Die brasilianische Nationalmannschaft gehört vor der Weltmeisterschaft im Sommer nicht zu den großen Favoriten. Das sagt zumindest dessen Superstar Vinicius Jr. selbst in einem Interview.
Die Selecao hat mit Frankreich am Donnerstagabend und Kroatien am kommenden Mittwoch nochmal zwei ordentliche Gradmesser in der laufenden Länderspielphase, bevor es im Juni mit der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko losgeht. Zwar muss der Rekordweltmeister immer zu den Titelkandidaten gezählt werden, als großer Favorit auf den WM-Pokal sieht sich aber nicht einmal Brasilien-Star Vinicius Jr.
Der 25-Jährige sprach jüngst über die Titelchancen seiner Nationalmannschaft, seinen dortigen Trainer Carlo Ancelotti und seine gute Formkurve in La Liga bei Real Madrid.
Brasilien-Star Vinicius über WM: „Wir wollen keine Favoriten sein“
Gegenüber ESPN heißt es vom brasilianischen Real-Star: „Ich glaube, dass die Nationalmannschaft aufgrund unserer bisherigen Ergebnisse nicht der Favorit ist.“ Das sei aber nicht weiter schlimm, führt Vinicius Jr. fort: „Aber die Bedeutung des Trikots, die Bedeutung der Spieler, die wir hier haben … Wir werden alles tun, um Brasilien wieder an die Spitze zu bringen. Wir wollen keine Favoriten sein, wir wollen Brasilien an die Spitze bringen.“
Auch und gerade sein ehemaliger Coach bei den Madrilenen Carlo Ancelotti soll bei dieser Mission helfen. Der 66-Jährige übernahm im Mai 2025 nach seinem Abgang von Real den Trainerposten bei den Brasilianern. Bisher waren die Leistungen jedoch durchwachsen. In acht Länderspielen kommt der Italiener „nur“ auf einen Punkteschnitt von 1,75.
Dennoch ist Vinicius überzeugt davon, dass Ancelotti der Selecao bei der Jagd nach dem WM-Titel einen entscheidenden Vorteil verschafft hat. „Wir mussten einfach erst einmal zueinander finden“, sagt der Offensivspieler. „Seit Ancelotti da ist, haben wir eine klarere Vorstellung davon, wie wir spielen wollen. Er nimmt uns viel Druck von den Schultern.“

Dass er als Spieler eine elementare Rolle bei der WM einnehmen wird, ist Vini Jr. natürlich klar. Der 25-Jährige geht aber, auch durch seine jüngeren Leistungen bei Real, gestärkt und voller Selbstvertrauen in die WM: „Ich befinde mich gerade in einem glücklichen Moment. Alles, was ich bei Real Madrid mache, hoffe ich auch hier in der Nationalmannschaft zu tun. Ich schenke dem, was die Leute sagen, nicht viel Beachtung. Ich kenne meine Aufgabe und weiß, wie sehr ich mich der Weltmeisterschaft verschrieben habe.“

