UEFA-Strafen: Frankfurt kommt glimpflich davon, Auswärtssperre für Köln

Die UEFA sprach eine vergleichsweise milde Strafe gegen Eintracht Frankfurt aus.
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News | Bei den Europapokalauftritten von Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln in Marseille bzw. Nizza kam es jeweils zu Ausschreitungen. Die UEFA sprach nun Strafen aus, die beide Vereine unterschiedlich hart treffen.

UEFA: Frankfurt muss nicht auf seine Fans verzichten, Köln schon

Der erste Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte von Eintracht Frankfurt wurde überschattet von Ausschreitungen, die selbst das gesamte Spiel über anhielten, allerdings hauptsächlich durch Anhänger von Olympique Marseille vorangetrieben wurde.

Wie die SGE auf ihrer Homepage mitteilte, geriet sie in den Fokus der UEFA, da zwei Personen den „Hitlergruß“ sowie weitere faschistische Gesten in Richtung OM-Fans zeigten. Der Verband sprach gleich zwei Bewährungsstrafen aus. Einerseits darf die zudem zu einer Geldstrafe von 45.000 Euro verurteilte Eintracht aus Frankfurt zum nächsten Auswärtsspiel keine Eintrittskarten an seine Fans verkaufen, andererseits droht beim nächsten Heimspiel auf internationaler Ebene eine Teilschließung von 1.000 Plätzen, wenn im nächsten Jahr sich ein weiterer Vorfall ereignen sollte.

„Das Urteil berücksichtigt ganz offensichtlich nicht nur die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen rund um das Spiel und die Ausnahmezustände in der Stadt und im Stadion, sondern auch unsere enormen organisatorischen Bemühungen und insbesondere die klare Haltung und Kommunikation des Clubs zu den Vorkommnissen“, so Vorstandsmitglied Philipp Reschke

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Wesentlich negativer dürften hingegen die Reaktionen beim 1. FC Köln ausfallen. Dessen Spiel beim OGC Nizza stand kurzzeitig sogar auf der Kippe, nachdem sich Fans beider Vereine auf den Rängen prügelten.

Zu den kommenden Auswärtsspielen bei Partizan und dem 1. FC Slovacko dürfen die Domstädter keine Karten an die eigenen Unterstützer verkaufen. Darüber hinaus müssen sie eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro berappen. Eine öffentliche Reaktion des Vereins blieb bislang aus. Das Urteil der UEFA wird allerdings kaum für Freude gesorgt haben.

(Photo by NICOLAS TUCAT/AFP via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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