Beim Afrika Cup im eigenen Land hat Marokko den Titel verpasst. Trotz Spielern wie Achraf Hakimi, Bilal El Khannouss und Brahim Diaz im Kader wurde das Endspiel gegen den Senegal auf dramatische Art und Weise verloren.
Es war ein Turnier, in dem die Marokkaner einige Zeichen setzen konnten, aber nicht dauerhaft auf dem höchsten Niveau agierten. Das sorgte dafür, dass es nach dem Turnier zu einer ausführlichen Analyse kam.
Und das im WM-Jahr. Drohen nun Konsequenzen auf der personellen Ebene, sowohl für den Kader als auch was das Trainerteam angeht? Womöglich ja!
Trainerbeben in Marokko im WM-Jahr?
Denn einige Medien berichten, dass Walid Regragui womöglich als Nationaltrainer abgesetzt wird oder gar zurücktritt. Regragui war der Architekt des größten Erfolgs der Fußballgeschichte des Landes: Bei der WM 2022 in Katar führte er Marokko sensationell ins Halbfinale, als erster afrikanischer Trainer überhaupt. Der vierte Platz beim Turnier brachte ihm und seinem Team weltweite Anerkennung. Seitdem galt er als Gesicht des sportlichen Aufschwungs.
Laut manch einem Medium soll Regragui sogar in den kommenden Tagen offiziell zurücktreten. Bereits zuvor hatte der Coach wiederholt über den immensen Druck und die Erwartungshaltung im eigenen Land geklagt. In seiner Amtszeit gewann er 48 seiner 66 Spiele, verlor nur neun, was eine starke Siegquote von 73 Prozent macht. Will er damit vielleicht auch selbst jetzt den Druck auf den Verband erhöhen? Das scheint möglich zu sein.
Für Marokko wäre es in jedem Fall ein Paukenschlag zum schlechtestmöglichen Zeitpunkt. Ein knappes halbes Jahr vor dem Turnier im Sommer einen neuen Trainer zu finden ist nicht einfach.

