Der Krieg im Nahen Osten beschäftigt auch die Fußball-Welt. Die WM-Teilnahme des Iran sorgt für Schwierigkeiten.
Zuletzt betonte US-Präsident Donald Trump zwar, dass die Nationalmannschaft des asiatischen Landes bei der Endrunde grundsätzlich willkommen sei, warnte aber deutlich vor der Einreise in die Vereinigten Staaten. „Im Interesse ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit“ sei es möglicherweise nicht sinnvoll, in den USA aufzulaufen, erklärte das Staatsoberhaupt. Der Iran befindet sich seit den Angriffen der Vereinigten Staaten und Israel im Krieg mit dem WM-Ausrichter.
Der Präsident des iranischen Fußballverbandes stellte nun gegenüber der Nachrichtenagentur Fars klar, dass sein Land an der WM teilnehmen will. „Wir werden uns auf die Weltmeisterschaft vorbereiten“, zitiert der Guardian Verbandsboss Mehdi Taj: „Wir werden die Vereinigten Staaten boykottieren, aber nicht die Weltmeisterschaft.“ Alle Gruppenspiele des asiatischen Landes sind in den Vereinigten Staaten geplant, in Gruppe G trifft der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten. Im Achtelfinale könnte es sogar zum Duell mit der US-Auswahl kommen.
Mexiko zeigt sich offen für Austragung der Iran-Spiele, FIFA blockt ab
Zuletzt wurde über den Vorschlag diskutiert, die Partien der iranischen Nationalmannschaft in Mexiko auszutragen. Präsidentin Claudia Sheinbaum zeigte sich für diese Lösung offen: „Mexiko unterhält diplomatische Beziehungen zu jedem Land der Welt, daher werden wir abwarten, wie die FIFA entscheidet.“ Mexiko und Kanada richten die Endrunde gemeinsam mit den USA aus.
Für den Weltverband war eine Verlegung bisher jedoch kein Thema. „Die FIFA freut sich darauf, dass alle teilnehmenden Mannschaften gemäß dem am 6. Dezember 2025 veröffentlichten Spielplan antreten“, hieß es in einer Mitteilung nach Anfrage des SID. FIFA-Präsident Gianni Infantino unterhält enge Beziehungen zu Trump.

Der asiatische Verband geht derweil weiterhin davon aus, dass der Iran am Turnier teilnehmen wird. Laut AFC-Generalsekretär Windsor John beobachte man die Situation genau, habe aber keine offizielle Information über andere Pläne: „Nach unserem Kenntnisstand wird Iran spielen.“

