WM-Playoffs | Portugal und Polen lösen WM-Ticket

Bruno Fernandes und Portugal Team jubeln über Treffer
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News | Am Dienstagabend haben Portugal und Nordmazedonien sowie Polen und Schweden in den WM-Playoffs zwei Plätze für die WM-Endrunde in Katar ausgespielt. Am Ende setzten sich Portugal (2:0) und Polen (2:0) durch und dürfen damit zur Endrunde fahren.

Portugal gewinnt gegen tapfere Nordmazedonen

Tore: 1:0, Fernandes, 32. Minute | 2:0, Fernandes, 65. Minute

Im Duell Portugal vs. Nordmazedonien ging es zu Beginn der Partie auf Augenhöhe zu. Der vermeintliche Underdog hielt gut mit. Die erste richtig gute Chance hatte Cristiano Ronaldo. Der Kapitän erhielt einen klugen Steckpass und fackelte nicht lange. Sein Flachschuss halblinks im Strafraum ging aber knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 24. Minute wurde Portugal nach einer Ecke gefährlich. Geschlagen von Bruno Fernandes nickte Diogo Jota den Ball am langen Pfosten aber per Aufsetzer über das Tor.



Auffällig war, dass die Nordmazedonen vor allem die Mitte des Feldes dicht machten. Die Portugiesen mussten immer wieder über die Flügel anschieben, kamen aber so auch das ein oder andere Mal gefährlich vor das Tor. In der 32. Minute war es dann soweit. Einen katastrophalen Querpass von Kapitän Stefan Ristovski fing Fernandes ab und setzte CR7 in Szene. Der dribbelte mit Tempo auf den Sechzehner zu, bediente rechts den mitgelaufenen Fernandes, der von der Strafraumkante flach links einschoss. 1:0 Portugal.

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Kurz darauf: Ein gut geschlagener langer Ball hinter die Abwehr von Pepe legte Ronaldo gerade so noch zurück. Nach einer Ping-Pong-artigen Szene kam Jota noch an den Ball, setzte diesen aber nur an’s linke Außennetz. Mit dem Pausenpfiff versuchte es Joao Cancelo noch einmal aus der Distanz, verfehlte das Tor aber um ein paar Meter.

Die zweite Halbzeit startete etwas schläfrig. Nordmazedonien machte es weiterhin gut und hielt Portugal in Schach. Einzig die Durchschlagskraft in der Offensive ging dem Underdog abhanden. In der 65. Minute machte der EM-Sieger von 2016 dann den Deckel drauf. Die Gäste verloren in der Vorwärtsbewegung den Ball, Portugal machte das Spiel über links schnell. Jota mit einem ideal getimten Ball aus dem Halbfeld genau auf den Elfmeterpunkt. Dort hielt Fernandes den Fuß hin, 2:0 Portugal.

Nordmazedonien kam in der Folge trotz des Rückstands nicht entscheidend vor das Tor. Es blieb beim 2:0, Portugal fährt mit diesem Ergebnis zur WM-Endrunde in Katar.

Polen bezwingt Schweden in chancenarmer Partie

Tore: 1:0, Lewandowski, 48. Minute | 2:0, Zielinski, 72. Minute

Bei der Partie Polen vs. Schweden waren beide Teams zu Beginn etwas nervös. Das Geschehen spielte sich im Mittelfeld ab, Chancen waren Mangelware. Die erste Chance hatten dann die Polen. Matty Cash setzte sich auf der rechten Seite gut durch, seine gefühlvolle Flanke mit viel Effet erwischte Robert Lewandowski am langen Pfosten mit der Stirn. Sein Kopfball ging aber links am Gehäuse vorbei.

Emil Forsberg (Schweden) gegen Polen

Photo: JANEK SKARZYNSKI/AFP via Getty Images/Imago

Dann die Schweden mit einer guten Phase. Nach einem Eckball blieb der Ball heiß: Robin Quaison kam am Fünfmeterraum an den Ball, legte dann zurück zu Kulusevski, der aus halblinker Position aus elf Metern aber nur Cash traf. Die erste dicke Gelegenheit im Spiel hatte dann Schweden. Alexander Isak bediente nach einem schnellen Angriff halblinks Emil Forsberg, der im Strafraum mit links abzog. Wojciech Szczesny lenkte den Ball ins Toraus.

Die nächste gute Gelegenheit hatte dann Polen. In der 25. Minute kombinierte man sich über links vor das Tor. Die Hereingabe von Sebastian Szymański an den zweiten Pfosten verpasste Cash aber. Es war eine Partie auf Augenhöhe, beide Teams kamen immer wieder vor das Tor des Gegners. Meist fehlte aber die letzte Konsequenz, so auch bei dem Kopfball von Quaison nach Flanke Ludwig Augustinsson. Der Ex-Mainzer verfehlte das Tor, völlig freistehend, um mehrere Meter. Mit einem 0:0 ging es dann in die Halbzeit.

Robert Lewandowski (Polen) bejubelt Tor gegen Schweden

Photo: Adam Nurkiewicz/Getty Images/Imago

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff dann der erste Aufreger: Der eingewechselte Grzegorz Krychowiak wird im Strafraum gefällt, Elfmeter für Polen. Chefsache: Den Elfmeter versenkte Lewandowski sicher flach rechts unten im Eck. 49. Minute, 1:0 für Polen. In der 57. Minute dann Schweden mit der Riesenchance auf den Ausgleich. Isak entwischte auf rechts seinem Gegenspieler. Seine Hereingabe rutschte durch und landete am zweiten Pfosten bei Forsberg. Der musste eigentlich nur noch einschieben, Szczesny stand aber im Weg.

In der 72. Minute dann Polen mit der Entscheidung. Nach einem Fehler von Schwedens Danielson war Piotr Zielinski frei durch und musste das Leder nur noch rechts an Robin Olsen vorbei schieben. 2:0 Polen. Schweden versuchte in der letzten viertel Stunde nochmal Druck zu machen, etwas Zählbares sprang dabei aber nicht heraus. Polen qualifizierte sich somit für die WM-Endrunde und darf nach 2018 erneut an der Weltmeisterschaft teilnehmen.

Photo: Octavio Passos/Getty Images/Imago

Sarom Siebenhaar

Die Oranje-Connection entfachte seine Leidenschaft für den HSV. Durch zahlreiche Tiefen schmecken die vereinzelten Höhen umso süßer. Schätzt attraktiven Offensivfußball genauso wie kämpferische Höchstleistungen. Internationaler Top-Fußball findet sich nicht nur in den Big Five. Seit 2021 bei 90PLUS.

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