images

Tyrell Malacia (bis 74′): Auch Hollands linker Wingback lieferte eine eher ruhige Partie ab. In der 25. Minute wurde er von Memphis Depay eingesetzt, zielte mit dem schwächeren Rechten aus gut 18 Metern aber klar vorbei. Machte zudem ungewollt Musialas Zuspiel vor dem 0:1 richtig scharf, indem er den Ball zu Thomas Müller abfälschte. Musste eine Viertelstunde vor Schluss für Nathan Aké weichen. Note: 3,5.

Steven Berghuis (bis 58′): Hatte seine auffälligste Aktion, als der Stadionsprecher seinen Namen durchsagte und er nach 58 Minuten für Davy Klaassen Platz machen musste. Ansonsten im wahrsten Sinne des Wortes unsichtbar. 68 Prozent Passquote, ein einziger Zweikampf (den immerhin gewonnen). Die Partie lief komplett an Berghuis vorbei. Richtige Entscheidung von van Gaal, ihn auszuwechseln. Note: 5,0.

Donyell Malen (bis 58′): Beim letzten Aufeinandertreffen stand sein Name noch in großen Lettern über der Begegnung. Malen kam ins Spiel, eröffnete sein Torekonto für die Niederlande und beeinflusste mit dem zwischenzeitlichen 3:2 den Verlauf der Partie nachhaltig. Am Dienstagabend jedoch zeigte er allzu oft das Gesicht, das man auch in Dortmund gesehen hat. Eine goldene Kontermöglichkeit machte er mit einem schlampigen Zuspiel auf Malacia zunichte. Als er frei auf Neuer zulief, zögerte Malen zu lange und ließ sich von Antonio Rüdiger abdrängen. Das Sinnbild der niederländischen Ineffizienz bis zur Stundenmarke. Note: 5,0.

Memphis Depay: Bereits in den vergangenen Partien oft der X-Faktor für die Niederlande in Duellen gegen Deutschland, egal ob als Torschütze oder Vorlagengeber. Diese Partie konnte er zwar nicht dominieren, ließ in einzelnen Szenen aber seine enorme individuelle Klasse aufblitzen. Und genau dann wurde es für Deutschland meistens brandgefährlich. Note: 3,0.

Einwechslungen der Niederlande

Georginio Wijnaldum (ab 46′): Zur Pause versuchte Louis van Gaal dem Mittelfeld mit Erfahrung Herr zu werden. Das klappte besser, wenngleich nicht optimal. Auch Wijnaldum ließ sich einige Male von Musiala abkochen. Als dieser ausgewechselt wurde, kam der PSG-Akteur besser zum Tragen. Note: 3,0.

Davy Klaassen (ab 58′): Wesentlich auffälliger und umtriebiger auf der Position, als noch Steven Berghuis. Brachte mit cleveren Laufwegen die deutsche Defensive ein ums andere Mal ins Schwimmen. Note: 2,5.

Steven Bergwijn (ab 58′): Van Gaals goldener Wechsel. Kam in Minute 58 für den glücklosen Donyell Malen. Zehn Minuten später stand sein Name auf der Anzeigetafel. Zeigte nicht nur in dieser Szene die Wucht und Geradlinigkeit, die ihn auch bei Tottenham auszeichnet. Schickte zudem Memphis Depay beim vermeintlichen Elfmeter steil. Note: 2,0.

Nathan Aké (ab 74′): Ersetzte in der letzten Viertelstunde Tyrell Malacia und hielt zumindest seine Abwehrseite dicht. Note: 3,0.

Louis van Gaal: „Ich denke, dass Deutschland in der ersten Halbzeit viel besser war“, sagte er nach dem Spiel. Wichtig ist aber, dass er daraus rechtzeitig die richtigen Schlüsse ziehen und mit den Wechseln das Spiel beeinflussen konnte. Mit Bergwijn und Klaassen in der Offensive hatte Deutschland wesentlich mehr Probleme. Zeigte einmal mehr, warum er auch im Alter von 70 Jahren noch immer zu den besten Trainern Europas gehört. Note: 2,0.

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Deutschland: Musiala überstrahlt alles, Schlotterbeck erneut solide

Manuel Neuer: Kaum gefordert – und als er es dann doch war, chancenlos. Dafür gewohnt sicher im Kombinationsspiel, wodurch er der Mannschaft viel Ruhe verlieh. Note: 3,0.

Thilo Kehrer (bis 80′): Hansi Flicks Allzweckwaffe in der Defensive erledigte seinen Job auch diesmal souverän. Auffällig oft schaltete sich Kehrer auch in die Offensive ein, weil ihm die Niederländer auffällig viele Räume gaben, aus denen er auffällig wenig machte. Note: 3,5.

Antonio Rüdiger: Vor allem in der niederländischen Druckphase entschärfte er immer wieder Angriffe mit Last-Minute-Blocks. Brachte mit seiner Erfahrung und einigen guten Seitenverlagerungen Ruhe ins Spiel. Einer der größten Gründe, warum Mats Hummels oder Jérôme Boateng in dieser Mannschaft kaum vermisst werden. Note: 3,0.

Nico Schlotterbeck: Wenn es momentan jemanden gibt, der die Stamm-Innenverteidigung Rüdiger/Süle herausfordern kann, dann ist es Nico Schlotterbeck. Klärte vor allem in der Anfangsphase wiederholt im letzten Moment. Dazu mit messerscharfen wie kreuzgescheiten und präzisen Zuspielen in die Spitze. In den letzten 20 Minuten musste er sich einige Male an der Seite von Rüdiger hochziehen. Dennoch: So meldet man berechtigte Ansprüche auf ein WM-Ticket an. Note: 2,5.

David Raum (bis 86′): Machte beileibe kein schlechtes Spiel. Dennoch wird man den Eindruck nicht los, dass sogar viel mehr möglich gewesen wäre. Vergab kurz nach Wiederanpfiff freistehend das mögliche 0:2, was nochmal auf Wiedervorlage kommen sollte, weil er sich verspekulierte und an der Grundlinie von Denzel Dumfries überspringen ließ. Die Niederländer ließen ihm auf der Seite außerdem viel Platz zum Flanken, was man besser hätte ausnutzen können. Note: 4,0.

Ilkay Gündoğan: Der Ilkay Gündoğan von Manchester City und der Ilkay Gündoğan in der Nationalmannschaft liegen im Moment noch zu weit auseinander. Konnte dem Spiel kaum die kreativen Impulse verpassen, die ihm Joshua Kimmich gibt. Dazu mit dem ein oder anderen fahrigen Ballverlust. Note: 3,5.

Jamal Musiala (bis 69′): Vor einigen Jahren gab es eine Partie zwischen Valencia und Atlético, als Diego Simeone drei verschiedene Linksverteidiger ausprobieren musste, weil Ferran Torres einfach nicht beizukommen war. So ähnlich verhielt es sich auch diesmal mit Jamal Musiala. Egal ob ihm Frenkie De Jong, Steven Berghuis, Davy Klaassen, Georginio Wijnaldum oder Teun Koopmeiners gegenüberstand, er steckte sie alle in die Tasche, zeigte sich äußerst zweikampfstark (83 Prozent), passsicher (85 Prozent) und vor allem wusste er genau, wann er sich vom Ball zu trennen hatte, um das niederländische Pressing ins Leere laufen zu lassen. Dazu vor dem 0:1 mit cleverem Laufweg in die Spitze. Bester Spieler auf dem Platz. Note: 1,0.

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Photo by Alex Grimm/Getty Images

Leroy Sané (bis 86′): Kombinierte sich im Zusammenspiel mit Thomas Müller Deutschlands erste Torchance heraus, die am Außennetz landete und leitete die große Gelegenheit von David Raum mustergültig ein. Ansonsten hielt sich sein Einfluss allerdings in Grenzen. Mit einigen leichtfertigen Ballverlusten, arbeitete dafür gewohnt engagiert nach hinten mit. Muss allerdings aufpassen, sich nicht zu viele lichte Momente zu gönnen, um nicht in alte Muster zurückzufallen. Note: 3,5.

Thomas Müller: Stand – einmal mehr – zur richtigen Zeit am richtigen Ort und machte dann Dinge, die weder seinen Trainer auf der einen, noch seinen Macher und Förderer auf der anderen Seite überrascht haben dürften. Vollspann mit dem schwächeren Linken in den Winkel getrümmert. Ansonsten gestattete ihm die niederländische Defensive nicht allzu viele Freiräume. Die erarbeitete sich Müller mit intelligentem Kombinationsspiel – so wie in Minute 12 für Leroy Sané. Note: 2,5.

Kai Havertz (bis 69′): Auch der Siegtorschütze aus dem vergangenen Champions-League-Finale zeichnete sich in erster Linie durch Kombinationen aus. Zu Torschüssen kam er kaum. Einen einzigen zählt die Statistik. Ansonsten fällt noch seine Zweikampfquote von 22 Prozent auf. Musste nach 69 Minuten für Julian Brandt Platz machen. Note: 3,5.

Timo Werner (bis 80′): Einige Male kam Werner in interessante Positionen, machte daraus jedoch zu wenig – außer kurz vor der Pause, als er Jamal Musiala an die Grundlinie schickte. Hatte zudem Pech, dass sein Kopfball nach 25 Minuten nur an der Unterkante des Aluminiums landete. Note: 3,0.

Einwechslungen von Deutschland

Florian Neuhaus (ab 69′): Ersetzte Jamal Musiala positions-, aber nicht qualitätsgetreu. Die Niederlande konnten es sich im Mittelfeld bequem machen und kamen mit zunehmender Spieldauer zu einigen Großchancen. Note: 4,0.

Julian Brandt (ab 69′): Kam für Kai Havertz in die Partie. Auch der Einfluss des Dortmunders hielt sich in Grenzen. Note: 4,0.

Benjamin Henrichs (ab 80′): Durfte in den letzten zehn Minuten für Thilo Kehrer ran und sorgte zumindest dafür, dass der Niederlande der Lucky Punch verwehrt blieb. Note: 3,0.

Lukas Nmecha (ab 80′): Gegen Israel hatte er bei seinem Kurzeinsatz noch einen Elfmeter herausgeholt. In Amsterdam bekam der Wolfsburger von Thomas Müller die Großchance zum Sieg aufgelegt, ließ diese allerdings liegen. Noch nicht zu 100 Prozent in der A-Nationalmannschaft angekommen. Note: 3,5.

Christian Günter (ab 86′): Mit ihm kam Erfahrung für Jugend. Auch Günter ließ über seine linke Seite nicht mehr viel zu. Note: 3,0.

Julian Draxler (ab 86′): Kam in Ermangelung von Einsatzzeit nicht mehr zu nennenswerten Szenen. Note: 3,0

Hansi Flick: Stellte seine Mannschaft optimal auf das Spiel ein. 60 Minuten lang dominierte Deutschland in der Johann Cruyff Arena. Anders als bei Louis van Gaal zündeten Flicks Wechsel nicht, sodass die Niederlande in der Schlussphase nochmal Druck machen konnte. Vergleicht man diesen Auftritt mit denen gegen Topgegner aus den vergangenen Jahren, ist bereits eine deutliche Weiterentwicklung zu erkennen, vor allem eingedenk der Tatsache, dass mit Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry drei absolute Stammspieler fehlten. Am Ende dieses Prozesses ist diese Mannschaft aber noch lange nicht. Note: 2,5.

Craig Pawson: Anfangs etwas inkonsequent in der Zweikampfbewertung, was sich mit zunehmender Spieldauer legte. Nahm den Elfmeter nach Studium der Videobilder zur Überraschung vieler zurück. Eine durchaus vertretbare Entscheidung. Ja, Kehrer trifft Memphis, spielt eben aber auch den Ball. Unterm Strich eine gute Performance. Note: 2,0.

Spielnote: Louis van Gaal nannte es einen „wunderschönen Fußballabend“. Tatsächlich hatte die Partie mit einem Freundschaftsspiel nur wenig zu tun. Extrem hohe Intensität, hohes Niveau in den Kombinationen und Spannung bis zum Schluss. Ein Spiel, das auch einem WM-Viertel- oder Halbfinale gerecht geworden wäre. Note: 2,0.

Photo by Joosep Martinson/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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