Beim FC Liverpool ist die Diskussion um die Zukunft von Trainer Arne Slot einmal mehr neu entfacht. Klub-Legende Danny Murphy sprach sich jetzt sogar öffentlich für einen möglichen Trainerwechsel aus und brachte dabei einen neuen Topnamen ins Gespräch.
Wie Murphy gegenüber talkSPORT erklärte, habe er Zweifel daran, dass Slot die sportliche Wende an der Anfield Road noch schaffen könne. Als Wunschlösung nannte der frühere Mittelfeldspieler überraschend Luis Enrique von Paris Saint-Germain.
Murphy fordert Liverpool zum Umdenken auf
Zwar qualifizierte sich Liverpool am letzten Premier-League-Spieltag noch für die Champions League, trotzdem blieb man in der Saison insgesamt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nach hohen Investitionen im Sommer und einer schwierigen Saison wächst rund um den Klub die Unruhe.
Murphy glaubt deshalb nicht, dass Slot langfristig die richtige Lösung ist. „Wenn Liverpool nach acht Spielen wieder auf Platz fünf oder sechs steht, ist es vorbei“, erklärte der Ex-Profi. Außerdem äußerte er Zweifel daran, wie groß Slots Einfluss auf die Kaderplanung tatsächlich sei.

Murphy würde laut eigener Aussage „alles versuchen“, um Luis Enrique nach Liverpool zu holen. Der Spanier steht bei PSG noch bis 2027 unter Vertrag und gewann mit den Franzosen schon mehrere Meisterschaften sowie zuletzt die Champions League. Trotzdem spekuliert Murphy darauf, dass Enrique nach einer neuen Herausforderung suchen könnte. Murphy bezeichnete die französische Ligue 1 als „Mickey-Mouse-Liga“, in der Enrique „jede Woche gewinnt“ und nur in der Champions League wirklich gefordert werde.
Der frühere Liverpool-Profi sieht im PSG-Coach viele Parallelen zur erfolgreichsten Zeit unter Jürgen Klopp. PSG spiele laut Murphy ähnlich intensiv und dynamisch wie Liverpool in den besten Klopp-Jahren. Offiziell gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass Liverpool einen Trainerwechsel plant. Intern soll Slot weiterhin das Vertrauen der Verantwortlichen genießen und auch kommende Saison an der Seitenlinie stehen. Trotzdem dürfte der Druck auf den Niederländer weiter steigen. Nach den Abgängen von Mohamed Salah und Andrew Robertson steht Liverpool jetzt nämlich vor einem größeren Umbruch. Vor allem der Saisonstart 2026/27 könnte dahingehend sehr entscheidend werden. Ein erneuter Fehlstart würde die Diskussionen wohl sofort wieder anheizen.

