Bundestrainer Julian Nagelsmann hat schon jetzt erste Entscheidungen im Hinblick auf die WM getroffen. Leon Goretzka soll eine größere Rolle spielen als zuletzt, was durchaus für kritische Stimmen sorgte.
Dass Oliver Baumann im Tor das Vertrauen erhält, das ist nun weder eine Überraschung noch in irgendeiner Form ein Problem. Außerdem teilte Nagelsmann mit, dass sich nun an der Kimmich-Position nichts ändern wird.
Heißt: Der Star des FC Bayern München soll weiterhin als rechter Außenverteidiger auflaufen und von dort aus Einfluss auf das Spiel nehmen.
Kimmich bliebt rechts hinten
Das ist eine Entscheidung, die in den letzten Monaten auch immer mal wieder kritisch gesehen wurde. Es gibt hier nämlich zwei Themen gleichzeitig abzuhaken. Kimmich ist im Mittelfeld stärker als auf der Rechtsverteidigerposition, ja. Allerdings gibt es dort weniger Alternativen. Im Mittelfeld stünden alleine Aleks Pavlovic, Angelo Stiller, Nadiem Amiri, Robert Andrich, Leon Goretzka oder Felix Nmecha zur Verfügung.
Deswegen versteht auch Lothar Matthäus, der Kimmich zuletzt eher im Zentrum sehen wollte, die Marschroute von Nagelsmann. Das erklärte er in seiner Kolumne bei Sky.

„Nagelsmann hat noch einmal bestätigt, dass Kimmich bei der WM als Rechtsverteidiger spielt. Im Mittelfeld hat der Bundestrainer bessere Alternativen als auf der Position hinten rechts. Leipzigs Baku kommt langsam wieder, Henrichs ist nach seiner Verletzung noch lange nicht so weit, und bei Bayern, Dortmund oder Leverkusen spielt kein Rechtsverteidiger mit deutschem Pass“, so Matthäus.
Und weiter: „Es gibt nicht so viel Auswahl und deswegen kann ich diese Entscheidung mittlerweile nachvollziehen. Zumal Julian im DFB-Team mit drei Spielern aufbaut, und da ist Kimmich bei Ballbesitz ein halber Mittelfeldspieler.“

