Fünf dunkelste Tage – so beschreibt die spanische Sportzeitung Marca die aktuelle Lage beim FC Barcelona. Nach dem 0:4-Debakel im Copa-Halbfinale bei Atlético Madrid folgte ein 1:2 im Derby bei Girona. Und Hansi Flick verlor danach kurz die Fassung.
Direkt nach Abpfiff stand Flick beim Streamingsender DAZN vor der Kamera. Der Auslöser seiner Frustration: Vor dem Girona-Siegtreffer hatte Claudio Echeverri Jules Koundé auf den Knöchel getreten – der Schiedsrichter ließ weiterlaufen und revidierte seine Entscheidung auch nach Ansicht der Szene nicht.
Flick wollte vom Reporter eine klare Meinung zu dieser Szene hören. Der verweigerte sie. Das reichte dem Deutschen: „Keine Meinung? Du hast keine Meinung? Okay, dann ich auch nicht. Nein, ich habe nichts zu sagen.“ Damit drehte er sich um und verschwand vor laufender Kamera.

Pressekonferenz, Pflichtprogramm, zwei freie Tage
Beim offiziellen Pressegespräch hatte sich Flick wieder im Griff – zumindest äußerlich. Die Schiedsrichter-Erklärung überzeugte ihn aber auch dort nicht: „Nein, überhaupt nicht. Ich sagte ihm, es sei ein klares Foul gewesen, und er meinte ‚Nein‘.“ Ausreden ließ er dennoch keine gelten. Barca müsse einfach besser verteidigen und weniger Fehler machen – Punkt.
Seiner Mannschaft gönnte Flick nach der Niederlagenserie zwei freie Tage. Die Ausgangslage ist ernst: Zwei Punkte Rückstand auf Real Madrid in der Liga, das offene Pokal-Rückspiel gegen Atlético nach dem 0:4-Hinspieldebakel, dazu im März die nächsten Champions-League-Aufgaben. Barca ist noch in allen drei Wettbewerben dabei – doch die Luft wird dünner.


