Wer in einigen Monaten bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zwischen den Pfosten steht, gilt noch immer als ungewiss. Hat auch Torwart-Youngster Jonas Urbig etwa noch Chancen auf einen Kaderplatz?
Es gibt viele Kandidaten, die Bundestrainer Julian Nagelsmann für die Torwartposition auf dem Zettel hat. Nach der erneuten Verletzung der eigentlichen Nummer 1 Marc-Andre ter Stegen scheint Hoffenheims Oliver Baumann die größten Chancen auf den Startplatz in der DFB-Elf zu haben. Schließlich hütete der 35-Jährige auch in den letzten Länderspielen das Tor.
Dahinter ist die Reihenfolge aber noch komplett offen. Zuletzt schien Alexander Nübel vom VfB Stuttgart die Nase vorn auf den Platz hinter Baumann zu haben. Auch Noah Atubolu und Finn Dahmen wurden bereits nominiert. Nach Informationen der BILD-Zeitung soll es aber auch Gedankenspiele um einen ganz anderen Namen geben: Demnach wird wohl auch Jonas Urbig vom FC Bayern als WM-Kandidat diskutiert.
WM-Nominierung: Urbig könnte in den kommenden Wochen weitere Argumente liefern
Der 22-Jährige hütete zuletzt in der zweiten Halbzeit beim 4:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach das Tor, nachdem Manuel Neuer verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Ein Faserriss in der Wade sorgt für einen erneuten Ausfall des Routiniers. Urbig wird daher in den kommenden Wochen zwischen den Pfosten stehen und einige wichtige Spiele für den deutschen Rekordmeister absolvieren. Überzeugt der U21-Nationaltorhüter auch hier wieder, könnten seine WM-Chancen weitergesteigert werden.
Zuletzt sorgte Nagelsmann in einem Kicker-Interview für Aussehen. Auch, weil er öffentlich den offenen Ausgang der Towartbesetzung hinter Nummer 1 Baumann diskutierte. „Das ist tatsächlich die Position, über die wir mit am meisten diskutieren in den Trainercalls“, so der ehemalige Bayern-Coach.
Wichtig sei für Nagelsmann neben der Qualität bei diesem Kaderplatz auch die Harmonie innerhalb des Torwartteams: „Eine Torwartgruppe ist sehr speziell, wie so eine kleine Familie in der großen Familie, die sehr viel Zeit nur mit sich verbringt. Da muss es einfach gut zusammenpassen. Da bringt es nichts, wenn man nur die drei besten Torhüter mitnimmt.“

Urbig darf sich also durchaus noch Chancen auf eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft machen – die dennoch eine echte Überraschung wäre.

