Die WM 2026 steht nicht nur unter einem guten Stern. Diskutiert wird derzeit viel, vor allem die Ticketpreise der FIFA, die horrend hoch sind, sind ein großes Thema. Allerdings nicht nur diese. Denn die Tatsache, dass die USA Einreiseverbote oder -beschränkungen gegen einige Länder verhängt hat, kommt auch nicht gut an.
Nun kommt heraus: Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat die Visa-Verfahren für Antragsteller aus 75 Ländern vorerst einfrieren lassen – 15 davon stellen Nationalteams bei der kommenden WM. Darunter: Top-Fußballnation Brasilien. Heißt das also, dass die brasilianischen Fans sich auch auf Probleme einstellen können?
Zum Teil, ja. Rein theoretisch ist die Einreise weiterhin möglich. Aber in der konkreten Umsetzung sieht das durchaus ein wenig anders aus.
Einreiseprobleme für Brasilien-Fans?
Das wurde nun in mehreren Medienberichten thematisiert. Interne Memos, über die zuerst die Daily Mail berichtete, weisen Konsulate an, Anträge besonders streng zu prüfen. Verzögerungen, Unsicherheiten und Ablehnungen drohen – gerade in Ländern mit ohnehin langen Wartezeiten. Viele Fans wissen derzeit schlicht nicht, ob ihre Visa rechtzeitig genehmigt werden.
Besonders brisant ist die Lage für Schottlands Gruppe C: Drei der vier Teams – Brasilien, Marokko und Haiti – stehen auf der sogenannten „Trump-Liste“. Die Gruppenspiele könnten dann teilweise ohne die lautstarken Fans oder zumindest nur mit eingeschränkter Beteiligung stattfinden. Das wäre ein massiver Einschnitt in genau die Elemente, die ein solches Turnier eigentlich ausmachen.
Deswegen sind Lösungen dringend gesucht. Ob die FIFA eingreift? Fraglich. Denn schließlich sind Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino eng miteinander vernetzt und profitieren voneinander. Dass der FIFA-Boss jetzt Druck ausübt, das scheint alles andere als wahrscheinlich zu sein.

