Eine Trennung zwischen Juventus und Dusan Vlahovic zum Saisonende galt als sehr wahrscheinlich. Mittlerweile hat sich die Situation jedoch verändert.
Denn die Saison des Angreifers, der auf ein Engagement in der Premier League schielte, verlief wenig zufriedenstellend. Verletzungsbedingt musste er über drei Monate aussetzen und kehrte erst am vergangenen Samstag beim enttäuschenden 1:1 gegen Sassuolo aufs Spielfeld zurück. Vlahovic konnte sich daher nicht für höhere Aufgaben, die mit einem entsprechenden Gehalt verbunden sind, empfehlen.
Wie die „Gazzetta dello Sport“ berichtete, gab es in den vergangenen Wochen Annäherungsversuche zwischen Juventus und der Spielerseite. Zuvor schien eine Verlängerung des zum 30. Juni auslaufenden Vertrags nahezu ausgeschlossen. Die Gespräche sollen rund um die Osterfeiertage intensiviert werden. Mittlerweile wachse im Klub zunehmend die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Vlahovic habe nämlich deutlich gemacht, in Turin bleiben zu wollen. Zudem wird aller Voraussicht nach mit Trainer Luciano Spalletti sein wichtigster Fürsprecher über den Sommer hinaus bleiben.
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Trotz deutlicher Abstriche: Vlahovic bleibt einer der Juventus-Topverdiener
Ohnehin genießt der Serbe trotz nicht immer überzeugender Leistungen hohes Ansehen im Verein. Dem sei sich Vlahovic bewusst. Darüber hinaus habe er die Ansicht, dass es nach einer schwierigen Spielzeit besser wäre, weiter in einem vertrauten Umfeld zu agieren, als anderswo neu anzufangen. Finanziell müsste der 26-Jährige jedoch klare Einbußen in Kauf nehmen. Die bisherigen zwölf Millionen Euro pro Spielzeit wird er nicht annähernd erhalten.
Als wahrscheinlichste Lösung gelte ein Ein- bis Zweijahresvertrag mit sechs bis sieben Millionen Euro Jahressalär, das durch erfolgsbedingte Prämien noch anwachsen kann. Damit wäre der Anfang 2022 für 80 Millionen Euro Ablöse von der Fiorentina gekommene Vlahovic nach Kenan Yildiz (7,5 Millionen Euro pro Saison) immer noch einer der bestbezahltesten Akteure im Kader.

Bislang gelangen ihm in 163 Einsätzen 64 Tore für Juventus. Eine ordentliche Quote, die jedoch die hohen Erwartungen nur bedingt erfüllte. Vlahovic avancierte nicht wie erhofft zum Stürmer, der im Kampf um nationale und internationale Titel den Unterschied ausmacht. Seit seiner Ankunft gewann die Vecchia Signora lediglich einmal die Coppa Italia, spielte aber an der Spitze der Serie A keine entscheidende Rolle. Zur Besserung soll Vlahovic ab Sommer einen entscheidenden Beitrag leisten.

