Es ist mal wieder an der Zeit für zahlreiche regularische Anpassungen im Weltfußball. Am Wochenende beschloss das zuständige IFAB umfassende Änderungen im Kampf gegen Zeitspiel – und eine umstrittene VAR-Neuerung.
Ein Punkt, der vorher bereits mehrfach angesprochen und jetzt umgesetzt wurde, ist der Kampf gegen das Zeitspiel. Bei Torhüter-Abschlägen oder -Abwürfen gilt bereits die Acht-Sekunden-Regel, wobei die Schiedsrichter die letzten fünf Sekunden öffentlich herunterzählen. Künftig sollen sie dies auch bei Abstößen und Einwürfen tun.
Damit soll das Spiel schneller gehalten werden, die Nettospielzeit soll sich dadurch erhöhen. Das ist ein Aspekt, der von vielen Experten vorher gefordert wurde.
Neue Regelungen sollen Spiel beschleunigen
Ein weiterer Punkt, der den Zeitverzögerungen entgegenwirken soll, ist der: Ab der neuen Saison haben ausgewechselte Spieler nur noch zehn Sekunden Zeit, um bei einer angezeigten Auswechslung das Feld zu verlassen. Hält sich dieser nicht daran, darf der für ihn vorgesehene Einwechselspieler erst auf den Platz, sobald es nach mindestens einer Minute eine weitere Spielunterbrechung gibt.

Eine Änderung sorgt für Aufregung: Der VAR darf künftig auch eingreifen, wenn die zweite Verwarnung bei einer Gelb-Roten Karte klar und offensichtlich falsch war. Hat der Referee eine Gelb-Rote Karte verpasst, darf sich der VAR indes wie bisher nicht melden. Das dürfte laut vielen Experten dazu führen, dass es noch mehr Diskussionen gibt.
Eindeutig falsche Eckstoßentscheidungen darf der VAR zudem künftig korrigieren – vorausgesetzt, der falsch gegebene Eckball wird direkt vom VAR erkannt und vom Schiedsrichter korrigiert, ohne dass eine wesentliche Verzögerung entsteht. Übrigens: Diese Änderungen könnten schon bei der WM 2026 umgesetzt werden.

