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90PLUS » Doch nicht ausverkauft? Die Wahrheit über den aktuellen Stand bei den WM-Tickets
WM 2026

Doch nicht ausverkauft? Die Wahrheit über den aktuellen Stand bei den WM-Tickets

Manuel Behlert
03.03.26, 18:35
Manuel Behlert
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Die WM 2026 soll ein Fest werden, da waren sich die Ausrichter und auch FIFA-Präsident Gianni Infantino einig. Doch in den letzten Monaten häufen sich die negativen Schlagzeilen. Sei es in Form der Politik in den USA, aber auch was die Ticketpreise und Verzögerungen beim Bau der Infrastruktur angeht. 

Und es geht munter weiter. Sechs Tage nachdem FIFA-Präsident Gianni Infantino behauptete, dass „alle“ Spiele der Weltmeisterschaft 2026 „bereits ausverkauft“ seien, startete die FIFA aus heiterem Himmel eine Initiative zum Verkauf von WM-Tickets.

Sie verschickte E-Mails an Fans, in denen sie für eine „exklusive zusätzliche Kaufmöglichkeit“ warb und darauf hinwies, dass „die Verfügbarkeit äußerst begrenzt“ sei. Ab Mittwoch bot sie dann laut Fans, die Informationen und Screenshots an das englische Medium The Athletic schickten, Tickets für mindestens 64 der 104 WM-Spiele an.

WM-Tickets: Infantinos Aussage stimmt nicht

Brisant: Einige Experten vermuten, dass dieser unerwartete Verkauf der bislang deutlichste Beweis dafür ist, dass die FIFA die Nachfrage nach einigen WM-Spielen möglicherweise überschätzt hat – oder vielmehr, dass sie Teile dieser Nachfrage durch ihre Preisgestaltung ausgeschlossen hat. Zwar lenkte die FIFA im letzten Jahr ein und gab einige Tickets günstig an die Verbände, aber das war nur ein Bruchteil der Tickets für die Spiele.

FIFA
Foto: Getty Images

Um der Sache auf den Grund zu gehen hat The Athletic noch weiter nachgehakt. „Wenn sie sagen, dass die Nachfrage nach dieser WM unglaublich hoch ist, dann stimmt das natürlich“, sagte Jim McCarthy, ein Veteran der Ticketbranche, gegenüber dem Medium. Allerdings: „Das bedeutet aber nicht, dass es nicht eine ganze Reihe von Spielen gibt, die etwas Unterstützung benötigen und wahrscheinlich immer noch überteuert sind.“

Heißt im Umkehrschluss, dass die Infantino-Aussage übertrieben und letztlich auch falsch war. Es heißt, bei den jetzt angebotenen Tickets handele es sich um solche, die Rundfunkanstalten, Sponsoren und co. angeboten wurden, aber nicht angenommen wurde. So oder so, es handelt sich trotzdem um mehr als 64 Spiele, die die FIFA trotz Infantinos Behauptung und trotz angeblich 508 Millionen Ticketanfragen nicht vollständig verkauft hatte.

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