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2. Bundesliga

Viel Schalker-Meisterpower, Elversberger Aufstiegshelden und Einzelkämpfer: Das Team der Saison in der 2. Bundesliga

Cedric Greh
18.05.26, 09:42
Cedric Greh
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Die Saison in der 2. Bundesliga ist vorbei – und so kurz nach einem spektakulären Schlussakkord ist es gar nicht so einfach nüchtern auf die Saison zurückzublicken und treffsichere Analysen vorzulegen. Eine beliebte Kategorie stellt das Team der Saison dar. Welche Akteure haben sich erwartungsgemäß in den Vordergrund gestellt und ihre Positions-Konkurrenten in den Schatten gestellt? Wer hat dagegen mit seinen Leistungen alle überrascht, den Durchbruch geschafft und sich vielleicht für höhere Aufgaben empfohlen?

Der Anspruch der vorgelegten Liste ist es, jeden dieser Spieler zu würdigen. Ein kompliziertes Unterfangen, gab es auch in dieser Spielzeit auf jeder Position einige herausragend positiv auffallende Akteure. Neben der Top-Elf wird ebenfalls eine Bank zusammengestellt. Der Versuch einer objektiven Bewertung.

Torwart: Tjark Ernst (Hertha BSC)

Der Berliner setzt sich im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten hauchdünn gegenüber Loris Karius durch. Ernst war wie sein Konkurrent ein sicherer Rückhalt für sein Team und schaffte es seinen Kasten insgesamt elfmal sauber zu halten. Diesen starken Wert erreichte er durch ein aufmerksames und vorausschauendes Torwartspiel, gute Organisation seiner Vorderleute und herausragende Reflexe auf der Linie.

Der 23-Jährige kassierte zwar mehr Tore als der Schalker Karius, erhielt dabei allerdings nicht annähernd so viel Hilfe von seinen Vorderleuten. Die Hertha stellte vor dem letzten Spieltag mit insgesamt 38 Gegentreffern die drittbeste Defensive der Liga, ohne Ernst wäre diese Platzierung nicht zu erreichen gewesen.

Die Leistungen des Schlussmanns haben ihn zurecht auf das Radar der Bundesliga gebracht. Freiburg scheint im Falle eines Abgangs von Noah Atubolu am 23-Jährigen  interessiert zu sein, auch der VfL Wolfsburg prüft einen Transfer. Ernst‘ Tage in der 2. Bundesliga scheinen gezählt.

Innenverteidigung: Hasan Kurucay (FC Schalke 04) & Luka Lochoshvili (1. FC Nürnberg)

Ein Innenverteidigerduo, das sich aufgrund der Schalke-Nürnberg-Connection auf Anhieb gut verstehen sollte. Dass entweder Kurucay oder sein kongenialer Vereinspartner Nikola Katic in dieser Liste geehrt werden muss, steht nicht zur Debatte. Die beiden Hünen stellten das Fundament für die mit Abstand beste Defensive der Liga und damit auch für den großen Erfolg in Form der Meisterschaft.

Die Wahl fällt auf Kurucay. Der Türke stand Katic in Bezug auf die Zweikampfstärke und dem Aufbauspiel in nichts nach, absolvierte aber insgesamt vier Spiele mehr und hielt den Laden auch in Abwesenheit des Bosniers zusammen. Abgesehen davon erzielte Kurucay vier Saisontore, eine beachtliche Quote für einen Innenverteidiger. Noch überzeugender wirkt diese Zahl, wenn man bedenkt, dass alle Treffer zu Siegen S04s beitrugen, unter anderem traf der 1,88m-Mann beim 1:0-Erfolg gegen Elversberg in der Hinrunde.

Zwar ohne größeren nennenswerten Teamerfolg, aber dafür mit starken individuellen Leistungen wartet Luka Lochoshvili vom 1. FC Nürnberg auf. Der ,,Glubb“ landete mit dem Georgier im Sommer einen echten Glücksgriff, nachdem man ihn von Cremonese aus der Serie B losgeeist hatte.

Der 27-Jährige bestach nicht nur durch seine Zweikampfstärke am Boden, sondern auch durch eine herausstechende Cleverness, die es ihm oft erlaubte, kritische Situationen bereits in der Entstehung zu vermeiden. Auch in der Luft war auf den kopfballstarken Lochoshvili Verlass. Defensiv bereinigte er viele Situationen, offensiv war er sogar fünfmal selbst erfolgreich.

Dazu kommt: Lochoshvili war einer der verlässlichsten Spieler der Liga. Nur ein Spiel verpasste der Georgier und spielte 32-Mal über die volle Distanz. Ein echter Fels in der Brandung und im Bestfall ein langjähriger Baustein für Nürnberg.

Hasan Kurucay
Foto: Getty Images

Rechtsverteidiger: Laurin Curda (SC Paderborn 07)

Ja, Curda spielt häufig deutlich offensiver im Dreierkettensystem seines Arbeitgebers. Darauf kann in diesem Format aber wenig Rücksicht genommen werden, zumal der 24-Jährige die ihm hier zugewiesene Rolle locker ausfüllen kann. In seiner dritten Saison gelang Curda der Durchbruch in der 2. Bundesliga – und was für einer. Sieben Tore und acht Vorlagen in 32 Partien steuerte der Schienenspieler zum starken Saisonergebnis der Paderborner bei.

Curdas‘ Impact geht über bloße, oberflächliche Statistiken hinaus. Der Rechtsfuß war ein klarer Führungsspieler und trug des Öfteren auch die Kapitänsbinde. Der 24-Jährige zeigte kaum Schwächen in seinem Spiel und war in seinen Leistungen konstant auf hohem Level unterwegs. Als Schienenspieler wies Curda zudem ein enormes Laufpensum auf, ihm gelang der Spagat zwischen defensiver Verantwortung und Einschaltung ins Offensivspiel exzellent. Bezogen auf diese Saison wahrscheinlich der beste Spieler eines der besten Teams.

Linksverteidiger: Lasse Günther (SV Elversberg)

Fun Fact: Günther gehörte zu den zehn schnellsten Spielern der 2. Bundesliga und ist der einzige aus dieser illustren Gruppe, der den Sprung in die Elf der Saison schafft. Rasend schnell verlief auch seine Entwicklung zu einem Top-Außenverteidiger im deutschen Unterhaus.

Elversberg verpflichtete den Linksfuß vergangenen Sommer als Nachfolger von Maurice Neubauer vom FC Augsburg und der schlug direkt in seiner ersten Saison ein. Neben seinen Hauptaufgaben in der Verteidigung war der 23-Jährige wie sein Pendant Curda auf der rechten Seite ein echter Gewinn für das Offensivspiel seines Teams und leitete viele Angriffe über seine linke Seite ein. Insgesamt verbuchte Günther acht Assists und hatte damit gewichtigen Anteil an der begeisternden Elversberger Tormaschinerie. Zudem ist die Entwicklung noch längst nicht am Ende.

Zentrales Mittelfeld: Enzo Leopold (Hannover 96) & Soufiane El-Faouzi (FC Schalke 04)

Good-Cop-Bad-Cop-Energy in der Schaltzentrale. Neben Saubermann Leopold agiert El-Faouzi als aggressiver Heißsporn – im absolut positiven Sinne.

Der 23-Jährige war ein waschechter Schlüsselspieler für die Schalker in ihrer Meistersaison und absolvierte alle (!) Saisonspiele von Beginn an. Insgesamt riss El-Faouzi 98% aller möglichen Spielminuten ab, ein herausragender Wert. Zumal der Deutsch-Marrokkaner mittendrin statt nur dabei war. El-Faouzi bestach durch seine Laufleistung, Zweikampfstärke und Mentalität, aber auch durch technische Fertigkeiten und Intelligenz im Passspiel. Fünf Vorlagen bestätigen Letzteres, dazu erzielte er zwei Treffer selbst.

Viele dieser Attribute kann man auch auf  Leopold beziehen. Als Kapitän hatte der 25-Jährige einen großen Anteil am mannschaftlichen Erfolg der Hannoveraner. Leopold war der Fixpunkt im Spiel von Christian Titz und machte als Denker und Lenker im Mittelfeld seine Mitspieler besser. Der Rechtsfuß stellte konstant seine herausragende Spielintelligenz unter Beweis, gehörte zu den lauf- und passstärksten Spielern der Liga und übertraf sogar El-Faouzi in Bezug auf die absolvierten Spielminuten. Absurde 30 Minuten verpasste Leopold nur, das ist aber lediglich die Kirsche auf der Sahnetorte. Ein No-Brainer, was seine Nominierung im Rahmen dieser Liste angeht.

Linkes Mittelfeld: Fabian Reese (Hertha BSC)

Reese stellte in dieser Saison seinen Status als einer der besten Spieler der Liga erneut unter Beweis. Mit zehn Toren und vierzehn Assists legte die Hertha-Galionsfigur starke Zahlen auf, die ihm den geteilten zweiten Platz in der Scorerliste hinter Noel Futkeu einbrachten.

Bei der Alten Dame war Reese einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Offensive und war darüber hinaus enorm wichtig als Kapitän und Wortführer. Der 28-Jährige verpasste nur ein Saisonspiel, auf ihn konnte sich Trainer Stefan Leitl immer verlassen.

Ob das in der kommenden Saison wieder der Fall sein wird? In jedem Fall befindet sich Reese aktuell in Gesprächen mit dem VfL Wolfsburg und könnte den Hauptstadtklub im Sommer nach drei Jahren verlassen.

Fabian Reese
Foto: Getty Images

Rechtes Mittelfeld: Lukas Petkov (SV Elversberg)

Die wahrscheinlich einfachste Wahl dieses Teams. Petkov explodierte in Elversberg und war ein stetiger Brandherd der begeisterndsten Offensive der Liga.

Spielintelligenz trifft bei Petkov auf Speed und technische Fähigkeiten. Als Außenspieler wusste er sowohl selbst erfolgreich zum Abschluss zu kommen, als auch seine Mitspieler clever in Szene zu setzen. 13 Tore und acht Vorlagen sprechen Bände. Petkovs‘ Fußball-IQ stach in der abgelaufenen Spielzeit klar heraus, in der Entscheidungsfindung brillierte der bulgarische Nationalspieler regelmäßig.

Zumal Petkov in allen Saisonspielen in der Startelf stand und (für einen Rechtsaußen ungewöhnlich) 16-mal über die volle Distanz ging. Er war der beste Spieler der besten Offensive in der 2. Bundesliga. Der 25-Jährige wird (entweder mit Elversberg oder woanders) in die Bundesliga gehen und vermutlich auf längere Zeit sein letztes 2. Liga-Jahr absolviert haben.

Sturm: Mateusz Zukowski (1. FC Magdeburg)

Wo würde Magdeburg stehen, wenn die Bördestädter mit Mateusz Zukowski im September nicht einen Glücksgriff ganz spät im Transferfenster gelandet hätten?

Der 24-Jährige, bei seinen vorherigen Stationen in Polens zweiter Liga nicht großartig als Knipser in Erscheinung getreten, avancierte in Magdeburg zum Top-Torjäger der Liga und Lebensversicherung seines Clubs. Der Pole duellierte sich bis zuletzt um die Torjägerkanone der 2. Liga mit Futkeu und Lidberg. Das Besondere dabei. Für seine 17 Saisontreffer benötigte Zukowski gerade einmal 21 Spiele und damit neun weniger als Lidberg und 13 weniger als Futkeu. Herausragende Werte nicht nur im Ligavergleich.

Zukowski stellte zudem nicht nur einen ausgeprägten Stürmerinstinkt unter Beweis, sondern begeisterte auch mit feiner Technik und Übersicht für seine Mitspieler. Ohne den Kaars-Nachfolger wäre Magdeburg vermutlich abgestiegen. Unvergessen bleiben sein Dreierpack beim spektakulären 5:4-Sieg der Magdeburger in Fürth oder sein Traumtor auf Schalke in der Rückrunde.

Sturm: Noel Futkeu (SpVgg Greuther Fürth)

Torschützenkönig Futkeu (19 Treffer) erhält den zweiten Platz in der Angriffszentrale – und setzt sich damit gegen Isac Lidberg durch, der Schwede findet hier immerhin auf der Bank Platz.

Das entscheidende Argument: Der Kleeblatt-Stürmer musste den Löwenanteil der offensiven Produktion seines Teams alleine schultern. Futkeu war verantwortlich für fast 40% aller Fürth-Tore. Zählt man seine sechs Vorlagen mit dazu, war der Stürmer sogar an knapp 50% aller Treffer seines Teams beteiligt.

Noel Futkeu
Foto: Getty Images

Diese Statistik reicht als Rechtfertigung für seine Nominierung bereits aus. Es wird aber vermutlich auf absehbare Zeit die Letzte in der 2. Bundesliga sein. Eintracht Frankfurt wird im Sommer vom Rückkaufrecht Gebrauch machen und den 23-Jährigen für 1,5 Millionen Euro zurück in die Main-Metropole und damit in die Bundesliga holen.

Die Bank: Spielintelligenz, Erfahrung, Geschwindigkeit und vor allem Torgefahr

Was für eine Reserve! Viele Akteure die in diesem Ranking ,,nur“ auf der Bank einen Platz finden, verpassten den Sprung in die Startelf nur haarscharf. Auch in dieser Saison zeigten die alten Hasen wieder einmal, dass sie noch ordentlich Treibstoff im Tank haben. KSC-Legende Marvin Wanitzek trug einmal mehr sein Team in Eigenverantwortung durch die Saison und lieferte mit 15 Toren und neun Vorlagen eine bockstarke Spielzeit ab. Gleiches gilt für Schalke-Kapitän Kenan Karaman, der zwar mehr Hilfe um sich herum hatte, aber eine ganz zentrale Rolle im Schalker Aufstiegsjahr spielte und mit 14 Toren sowohl sieben Assists zum Topscorer des Teams von Trainer Miron Muslic avanvierte.

Die Bandbreite der Offensivkräfte als groß zu bezeichnen, wäre ohnehin eine maßlose Untertreibung. Darmstadt-Torjäger Isac Lidberg begeisterte mit 17 Treffern ebenso wie Nürnbergs Flügelflitzer Mohamed Ali Zoma. Über den linken Flügel betrieb auch Elversbergs Tom Zimmerschied mächtig Eigenwerbung.

In der Zentrale überzeugte Bayern-Leihgabe Noel Aseko Nkili im Trikot von Hannover 96 ebenso wie Mika Baur beim SC Paderborn, auf der Außenverteidigerposition stellte Bielefelds Tim Handwerker eindrucksvoll unter Beweis, dass er viel zu gut für die 3. Liga ist. Über Nikola Katic und Loris Karius haben wir bereits gesprochen, das Schalker Übergewicht erklärt sich plausibel durch den mannschaftlichen Erfolg.

Beim Schreiben dieser Abmoderation fallen mir bereits weitere Namen ein, die eine Berufung vermutlich ebenso verdient hätten. Aber irgendwo muss (leider) ein Schlussstrich gezogen werden. Das war das Team der Saison in der 2. Bundesliga! Einige Akteure werden uns noch in der Relegation begeistern dürfen. Und (für sie) im Bestfall die eigenen Nominierung rechtfertigen.

 

 

 

 

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