Der FC Bayern München hat am Samstag einen Punkt bei Bayer 04 Leverkusen geholt. Für den Rekordmeister mag das auf den ersten Blick erst einmal nicht so ideal klingen, aber angesichts der Umstände war man damit am Ende durchaus zufrieden.
Denn: Bayern spielte über eine Halbzeit in Unterzahl, am Ende sogar mehr als zehn Minuten in doppelter Unterzahl. Während die erste rote Karte für Nicolas Jackson völlig in Ordnung ging, lag bei der Ampelkarte von Luis Diaz keine Schwalbe vor.
Trotzdem wurde so entschieden. Ein Tah-Tor wurde (wohl eher zurecht) aberkannt, ein Treffer von Harry Kane zählte wegen eines Handspiels vorher nicht, das war aber ein sehr, sehr glücklicher Pfiff für Leverkusen.
Nicht nur Tah äußert sich zum Spiel
Vincent Kompany, Trainer des FC Bayern, sagte: „Das Tor von Harry war glasklar. Ein klares Tor, ich verstehe es nicht.“ Genauso äußerte er sich zu Luis Diaz. „Er kriegt den Kontakt, das kann keine Schwalbe sein. Und trotzdem steht er auch noch direkt auf. Niemand hier im Stadion weiß, warum das ein Platzverweis ist.“

Und Jonathan Tah, der nach Leverkusen zurückkehrte, sagte nach diesem Spiel: „Natürlich wollen wir immer gewinnen, aber heute gab es viele schwierige Situationen und fragwürdige Entscheidungen gegen uns. Die Mannschaft hat gut reagiert und alles gegeben. Wir haben eine großartige Mentalität gezeigt. Wir haben uns der schwierigen Situation nicht ergeben und gezeigt, was für ein Team wir sind. Mit unserer Spielweise wäre es auch mit elf Mann auf dem Platz anders gelaufen.“
Joshua Kimmich sagte ebenfalls etwas zur Diaz-Karte: „Also man muss sich die Situation mal genau angucken. Man sieht ja, dass er nach dem Kontakt fällt, aber auch sofort wieder aufsteht. Ich will hier jetzt gar nicht für einen Elfmeter plädieren, aber eine Schwalbe ist das nie im Leben.“

