Der erste große Pflichttermin der deutschen Nationalmannschaft ist vorüber. Am Donnerstag wurde in Brüssel die Nations League ausgelost. Für Julian Nagelsmann war das natürlich eine Pflichtveranstaltung.
Der Bundestrainer sah, wie die deutsche Mannschaft die Gegner Niederlande, Serbien und Griechenland zugelost bekam. Eine gute Gruppe ist es, mit der man sich auseinandersetzen muss. Aber keine unmöglich zu lösende.
Rund um die Auslosung bezog Nagelsmann auch Stellung zu diversen Themen rund um die Nationalmannschaft. Natürlich auch zu Marc-Andre ter Stegen. Der hatte sich zuletzt erneut verletzt, wurde operiert und fällt jetzt wieder lange aus.
Nagelsmann spricht über ter Stegen
Der Bundestrainer betonte, er mache „aus Respekt vor Marc die Tür nie ganz zu, weil er einfach dran wäre“, aber eine gewisse Skepsis war dem Coach schon anzumerken. „Das ist eine dramatische Verletzung, die lange dauert“, sagte Nagelsmann. „Das Schlimmste“ daran sei, „dass es eng wird, weil man ja den Gesamtzeitraum beachten muss. Es ist nicht so, dass er das letzte Jahr komplett durchgespielt hat, er war schon ein Jahr weg.“ Ter Stegen solle „sich erholen, dann schauen wir weiter“. Eine Prognose sei „sehr schwer“.

Klar ist: Wenn es bei ter Stegen keine sehr, sehr gute Heilung gibt und er nicht noch in seinen Spielrhythmus kommt, wird er bei der WM nicht spielen können. Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim, der zuletzt auch im DFB-Tor stand, steht bereit und würde die deutsche Auswahl dann als Nummer eins in das Turnier führen. Er ist ein sicherer Rückhalt, gut auf der Linie und spielt auch im Verein eine sehr gute Saison.
Heißt also, dass die deutsche Auswahl sich nicht die allergrößten Gedanken machen muss. Für ter Stegen wäre es derweil vor allem persönlich eine bittere Pille, die zu schlucken wäre.

