FAQ: So läuft der Afrika-Cup 2022 ab

Afrika-Cup: Um diesen Pokal kämpfen ab 06. Januar 24 Mannschaften.
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Spotlight | Zwischen dem 09. Januar und 06. Februar findet in Kamerun die 33. Auflage des Afrika-Cups statt. Alles Wissenswerte zum Turnierablauf haben wir vorab zusammengefasst.

Afrika-Cup 2022: Der Austragungsort

Der Afrika-Cup 2022 wird vom 09. Januar bis zum 06. Februar zum 33. Mal ausgetragen. Er firmiert unter dem Namen Africa Cup of Nations 2021, denn der normalerweise im Zwei-Jahres-Abstand durchgeführte Kontinentalvergleich sollte schon im vergangenen Winter über die Bühne gehen. Aufgrund der Corona-Pandemie entschieden sich die Organisatoren jedoch für eine Verlegung um ein Jahr. Als Ausrichter wird Kamerun fungieren, das schon 2019 zum Gastgeber berufen wurde, damals aber wegen Verzögerungen bei den Infrastrukturvorhaben seine Rolle an Ägypten abgeben musste.

 

Inzwischen stehen alle für den Wettbewerb benötigten Bauten. Darunter befinden sich sechs Stadien, zwei davon in der Hauptstadt Yaoundé. Das immer noch nicht fertiggestellte Stade Omnisport Paul Biya – benannt nach dem seit 1982 keineswegs demokratisch reagierenden Staatspräsidenten – bietet mit 60.000 Plätzen die größte Kapazität und erhielt sowohl das Eröffnungsspiel als auch das Finale. Mit dem Spiel um Platz drei abfinden muss sich die zweite Arena in Yaoundé, das Stade Ahmadou Ahidjo (42.500 Plätze).

Das zweigrößte Stadion steht jedoch in Douala – der mit über 2,5 Millionen Einwohnern größten Stadt des Landes. Das Stade Japoma fasst Raum für 50.000 Menschen und ist unter anderem Ausrichter eines Halbfinals. Jeweils acht Partien finden in Garoua (Stade Roumdé Adria, 30.000), Bafoussam (Stade Omnisports de Bafoussam, 20.000) sowie Limbé (Stade Omnisport de Limbé, 20.000) statt. Zutritt erhalten ausschließlich geimpfte Zuschauer, wobei in Kamerun bislang lediglich drei Prozent der Einwohner die volle Impfdosis zu sich nehmen durften. Prall gefüllte Stadien wird es während der 52 Begegnungen daher wohl kaum geben.

Afrika-Cup: Das Endspiel findet in Yaoundé statt.

(Photo by DANIEL BELOUMOU OLOMO/AFP via Getty Images)

Modus und Gruppenauslosung beim Afrika-Cup

Beim Afrika-Cup werden 24 Mannschaften antreten. Der Modus gleicht dem der vergangenen Europameisterschaft. Gespielt wird zunächst in sechs Vierergruppen. Die beiden Erstplatzierten jeder Staffel qualifizieren sich sicher für das Achtelfinale. Dazu stoßen die vier besten Gruppendritten. Anschließend wird bis zum Finale im allgemein bekannten K.O.-System gespielt.

In der Gruppe A messen sich Kamerun, Burkina Faso, Äthiopien und die Kap Verde, wobei erstgenannte Nationen am 09. Januar um 17.00 Uhr das Eröffnungsspiel bestreiten. Senegal, Simbabwe, Guinea und Malawi bilden die Gruppe B. In der Gruppe C treffen Marokko, Ghana, die Komoren und Gabun aufeinander. Nigeria, Ägypten, Sudan und Guinea-Bissau duellieren sich in der Gruppe D. Selbiges gilt für Algerien, Sierra-Leone, Äquatorialguinea und die Elfenbeinküste in Gruppe E sowie Tunesien, Mali, Mauretanien und Gambia in Gruppe F.

Die Vorrundenpartien werden täglich zwischen dem 09. und 20. Januar durchgeführt. Nach zwei Tagen spielfreier Zeit steigen vom 23. bis 26. Januar die Achtelfinals. Es folgt am 29. sowie 30. Januar die Runde der letzten Acht. Die Halbfinals finden am 02. und 03. Februar statt, ehe am 06. Februar um 17.00 Uhr das Spiel um Platz drei und um 20.00 Uhr das Endspiel angepfiffen wird.

Der gesamte Spielpan

Afrika-Cup: Wer sind die Titelfavoriten und welche Stars treten an?

2019 sicherte sich Algerien durch einen 1:0-Erfolg im Finale über den Senegal den Gewinn des Afrika-Cups. Beide Nationen zählen angesichts ihrer gut besetzten Kader erneut zu den Kandidaten auf den Titel. Zu ihnen gesellt sich Rekordtitelträger Ägypten, der bereits siebenmal triumphierte. Ebenfalls zur ersten Reihe gehören Marokko, Nigeria, das kurz vor Beginn des neuen Kalenderjahrs den Trainer wechselte, die Elfenbeinküste und Gastgeber Kamerun. Außenseiterchancen besitzen Ghana, Tunesien und Mali. Darüber hinaus öffnet der Modus Türen für Überraschungsteams, die momentan kaum jemand auf dem Zettel hat. Große Underdogs sind die Komoren und Gambia, wo Baboucarr Gaye (23) vom Regionalligisten Rot-Weiß Koblenz das Tor hütet. Beide Teams qualifizierten sich erstmals für die Endrunde.

Es lohnt sich ebenfalls einen Blick auf die Kader zu werfen, in denen einige herausragende Fußballer vertreten sind. Die Premier League stellt 37 Akteure für den Afrika-Cup ab. Dazu zählen Mohamed Salah (29/Ägypten), Sadio Mané (29/Senegal) und Naby Keita (26/Mali) vom FC Liverpool. Gleich auf fünf Spieler muss der FC Arsenal verzichten, darunter Thomas Partey (28/Ghana), Nicolas Pepé (26/Elfenbeinküste) und der aussortierte Pierre-Emerick Aubameyang (32/Gabun), der sich jedoch jüngst mit dem Coronavorus infizierte. Von Spitzenreiter Manchester City wird Riyad Mahrez (30) das algerische Dress tragen, während Chelsea-Schlussmann Edouard Mendy (29) für den Senegal aufläuft.

Mohamed Salah beim Afrika-Cup 2019.

(Photo credit should read OZAN KOSE/AFP via Getty Images)

Leicester City muss unter anderem Wilfred Ndidi (25) sowie Kelecho Iheanacho (25) an Nigeria abgeben, während Brighton und West Ham Leistungsträger wie Yves Bissouma (25/Mali) oder Said Benrahma (26/Algerien) fehlen. Noch wesentlich stärker als die Premier League ist die Ligue 1 vom Afrika-Cup betroffen. Gleich 58 Spieler verlassen Frankreich, um für ihre Land antreten zu können. Darunter befinden sich Namen wie Achraf Hakimi (23/Marokko), Abdou Diallo (25/Senegal) und Idrissa Gueye (32/Senegal) – allesamt von Paris St. Germain -, Lyons Toko Ekambi (29/Kamerun) oder Kamaldeen Sulemana (19/Ghana) von Stade Rennes.

Aus der Bundesliga mischen dagegen nur elf Akteure mit. Der personell derzeit ohnehin angeschlagene FC Bayern musste Bouna Sarr (29/Senegal) und Eric Maxim Choupo-Moting (32/Kamerun) abstellen. Union Berlin wird Torjäger Taiwo Awoniyi (29/Nigeria) wahrscheinlich ähnlich stark vermissen wie der 1. FC Köln Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri (26/Tunesien). Bayer Leverkusen fehlen mit Odilon Kossounou (21/Elfenbeinküste) und Edmond Tapsoba (22/Burkina Faso) gleich zwei Innenverteidiger, während das krisengeschüttelte Borussia Mömchengladbach Rams Bensebaini (26/Algerien) wohl nur ungern ziehen ließ.

Prominente Akteure werden auch in der Serie nicht zur Verfügung stehen. Der AC Milan muss auf Franck Kessié (25/Elfenbeinküste) und Ismael Bennacer (24/Algerien) verzichten. Noch härter erwischte es wohl die SSC Napoli, wo Abwehrchef Kalidou Coulibaly (30/Senegal) und der so überzeugend agierende André Zambo Anguissa (26/Kamerun) ausfallen werden. Ein Teamkollege von Zambo Anguissa ist der noch bei Ajax unter Vertrag stehende André Onana (25). Wesentlich mehr wird dem niederländischen Primus das Fehlen von Angreifer Sébastien Haller (26/Elfenbeinküste), der zum Champions-League-Toptorschützen avancierte, schmerzen.

Wer überträgt den Afrika-Cup?

Alle 52 Partien laufen live bei Sportdigital Fussball. Der Sender ist auch über DAZN empfangsbar weshalb auf Abonnenten des Streamingdiensts keine Investitionen tätigen müssten. Außerdem zeigt Onefootball Spiele, bietet zudem Zusammenfassungen an. Dem Schauen des bunten, stets aufregenden, immer für Überraschungen und spannende Geschichten guten Afrika-Cups steht dann nichts mehr im Wege.

(Photo by DANIEL BELOUMOU OLOMO/AFP via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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