Bei Eintracht Frankfurt rumort es derzeit. Albert Riera, der Trainer der Hessen, steht unter Druck. Und er soll intern wirklich dafür sorgen, dass es in Frankfurt derzeit alles andere als ideal aussieht.
Der neue Höhepunkt war ein Zoff mit Jonathan Burkardt. Riera soll nämlich alles andere als zufrieden mit den fitnesstechnischen Werten des Spielers gewesen sein.
Der frühere Bundesligaprofi Maik Franz fand nun bezüglich der Negativschlagzeilen um Albert Riera und Eintracht Frankfurt ziemlich kritische Worte für den SGE-Stürmer.
Dass jener seinen Berater zum Sportvorstand Markus Krösche schickte, um sich über Riera zu beschweren, nachdem der Trainer Burkardt über seinen Co-Trainer Jan Fießer Kritik an dessen Fitnesswerten hatte ausrichten lassen, kann Franz überhaupt nicht nachvollziehen.
Franz schimpft im Doppelpass
„Dass Burkardt da seinen Berater informiert und ihn auffordert, das zu klären – das finde ich oberpeinlich“, sagte Franz, der von 2009 bis 2011 selbst in Frankfurt spielte, am Sonntag im Sport1-Doppelpass. Der 44-Jährige erklärte mit einer Anekdote aus seiner Anfangszeit als Profi beim VfL Wolfsburg, warum ihn Burkardts Reaktion auf Rieras Vorgehen so stört.

In der Saison 2002/03, als der ehemalige Bayern-Star Stefan Effenberg seine Karriere bei den Wölfen ausklingen ließ, habe Bernd Storck, der damalige Co-Trainer des VfL, Effenberg im Auftrag von Chefcoach Jürgen Röber auf Gewichtsprobleme aufmerksam gemacht.
„Es gab dann ein bisschen Stress, aber dann hat Effe gesagt: ‚Das ist mein Kampfgewicht, damit habe ich die Champions League gewonnen‘. So ist Effe damit umgegangen, das war etwas ganz Anderes“, so Franz.
Generell ist der ehemalige Verteidiger aber der Meinung, dass Riera nicht die ideale Besetzung in Frankfurt sei. „Am Anfang habe ich gedacht: Cool, ein Trainer, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sagt, was er denkt. Aber inzwischen ist es irgendwie einen Tick zu viel, er wirkt sehr dünnhäutig und fast ein Stück weit überfordert“, sagte Franz zu seiner Wahrnehmung von Riera. In der Causa Burkardt wolle er ihn aber aus ausgeführten Gründen „in Schutz nehmen“.

