Luciano Spalletti übernahm bei Juventus im Herbst und hat eine ordentliche Bilanz vorzuweisen, weshalb sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit anbahnt.
Rein tabellarisch lässt sich sein Wirken nur bedingt als Erfolg darstellen. Als Spalletti die Nachfolge von Igor Tudor antrat, befand sich der italienische Rekordmeister auf Rang sieben. Seitdem hat er sich um zwei Plätze verbessert, was jedoch noch nicht für die wirtschaftlich enorm bedeutsame Qualifikation zur Champions League ausreichen würde. In der sogenannten Spalletti-Tabelle schnitten aber nur Inter (50 Punkte) und die AC Milan (42) besser als Juventus (38) ab.
Die Verantwortlichen scheinen einverstanden mit der Arbeit des vorherigen italienischen Nationaltrainers. Wie der vereinsnahe Reporter Romeo Agresti erfuhr, stehen Juventus und Spalletti kurz vor der Einigung über eine Fortsetzung der der zunächst nur bis Saisonende vereinbarten Zusammenarbeit. Demnach solle das Trainerteam bis Juni 2027 unterschreiben, wobei der Vertrag die Option auf eine weitere Spielzeit beinhalten soll.
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Spalletti soll Juventus wieder zu Titeln führen
Unter Spalletti trat die Vecchia Signora doch wesentlich bestimmender als unter Tudor, dem es nach der geglückten Aufholjagd zur Teilnahme an der Champions League nicht gelang, der Mannschaft eine klare Idee im Spiel mit dem Ball auf den Weg zu geben, auf. Der fußballerische Fortschritt erwies sich vor allem gegen tief stehende Gegner als hilfreich. Denn Juventus fand mehr offensive Lösungen.

In den Duellen mit den direkten Konkurrenten schaut die Bilanz durchwachsen aus. Zuletzt gab es ein spätes Remis nach 1:3-Rücktand bei der Roma sowie eine 0:2-Niederlage gegen Como. Darüber hinaus verabschiedete sich Juventus frühzeitig aus der Champions League (2:5/3:2 n. V. gegen Galatasaray) und der Coppa Italia (0:3 gegen Atalanta). Somit steht das zweite titellose Jahr im Folge zu Buche, was sich nur schwer mit dem Turiner Anspruch vereinbaren lässt. Dementsprechend soll in der kommenden Saison zumindest auf nationaler Ebene wieder der Angriff auf die Spitze erfolgen.
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