Nach Abseitsspektakel und Elfmeterschießen: Liverpool holt den League Cup!

Premier League

News | Im Finale des League Cups trafen am Sonntagnachmittag der Liverpool FC und der FC Chelsea im altehrwürdigen Wembley Stadium in London aufeinander. Nach 120 enorm unterhaltsamen aber torlosen Minuten hatte die Partie noch immer keinen Gewinner gefunden, im Elfmeterschießen setzten sich schließlich die Reds mit 11:10 durch. 

Chelsea: Probleme bei der Chancenverwertung!

Die Anfangsphase der Partie gehörte den Blues, die aktiver und gefährlicher starteten. Insgesamt investierten aber beide Teams von Beginn an viel Energie. Nach sechs Minuten wurde es zum ersten Mal richtig gefährlich vor dem Kasten des LFC. Nach starker Vorarbeit von Kovacic und Azpilicueta kam Pulisic fünf Meter vor dem Tor zum Abschluss, konnte den Querpass allerdings nicht platziert genug verwerten. Nach knapp 20 Minuten hatte dann Sadio Mané die erste größere Chance für Liverpool, die starke Hereingabe von Alexander-Arnold konnte der Senegalese aber nicht auf das Tor bringen.

Das Team von Coach Jürgen Klopp kam in der Folge besser ins Spiel und übernahm mehr und mehr die Kontrolle über das Geschehen. So war es in der 30. Minute Chelsea-Keeper Mendy, der zunächst einen starken Distanzschuss von Keita abwehren und anschließend mit einer Weltklasseparade auch den Abstauber von Mané aus einem Meter vereiteln konnte. Die Partie gestaltete sich weiterhin sehr unterhaltsam, und trotz der höheren Spielanteile für den LFC kam der FC Chelsea kurz vor der Pause in Form von Azpilicueta (42.) und Mount (44.) zu weiteren Großchancen, von denen die Londoner zur Halbzeit mindestens eine hätten verwerten müssen. Trotzfdem endete die erste Hälfte der Partie torlos.

Photo by JUSTIN TALLIS/AFP via Getty Images

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Die zweite Halbzeit begann da, wo die erste aufgehört hatte. Zunächst kam Pulisic einen Schritt zu spät (46.), nur um zwei Minuten später einen klasse Pass zu Mason Mount zu spielen, der völlig alleine am Elfmeterpunkt zum Schuss kam, den Ball jedoch an den Innenpfosten setzte.

Vier Tore, vier Mal Abseits

Nachdem sich das Spiel auch aufgrund einiger Unterbrechungen etwas beruhigt hatte, bekam in der 63. Minute Mo Salah die Riesenchance, Liverpool nach einem Fehlpass von Chelsea-Keeper Mendy in Führung zu bringen. Der Ägypter ließ die Möglichkeit liegen, vier Minuten später zappelte der Ball dann aber doch im Kasten der Blues. Matip traf per Kopf, nach Kontrolle der Videobilder nahm der Schiedsrichter den Treffer allerdings wieder zurück – van Dijk hatte sich im Vorfeld hauchdünn in einer Abseitsposition befunden und den Gegner behindert.

Die Reds blieben aber dominant und kamen in der Folge zu mehreren Möglichkeiten, die beste hatte Luis Diaz (75.), doch die Partie blieb weiter torlos. In der 78. traf dann Havertz per Kopf, doch erneut ging dem Treffer eine Abseitsposition voraus. Beide Teams hielten das Tempo hoch, und so bot das Spiel trotzdem weiterhin einen hohen Unterhaltungswert. In der 91. Minute kam nach einer Ecke noch einmal van Dijk zum Kopfball, erneut hielt Mendy glänzend. Auf der anderen Seite hätte fast noch der inzwischen eingewechselte Lukaku den Lucky Punch setzen können (95.), doch auch LFC-Keeper Kelleher zeigte sich von seiner besten Seite. Nach Ende der regulären Spielzeit stand es noch immer 0:0, das Match ging in die Verlängerung.

Photo by GLYN KIRK/AFP via Getty Images

Beiden Teams war die hohe Intensität der vergangenen 90 Minuten anzumerken, das Tempo ließ nun sichtlich nach. Nach sieben gespielten Minuten war der Ball dann zum dritten Mal an diesem Abend im Netz, und zum dritten Mal zählte der Treffer nicht. Diesmal war es Lukaku, der sich über eine Abseitsposition ärgerte. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen erzielte zehn Minuten vor Schluss Havertz sein zweites und das insgesamt vierte (!) Abseitstor dieses Abends.

Da nach 120 gespielten Minuten unglaublicherweise noch immer ein 0:0 auf der Anzeigetafel stand, ging es also in das Elfmeterschießen. Auch hier zeigten sich beide Teams enorm abgebrüht, die ersten 21 Schützen trafen allesamt. Am Ende scheiterte schließlich Chelsea-Keeper Kepa, der den 22. Elfmeter in den Nachhimmel Londons kickte. Besonders bitte: Der Torwart war kurz vor Abpfiff der Verlängerung extra für das Elfmeterschießen eingewechselt worden. Schlussendlich durften Klopp und sein Team die Trophäe in die Höhe strecken.

(Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Jasper Glänzer

Wegen Ronaldo gekommen und für Asamoah geblieben. Gefangen zwischen Bolzplatz und VAR, dabei stets ein Herz für’s Mittelmaß. Kein Bock auf Bollwerk. Seit 2019 bei 90Plus.

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