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90PLUS » „Sein größter Fehler?“ Engländer kritisieren Tuchel-Entscheidung
WM 2026

„Sein größter Fehler?“ Engländer kritisieren Tuchel-Entscheidung

Till Gabriel
28.05.26, 15:51
Till Gabriel
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Thomas Tuchel
Foto: Getty Images

Mit seinem Kader für die WM 2026 hat Thomas Tuchel für große Diskussionen auf der Insel gesorgt. Besonders eine Entscheidung steht in der Kritik.

Im Aufgebot des einmaligen Weltmeisters England fehlt neben Top-Stars wie Cole Palmer, Trent Alexander-Arnold und Phil Foden auch Adam Wharton. Der 22-Jährige ist bei Crystal Palace gesetzt und unterstrich beim 1:0 im Finale der Conference League gegen Rayo Vallecano erneut, wieso ihn nahezu jeder Spitzenklub auf dem Zettel hat.

Der Sechser bestach einmal mehr durch sein präzises Passspiel und bestimmte das Tempo der Partie. Auch gegen den Ball bringt der Youngster Qualitäten mit, die sicherlich auch dem Mittelfeld der Three Lions gut zu Gesicht gestanden hätten. Nach dem Gewinn der Conference League ging die britische Presse hart mit Tuchel ins Gericht. „Tuchels größter Fehler?“, fragte etwa die BBC: „Wharton glänzt nach Nichtberücksichtigung für England.“ Auch TNT Sports stellte die Entscheidung des deutschen Trainers infrage: „Thomas Tuchel, schaust du zu? Wie gewohnt beeindruckend am Ball.“

Ex-Nationalspieler verwundert über Tuchel-Entscheidung

Am Mikrofon des Sportsenders hatte sich zuvor bereits Ex-Nationalspieler Glenn Hoddle verwundert über die Nichtberücksichtigung des Palace-Stars gezeigt. „Ich bin etwas überrascht. Ich liebe seine Art, nach vorne zu schauen und zu passen. Er kann tödliche Pässe spielen, Pässe, die die gesamte Abwehr mit einem einzigen Pass aushebeln. Ich bin mir nicht sicher, ob wir so viele haben, die das aus einer tiefen Position konstant gut können“, so der Ex-Profi vor dem Finale: „Deshalb war ich definitiv überrascht, als ich sah, dass er nicht dabei ist.“

Adam Wharton
Foto: Getty Images
Statt Wharton setzte Tuchel im zentralen Mittelfeld auf Stars wie Declan Rice (Arsenal) und Elliot Anderson (Nottingham), aber auch auf Routinier Jordan Henderson (Sunderland). Die Nominierung des langjährigen Liverpool-Profis hat ebenso für Kritik gesorgt wie die Ausbootung der Stars Foden, Palmer und Alexander-Arnold. „Wir versuchen, das bestmögliche Team zu bauen – nicht einfach die 26 talentiertesten Spieler auszuwählen. Wir sind rund um die Uhr zusammen, nicht wie im Vereinsfußball mit einem freien Tag. Wir haben uns viele Gedanken über diese weichen Faktoren gemacht“, erklärte Tuchel seine Entscheidungen.
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