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90PLUS » Vertrags-Schock! Mega-Transfer von Diomande im Sommer unmöglich?
Bundesliga

Vertrags-Schock! Mega-Transfer von Diomande im Sommer unmöglich?

11.02.26, 12:43
Ivan Keskic
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Yan Diomande ist der Shootingstar der Bundesliga-Saison. Mit acht Toren und sechs Vorlagen in 22 Pflichtspielen hat sich der 19-jährige Ivorer in die Notizbücher der europäischen Elite gedribbelt. RB Leipzig träumt bereits von einer Ablöse jenseits der 100-Millionen-Marke. Doch während die Topklubs Schlange stehen, zeichnet sich hinter den Kulissen ein juristisches Desaster ab, das einen Wechsel im Sommer komplett blockieren könnte.

Wie Transferexperte Sacha Tavolieri nun enthüllt, schwebt über Diomandes Zukunft ein massives rechtliches Problem. Der Kern: zwei Verträge, die der Flügelspieler noch bei seiner alten Berateragentur Maxidel unterschrieben hat, bevor er zu Roc Nation wechselte – jener Agentur, die auch Vinicius Junior und zahlreiche Musikstars vertritt.

Laut vorliegenden Dokumenten soll Diomande eine private Vereinbarung unterzeichnet haben, die sich vom klassischen Vertretungsvertrag unterscheidet. Diese Exklusiv-Vereinbarung bleibe bis zum Ende seines Engagements bei RB Leipzig gültig und lege ausdrücklich fest, dass alle Wechselverhandlungen weg von den Sachsen zwingend über Maxidel Management laufen müssen.

Die Brisanz: Diese Vereinbarung ist offenbar rechtlich schwer angreifbar und verhindert faktisch, dass Diomande mit seinen aktuellen Beratern einen Transfer aushandeln kann. Klubs, die trotzdem über Roc Nation in Gespräche einsteigen, würden sich ebenso angreifbar machen wie der Spieler selbst – der wegen schwerwiegender Vertragsverletzung verklagt werden könnte.

Bildrechte als Druckmittel

Doch damit nicht genug: Ein Zusatzvertrag verkompliziert die Situation weiter. Sollte Diomande gegen die Vereinbarung verstoßen, müsste er die Rechte an seinem Bild bis Januar 2031 an seine alte Agentur abtreten. Eine Klausel mit einem geschätzten Wert von über sieben Millionen Euro – ein massives finanzielles Damoklesschwert.


Tavolieri zitiert Personen aus dem Umfeld von Maxidel, die bereits klargestellt haben: Die Agentur sei bereit, im Konfliktfall bis zum Internationalen Sportgerichtshof CAS zu gehen, unabhängig davon, wie lange ein solches Verfahren dauern würde. Eine klare Kampfansage.

Die logische Schlussfolgerung des Transferexperten: Sollten sich diese Klauseln bestätigen, könne kein seriöser Verein das Risiko eingehen, einen Transfer abzuschließen, solange die rechtliche Situation nicht geklärt ist. Ein Sommerwechsel erscheint damit aktuell praktisch unmöglich.

Topklubs bereits in den Startlöchern

Pikant ist das Timing dieser Enthüllung, denn das Interesse an Diomande ist enorm. Wie Transferexperte Fabrizio Romano berichtete, gehören unter anderem der FC Bayern München, Manchester United und Tottenham Hotspur zu den Vereinen, die den Leipzig-Star intensiv scouten. Auch Paris Saint-Germain könnte sich demnach noch einschalten.

Dem Vernehmen nach haben darüber hinaus etliche weitere europäische Schwergewichte bereits Interesse bekundet oder gar Sondierungsgespräche begonnen – darunter der FC Liverpool und der FC Barcelona. Alle befinden sich aktuell noch in der reinen Beobachtungsphase. Konkrete Verhandlungen oder Angebote gibt es bislang nicht.

Leipzig hatte im vergangenen Sommer 20 Millionen Euro an CD Leganés überwiesen – eine Summe, die damals viele überraschte. Heute, nach einer halben Saison voller spektakulärer Dribblings, Tempo und feiner Technik, wirkt diese Ablöse wie ein Schnäppchen. Die Sachsen hofften auf einen schnellen Weiterverkauf mit enormem Gewinn. Doch nun könnte ausgerechnet eine vertragliche Altlast diesen Plan zunichtemachen – und Diomande trotz des Interesses der Topklubs vorerst in Leipzig festhalten.

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