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90PLUS » Visa-Streit und Einreise-Zoff: USA schaltet in den Verteidigungsmodus
WM 2026

Visa-Streit und Einreise-Zoff: USA schaltet in den Verteidigungsmodus

Manuel Behlert
10.06.26, 11:07
Manuel Behlert
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Gianni Infantino und Donald Trump
Foto: Getty Images

Es gibt derzeit viel Theater rund um die WM 2026, vor allem wegen eines Gastgeberlandes, den USA. Im Mittelpunkt sind unter anderem Visa-Themen und Einreiseprobleme, die nicht nur die Mannschaft des Iran betreffen. 

Es herrscht Zoff und es droht weiterer Zoff. Die Dinge sind nicht einfach zu bewältigen, die USA selbst schaltet jetzt sogar in den Verteidigungsmodus.

Ein Beispiel: Die USA haben das Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan zur Fußballweltmeisterschaft mit mutmaßlichen Terror-Verbindungen begründet.

Am Samstag wollte Artan über Miami in die USA einreisen, um sich dort mit den anderen WM-Schiedsrichtern auf das Turnier vorzubereiten. Stattdessen wurde er von den Grenzbehörden am Miami International Airport gestoppt. Die genauen Gründe waren zunächst unklar.

USA gibt kein gutes Bild ab

Der Weltverband FIFA ist derzeit machtlos, die USA geben kein gutes Bild ab und die Außenwirkung tut ihr Übriges. Gegenüber der New York Times schilderte Artan jetzt selbst die Geschehnisse und seine Behandlung am Flughafen. Demnach wurde er elf Stunden lang befragt. Die Beamten hätten ihn zu seiner Reise, zur politischen Lage in Somalia und zur islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab befragt.

FIFA
Foto: Getty Images

Bitter: Da sich die WM-Schiedsrichter gemeinsam in Miami vorbereiten, kann Artan auch in den anderen Gastgeberländern Mexiko und Kanada nicht pfeifen. Er beteuerte, dass er ein richtiges und korrektes Visum hatte, beklagte nun Willkür.

Und noch etwas sorgt für Aufregung: Iranische Fußballfans erhalten nach Angaben des nationalen Verbands kurzfristig nicht das erwartete Ticket-Kontingent für die WM-Spiele ihres Teams in den USA. Der Verband erhebt nun Vorwürfe gegen das Gastgeberland und hofft auf Vermittlung durch die FIFA. Die äußert sich – allerdings wenig konkret.

Man arbeite „eng mit dem Fußballverband“ zusammen, um am Ende „eine geeignete Lösung“ zu finden. Wie diese aussieht und ob das zeitnah vor der WM noch durchsetzbar ist: Offen. Der Vorgang reiht sich ein in eine Vielzahl bürokratischer Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran rund um die WM in den vergangenen Tagen und Monaten.

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